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Kauf, Schenkung oder Erbschaft


| 29.03.2007 18:35 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,

ich stehe vor dem Problem, mein Elternhaus "zu übernehmen". Dabei bin ich unsicher auf welchem Weg dies geschehen soll.

Mögliche Erben des Hauses sind meine Schwester sowie ich. Meine Schwester hat jedoch kein Interesse.

Meine Eltern möchten es gerne zu Lebzeiten weitergeben und Lebenslanges Wohnrecht beanspruchen sowie im Pflegefall von mir und meiner Frau gepflegt werden.

Grundsätzlich wäre dies von uns in Ordnung - allerdings nicht bis zur Vollzeitpflege zu Hause - weder meine Frau noch ich möchten den Beruf aufgeben.

Ist eine solche Klausel grundsätzlich überhaupt statthaft und wie weit geht dieses im "Pflegefall".

Alternativ überlegen wir das Haus zu erwerben; allerdings stellt sich dann die Frage ob dies "vergünstigt" möglich ist und ob diese evtl. von meiner Schwestern angefochten werden kann und hier evtl. im Todesfall meiner Eltern weitere Kosten auf mich zu kommen könnten. Besteht in diesem Zusammenhang die Möglichkeit auch einer Art "Mietkauf"?

Welche Fallstricke gibt es hier und welche Möglichkeit, evtl. auch eine die ich noch nicht angesprochen habe, wird von "Experten" bevorzugt.

Vielen Dank
29.03.2007 | 19:46

Antwort

von


252 Bewertungen
Heinrich-Brüne-Weg 4
82234 Weßling
Tel: 08153 8875319
Web: www.anwaeltin-heussen.de
E-Mail:
Sehr geehrter Ratsuchender,

1.Ihre Eltern können Ihnen das Haus zu Lebzeiten schenken. Leben Ihre Eltern länger als 10 Jahre, kann Ihre Schwester keine Ausgleichsansprüche geltend machen.
2.Um Ausgleichsansprüchen vorzubeugen, können Ihre Eltern der Schwester ein gleichwertiges Geldgeschenk machen und beide Schenkungen auf den jeweiligen Erbteil anrechnen lassen. Sie können dafür mit Ihren Eltern und Ihrer Schwester einen Erbvertrag aufsetzten, indem sämtliche Punkte zur Abfindung geregelt werden.
3.Aufgrund des lebenslangen Wohnrechtes mindert sich der Wert des Hauses. Die genaue Berechnung bedarf einer Analyse anhand sämtlicher Sachverhaltsangaben und kann im Rahmen dieses Forums nicht erstellt werden.
4.Die Pflegeklausel ist grundsätzlich möglich. Sie sollte genau ausformuliert sein und für den Fall einer vollständigen Pflegebedürftigkeit entweder eine zusätzliche Geldentschädigung enthalten oder die Erlaubnis, in diesem Fall das Wohnrecht löschen lassen zu können und den Gegenwert in Form der Zahlung für eine angemessene Pflege in einem Pflegeheim enthalten. Damit wären beiden Seiten Rechnung getragen.
5.Wenn Sie das Haus kaufen wollen, sollten Sie einen angemessenen Kaufpreis vereinbaren.

Welche Lösung (Kauf, Schenkung, Übertragung und Anrechnung auf Ihren Erbteil) für Sie die günstigste Möglichkeit ist, bedarf einer intensiven Prüfung. Dafür wird ein wesentlich höherer Einsatz fällig.




Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin
Diep, Rösch & Collegen
Fürstenstraße 3
80333 München
Tel: (089) 89 33 73 11 / (089) 45 75 89 50

info@anwaeltin-heussen.de
Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:

Meine Auskunft bezieht sich nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Bestimmte Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht abschließend geklärt werden, da es hier auf die Details im Einzelfall ankommt. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


Nachfrage vom Fragesteller 29.03.2007 | 19:58

vielen Dank für Ihre ausführliche und schnelle Antwort.

Zum Punkt 4 - wäre eine häusliche Pflege auch dann erfüllt, wenn zb eine Pflege-Zusatzversicherung abgeschlossen wird und ein ambulanter Pflegedienst hilft oder gilt dies Personenbezogen auf?

Zu den Ausgleichsansprüchen - wäre auch eine Ausgleichszahlung im Vorfeld durch mich an meine Schwester rechtens um weiteren späteren Ansprüchen aus dem Weg zu gehen?

Wie hoch würden Sie die Kosten für eine Ausführliche "Optimierung" des weiteres Vorgehens ansetzen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.03.2007 | 14:48

Sehr geehrter Ratsuchender,

1. Bei der häuslichen Pflege kann auch ein Pflegedienst hinzugeholt werden, es sei denn, Ihre Eltern wollen das ausdrücklich nicht.
2. Sie können aller Voraussicht nach auch selbst die Auszahlung vornehmen.

Wir müssten die gesamte Situation prüfen und anhand der vorhandenen Interessen ermitteln, welcher Weg der beste für Ihre Familie wäre. Sollten Sie an einer weiteren Beratung interessiert sein, schicken Sie mir bitte ein E-Mail an info@anwaeltin-heussen.de. Ich mache Ihnen dann gerne ein Angebot.

Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin

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