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Kationszahlung nach Auszug


10.10.2007 12:06 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jeremias Mameghani



ich bin im April dieses jahr aus meiner Wohnung gezogen in der ich 5jahre gewohnt habe.Mit meiner vermieterin bin ich so verblieben das der teppich nicht rausgenommen werden muß von mir.Da er aber von meinen Hasen kaputt gemacht wurde war ich damit einverstanden einen angemessenen Teil für die Erneuerung zu zahlen.Wieviel darf Sie mir jetzt anteilig von dem neuen Teppich in Rechnung stellen?Desweiteren wurden mir nun von meiner Kaution Beträge für Malerarbeiten abgezogen,obwohl ich bei der Abnahme alles "in Ordnung" übergeben habe.Dies habe ich auch schriftlich.Und dann wollte ich noch wissen ob die Vermieterin in irgendeiner Weise dazu verpflichtet ist den Namen vom Briefkasten zu entfernen???Denn der Name steht bis heut noch dran und ich bin gezwungen dort noch nach Post zu schauen.Da immerwieder wichtige Briefe nicht zu mir finden.Da ich dafür aber jetzt kein Schlüssel mehr habe muß ich die Post aus dem Kasten fischen.Jetzt möchte mir die Vermieterin die Kosten für die Beschädigung des Briefkastens in Rechnung stellen.Obwohl der Briefkasten schon immer klapprig war und ich dafür auch Zeugen habe.Ich würde mich für eine schnelle Antwort freuen um endlich das Kapitel schließen zu können.Vielen Dank im Voraus!!!
Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Fragen möchte ich auf der Grundlage Ihrer Darstellung wie folgt beantworten:

1.) Teppich:

Sofern Sie mit Ihrer Vermieterin eine Absprache getroffen haben, dass Sie die Erneuerung lediglich anteilig übernehmen müssen, sind Sie hierfür beweispflichtig. Optimal wäre hier eine schriftliche Vereinbarung gewesen. Sofern eine solche nicht vorliegt, wäre weiterhin zu klären, ob ggf. Zeugen Ihre Absprache mitbekommen haben. Im schlechtesten Falle könnte Ihre Vermieterin Ihnen sämtliche Kosten für eine Neubeschaffung des Teppichs in Rechnung stellen und damit von der Kaution in Abzug bringen.

Darüber hinaus käme es auch auf die individuelle Vereinbarung in dem Mietvertrag an sowie auf den Zustand, zu welchem Sie den Teppich übernommen haben und in welchem er sich jetzt befindet.

2.) Malerarbeiten:

Auch hier kommt es in erster Linie wieder auf die individuelle Vereinbarung des Mietvertrages an. Dass alles "in Ordnung" ist, braucht noch nicht zu bedeuten, dass Sie Malerarbeiten nicht übernehmen müssen. Vielmehr könnte diese Bemerkung "alles in Ordnung" auch lediglich bedeuten, dass die Wände lediglich keine Schäden aufweisen. Hierzu müsste ich jedoch das Abnahmeprotokoll einsehen. Sofern die Wohnung bei Ihrem Einzug bereits gestrichen war könnte in dem Mietvertrag ggf. eine Klausel enthalten sein, dass Sie bei Auszug ebenfalls streichen müssen. Ich bitte Sie, hier den Mietvertrag detailiert einzusehen.

3.) Briefkasten:

Es besteht keine gesetzliche Verpflichtung des Vermieters, das Schild an dem Briefkasten zu entfernen. Um weitere Vorfälle zu vermeiden empfehle ich Ihnen dringendst, bei der Post einen Nachsendeantrag zu stellen für all die Sendungen, die an die alte Adresse adressiert sind. So vermeiden Sie ggf. auch, dass Post unbefugt aus Ihrem Briefkasten entfernt wird

Sofern Ihre frühere Vermieterin Sie auf Schadensersatz wegen Beschädigung des Briefkastens in Anspruch nehmen will, so sollte vorab geklärt werden, ob es irgendwelche Aufzeichnungen gibt oder Zeugen benannt werden können, die den Zustand des Briefkastens bei Ihrem Einzug dokumentieren können. Soweit ich dies Ihren Darstellungen entnehmen kann, ist dies auch der Fall. Sofern diese glaubhaft bezeugen können, dass Sie den Briefkasten nicht beschädigt haben, d.h. dass sich nicht mehr Spuren an diesem befinden als durch den üblichen Gebrauch verursacht, dürften Sie hier in einem Rechtstreit gute Chancen haben.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung geben konnte. Wie gesagt kommt es v.a. darauf an, welche Vereinbarungen in dem Mietvertrag getroffen waren bzw. welchen Inhalt das Abnahmeprotokoll hatte. Für weitere Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung. Im übrigen sollten Sie sich ggf. durch einen Kollegen Ihres Vertrauens bei Ihnen vor Ort umfassend beraten lassen. Beachten Sie bitte, dass hierdurch weitere Gebühren entstehen.

Mit freundlichen Grüßen

RA Jeremias Mameghani

Rechtsanwälte Vogt
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
Tel. 0211/133981
Fax. 0211/324021
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