Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kasse stellt Zahlung ein, weil Arzt nicht reagiert !!!

| 03.07.2013 16:29 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Ich bin seit August 2012 krankgeschrieben, dazwischen habe ich wegen einer Reha 5 Wochen Überbrückungsgeld der RV bekommen, beziehe als wieder seit 03.10.12 Krankengeld und habe heute einen Anruf von meiner Krankenkasse bekommen, dass sie, da sie meinen Arzt mehrfach wegen Vorerkrankungen (ich war von 2012 schon einmal 5 Monate krankgeschrieben allerdings eine andere Erkrankung) kontaktiert haben, aber keine Antwort erhalten haben, die Zahlung zum 30.06. einstellen würden. Man habe es "vetrödelt" mich rechtzeitig über das Ende des Krankengeldbezuges zu informieren, würde es mir kulanterweise noch bis einschliesslich heute zahlen und ich sollte bitte zum Arbeitsamt gehen. Aber es ist doch nicht meine Schuld, dass mein Arzt die Anfragen nicht beantwortet hat. Ich habe in gutem Glauben meine Krankmeldung für diesen Monat abgeschickt und stehe jetzt plötzlich vor dem Nichts. Ich bin verzweifelt, ausser mir und weiss nicht was ich tun soll. Ich möchte eigentlich nicht überstürzt zur Arbeitsagentur laufen, andererseites habe ich gelesen, dass mit Ende des Krankgeldbezugs auch automatisch die Mitgliedschaft in der KK endet. Ich bat die Sachbearbeiterin sich morgen mit meinem Arzt nochmal in Verbindung zu setzen, ich habe ihm selbst auch eine Mail an den Arzt geschrieben, dass er doch Bitte die Fragen der KK beantworten möchte, da ich sonst kein Krankengeld bekomme. Hartz4 möchte ich nicht beantragen, da meine Krankschreibung Ende Juli ausläuft und ich mich regulär arbeitslos melden möchte. Ich habe vor meiner Erkrankung (Burn-Out, etc.) lange und hart gearbeitet und möchte nicht wegen des "Vertrödelns" der Krankenkasse in Hartz4 landen, zumal ich in 4 Wochen wenn ich gesund bin, Anspruch auf ALG1 hätte. Wie soll ich mich verhalten?
Ich bitte das niedrige Angebot zu entschuldigen, aber ich habe nicht mehr Geld.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:


Sie haben sich zunächst richtig verhalten. Ich halte die Einstellung des Krankengeldes nicht für gerechtfertigt. Sie haben eine Mitwirkungspflicht der Sie nachgekommen sind. Maßgeblich für die Auszahlung des Krankengeldes ist der Auszahlungsschein, auf dem die weitere Arbeitsunfähigkeit vermerkt ist. Ich gehe davon aus, dass diese Bescheinigung vorliegt. Wenn es weitere Punkte gibt, die zu klären sind, hätte die Krankenkasse Sie rechtzeitig informieren müssen. Wenn der Arzt nicht mitwirkt, hätten man Ihnen die Chance geben müssen, sich hier zu erklären und Unterlagen beizubringen.

Eine endgültige Einstellung wäre ohnehin nicht gerechtfertigt, allenfalls eine vorläufige Versagung nach § 66 I SGB I, bis zur Klärung. Sie sollten schnellstmöglich für die Auskunft des Arztes sorgen und von der Krankenkasse eine schriftliche Entscheidung einfordern, falls diese wirklich einstellt. Dann müsste man Widerspruch einlegen.

Eine endgültige Einstellung wäre nach meiner Meinung rechtswidrig.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 03.07.2013 | 17:37

Herzlichen Dank für die schnelle Antwort. Ja der Zahlschein wurde letzte Woche wie immer fristgerecht per EInschreiben/Rückschein zugestellt. Die Krankenkasse argumentiert so, dass sie wegen der fehlenden Antworten meines Arztes, eben jene Vorerkrankungen in die Berechnung mit einbezogen hätte, und damit eben jetzt die 78 Wochen erreicht wären. Dabei ist es ja gar nicht sicher ob die Vorerkrankung anrechenbar ist. Daher ja die Nachfragen an meinen Arzt. Aber das ist die Argumentation der Krankenkasse. Ich habe den Arzt heute angeschrieben, da es Mittwoch ist und ich in der Praxis nicht erreichen konnte. Ferner habe ich der Mitarbeiterin der Krankenkasse noch einmal die genauen Sprechzeiten gegeben, so dass sie meinen Arzt erreichen müsste und mit ihr vereinbart, dass sie sich nach dem Telefonat mit meinem Arzt sofort in Verbindung setzt.
Morgen will ich mich mit dem Arzt in Verbindung setzten, damit dieser bitte diese Anfragen klärt. Werden die Vorerkrankungen nämlich nicht angerechnet, steht mir nach Auskunft der Sachbearbeiterin für diesen Monat durchaus das Krankengeld noch zu.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.07.2013 | 18:08

Sehr geehrte Fragestellerin,

Sie sollten so verfahren wie beabsichtigt. Die Einstellung ist eine Ermessensentscheidung der Kasse und diese muss Ihnen Gelegenheit geben, der Mitwirkung nachzukommen. Ohne genaue ärztliche Auskunft ist die Frage der Vorerkrankung ja nicht zu klären.

Ich wünsche alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 03.07.2013 | 18:01

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Schnelle,kompetente Hilfe wie man sie sich im Notfall nur wünschen kann.

"