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Katze verletzt Katze

01.11.2015 11:18 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Johannes Kromer


Zusammenfassung: Tierhalterhaftung bei zwei kämpfenden Katzen

Guten Tag

Nach Aussage unseres Nachbarn zweites Haus neben uns,teilt er uns mit,
daß unser kastrierter Kater öfters ihren Kater angreift und es zu verletzungen kommt.
Wenn das nochmal vorkommt wird es für uns teuer,Artzkosten teite er uns mit.
Unser Kater kommt auch öfters mit verletzungen nach Hause.
Könnte ja von Nachbars Katze sein,ich weiß es nicht.
Den Tierarzt bezahlen wir selbstverständich für unseren Kater selbst.
Hier im Wohngebiet gibt es sehr viel freilaufende Katzen.

Frage:

Müssen wir die Tierarztkosten des Nachbarn bezahlen.
Welche voraussetzung müssen dafür gegeben sein,reicht es aus wenn Nachbar behauptet
mein Mann und ich haben gesehen wie ihre Katze unsere Katze nach einem Kampf verletzt hat ?
Was ist mit den verletzungen die unser Kater durch desen Kater erlitten hat ?
Wer zahlt dafür die Arztkosten ausser wir selber ?
Gruß Jens

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst ist es grundsätzlich so, dass für einen Schadensersatzanspruch dem Schädiger ein Verschulden nachzuweisen ist.

Bei Tierhaltern gilt jedoch insoweit die Sondervorschrift nach § 833 BGB. Hiernach besteht eine verschuldensunabhängige Haftung der Tierhalters, wenn durch ein Tier eine Sache beschädigt wird. Die Katze des Nachbarn ist als solche zwar ein Tier und damit keine Sache, allerdings gelten nach § 90a BGB für Tiere die gleichen Vorschriften wie für Sachen. Damit stellt die Katze des Nachbarn eine Sache im Sinne des § 833 BGB dar.

Tatbestandsvoraussetzung für eine Haftung durch Sie ist damit noch, dass ihr Tier den Schaden verursacht hat. Nach den Schilderungen Ihres Nachbars ist dies ganz klar der Fall. Allerdings ist der Geschädigte hier in der Beweislast. Es lässt sich aus der Ferne natürlich nie eindeutig beurteilen, wie glaubwürdig die Aussage des Nachbarn mit Ehepartner ist. Allerdings dürfte man – wenn nicht noch andere konkrete Anhaltspunkte vorliegen – durchaus davon auszugehen sein, dass ein Gericht den beiden Aussagen Glauben schenken wird.

Damit wäre dem Grunde nach eine Schadensersatzhaftung durch Sie gegeben.

Es stellt sich die Frage, wie hoch der Schaden ist. Der Schaden bemisst sich üblicherweise auf Wiederherstellung des früheren Zustandes. Das wären hier die Tierarztkosten.

Nun ist es jedoch so, dass die Rechtsprechung ein Mitverschulden des Geschädigten mitberücksichtigt, wenn auch auf seiner Seite ein Tier mitgewirkt hat. Dies ist praktisch immer der Fall wenn mehrere Tiere aufeinander treffen. Hier ist dann zu prüfen, wenn welchen Verschuldensanteil trifft. Das ist natürlich aus der Ferne schwer zu beurteilen.

Alles soeben gesagte gilt umgekehrt auch für Sie bzw. Verletzungen an Ihrer Katze.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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