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Katze mit Zwang zurückgeben

01.04.2008 18:01 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Guten Tag,
wir haben von einer Tierschutzorganisation am 28.1.2008
2 Katzen bekommen. Eine ist nach wie vor in der Wohnung, die andere ist ausgebüchst - hinter unserem Haus beginnt ein grosses Feld, die Nachbarn haben mehrere Katzen - und kam seit 2 Woche nicht mehr zurück.
Heute kam die Tierschutzorganisation mit einem Schutzvertrag der ihnen das Recht einräumt die Katzen sollten sie dem Verdacht auf unrechtmässige Behandlung haben jederzeit wieder zurück zu holen.
Mir wurde eine Unterschrift unter diese Vertrag aufgenötigt - hätte ich nicht unterschrieben hätten die Damen die Katze sofort wieder mitgenommen - indem steht dass sie die sich noch im Haus gefindliche Katze holen dürfen sollte der "Rumtreiber" nicht bis zum Wochenende auftauchen. Die zuständige Dame die beim Tierschutzverein eine hohe Position einnimmt hat am Telefon regelrecht geschrieen und von der Dame die bei mir war verlangt die Katze sofort mitzunehmen.

Nur unter Tränen und Zittern konnte ich sie davon abhalten.

Würde dies passieren wäre es für uns sehr schlimm.

Dieses Vorgehen finde ich sehr merk- und auch fragwürdig. Erst lässt man uns 2 Monate ohne Vertrag - die Katze ist in dieser Zeit ohne Vertrag zum Gartentür hinaus - und jetzt soll ich die von meinem Kind, meinem Mann und mir sehr lieb gewonnenen Katze einfach so wieder abholen lassen? Die Katze fühlt sich bei uns sehr wohl, dies hat auch die Dame vom Tierschutz gesagt.

Was können wir tun um die Katze zu behalten? Für uns ist sie kein Möbelstück dass herumgereicht werden kann, alle 2 Monate woanders hinkommt und so weiter.

Als jahrelange Katzenhalter sind wir auch firm im Umgang mit Katzen.

Im Tierschutzvertrag steht dass die Katzen bevor wir sie übernommen haben vom Tierschutzverein einen Tierarzt vorgestellt und geimpft worden seien, dieses stimmt nicht. Die Katzen wurden uns ungeimpft und mit entzündeten Augen übergeben. Hierauf wurden wir hingewiesen - dies widerspricht jedoch der Aussage im Schutzvertrag. Dies wurde vom Tierschutzverein nicht eingehalten.
Kann man hier an der Gültigkeit des Vertrages "etwas drehen"?

Es wird hier auch geschrieben dass der tierschutzverein die ganze Lebenszeit des Tieres berechtigt ist dieses zurück zuholen wenn ihnen an Unterbringung etc. etwas nicht passt. Dies ist ja auch okay sollten Katzen verwahrlosen etc. aber unsere hat einfach die Chance ergriffen um auf die Wiese und so den Kumpels zu kommen.

Wir haben ihr absolut nicht zuleide getan. Im Gegenteil, sie kam in den Tagen vor ihrem "Schritt in die Freiheit" sogar auf die Couch kuscheln, schmuste viel etc.

Sehr geehrter Ratsuchender,


der nun aufgezwungene Zusatzvertrag wurde ja unter der Androhung der - unberechtigten - Rückholung der Katze geschlossen.

Daher können Sie diese Erklärung ("Schutzvertrag") schriftlich anfechten, was ich Ihnen auch empfehlen würde.

Auch sind Sie nicht verpflichtet, die Mitarbeiter hereinzulassen; dieses würde ich ebenfalls untersagen.


Da Ihnen die Katze übergeben worden ist, ohne dass es bei der Übergabe eine Einschränkung gegeben hat, sind Sie auch Eigentümer geworden, so dass dieser verein die Katze nicht wieder abholen darf. Nur bei begründetem Verdacht einer Tierschutzverletzung - die ja nicht gegeben ist - könnte der Verein einen Antrag stellen, nicht aber das Tier selbst wieder abholen.



Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 02.04.2008 | 10:00

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Diese hilft uns sehr.

Eine kurze Rückfrage zur Sicherheit da mir die Situation doch sehr an die Nieren geht:
ich fechte den Schutzvertrag schriftlich an da unter Drohungen der Rückholung der Katzen geschlossen, dies auch so formulieren und ebenfalls anfügen dass wir bei Übergabe der Katzen keine Einschränkungen "bekommen haben" da damals kein Vertrag geschlossen wurde der unter anderem nachweist dass die Katzen das Eigentum des Tierschutzvereins sind bzw. waren?

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.04.2008 | 10:37

Sehr geehrter Ratsuchender,


die damalige Eigentumsübertragung ist ohne eine Bedingung erfolgt (dabei wird der Verein schon Eigentümer gewesen sein, hat aber dieses Eigentum vorbehaltlos auf Sie übertragen), was Sie deutlich machen sollten.

Ihre Unterschrift ist ja nur unter der Drohung zustande gekommen, ansonsten (widerrechtlich) das Tier mitzunehmen. Darauf sollten Sie sich stützen, wobei es schon merkwürdig ist, dass der Verein das Tier offenbar zur Unterschriftsleistung "benutzt" hat, das Tierwohl aber wohl zweitrangig gewesen sein muss.


Sollten Sie bei der genauen Formulierung, die nicht Gegenstand der ERSTberatung sein kann, Probleme haben, sollten Sie sich dann überlegen, nicht doch einen Anwalt damit zu beauftragen, auch wenn es weitere Kosten verursacht.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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