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Kartenkauf bei VIAGOGO

15.01.2018 15:07 |
Preis: 60,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Dietrich


Ich kaufte bei VIAGOGO zwei Sitzplatzkarten (Block W15, Oberrang) zum Preis von 386,71€ nun wurde mir kurz vor dem Spiel (am Sonntag, den 14.01.18) zwei Karten zu gesendet im Gesamtwert von 94€. Die Sitzplätze sind nun im Bereich Block W12 also nicht von gleicher "Qualität". Ich habe VIAGOGO versucht anzurufen, ohne Erfolg. Dann habe ich eine Mail gesendet mit dem Hinweis auf die falschen Karten und mit Androhung rechtliche Schritte einzuleiten. Als Antwort kam: "...haben wir nichts mit zu tun...die Karten werden von dritten nur über uns angeboten...". Ich möchte gerne in dieser Angelegenheit Ihre Beratung. Das ich mit dem Vorgang nicht einverstanden bin, können Sie sich vorstellen!
MfG H.-Werner Mertens

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist die hier angedeutete Rechtsauffassung von VIAGOGO nicht von der Hand zu weisen, da das Portal insofern nur als Vermittler tätig wird. Dieses Geschäftsmodell wird immer wieder (m.A.n. auch zu recht) kritisiert, da für den Käufer die bloße Eigenschaft als Vermittler meist nicht deutlich wird. Noch gibt es aber leider keine feste Handhabe dagegen. In 1.2 der AGB wird auf die Vermittlertätigkeit hingewiesen. Diese AGB haben Sie auch akzeptiert.

https://www.viagogo.de/secure/help/termsandconditions

Natürlich wird durch den Umstand, dass die Karten nicht der vereinbarten Kategorie entsprechen, ein Sachmangel gemäß § 434 ff. BGB begründet mit allen Mängelrechten. Ihre Ansprüche müssen Sie aber hier gegen den tatsächlichen Verkäufer der Tickets richten. Sollten Sie dessen Kontaktdaten nicht haben, können Sie zumindest einen Auskunftsanspruch gegen die Plattform geltend machen, der sich jedenfalls aus § 242 BGB ergibt.

Ansonsten bietet VIAGOGO zwar eine Garantie in 1.3 der AGB an, behält sich dabei aber vor, die Ersatztickets nach eigenem Ermessen zu bestimmen. Diese Regelung ist natürlich ziemlich schwammig, aber derzeit noch nicht erfolgreich angegriffen. Ich halte Sie wegen Verstoßes gegen § 307 BGB für unwirksam, aber die rechtliche Handhabe ist derzeit noch sehr schwierig. Ein Prozess ist daher auch mit einem Kostenrisiko verbunden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Dietrich
Rechtsanwalt

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