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Kapitallebensversicherung

| 08.10.2010 17:41 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


In zwei Jahren läuft bei mir eine Kapitallebensversicherung aus, die ich im Jahr 2000 abgeschlossen habe. Nun stellt sich mir die Frage, ob ich die einmalige Kapitalzahlung wählen soll oder ob ich lieber die monatliche Rente nehme. Für meine Entscheidung ist es daher wichtig zu wissen, ob ich die monatliche Rente aus der Lebensversicherung versteuern muss. Sollte dies der Fall sein, interessiert mich noch, ob die ganze Rente aus der Lebensversicherung - entsprechend meinem persölichen Steuersatz -versteuert werden muss oder nur ein gewisser Anteil (da es sich ja um Geld handelt, das mir ohnehin schon gehörte).
Außerdem möchte ich wissen, wie groß die Gefahr ist, dass eine Lebensversicherung "pleite" geht und man einen Totalverlust erleidet oder ob es entsprechende Absicherungen (z.B. durch die Bundesregierung oder große Rückversicherungsgesellschaften gibt).

Sehr geehrter Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

1. Ihre Kapitallebensversicherung wurde vor dem 31.12.2004 abgeschlossen, so dass eine einmalige Kapitalauszahlung bei einer 12 jährigen Laufzeit steuerfrei ist und laufende Beiträge in der Einkommenssteuererklärung geltend gemacht werden kann, § 20 (1) Nr. 6 EStG.

Die monatlichen Auszahlungen aus privaten Rentenversicherungen (Leibrente) werden grundsätzlich besteuert. Der steuerpflichtige Anteil ist in Staffeln eingeteilt, die sich nach dem Alter bei Rentenbeginn richten. Je früher in den Ruhestand gegangen wird, umso höher die Besteuerung des Auszahlunsgbetrages.

Wer mit 65 Jahren die Rente bekommt, muß 18% der Rentenzahlung versteuern, mit 60 Jahren sind es 22 %. D.h. sind Sie bei der ersten Rentenzahlung aus der Kapital-Lebensversicherung 60 Jahre alt, so müssen Sie 22% von dem monatlichen Einnahmen versteuern.

2. Die Ansprüche gegen die Lebensversicherungsgesellschaft sind durch die Änderung des Versicherungsaufsichtsgesetzes vom 15. Dezember 2004 gesetzlich durch die Errichtung eines Sicherungsfonds für die Lebensversicherer geschützt. Der Sicherungsfonds dient dem Schutz Ihrer Ansprüche sollte die Versicherungsgesellschaft zahlungsfähig werden.

Die Protektor Lebensversicherungs-AG ist vom Bundesministerium der Finanzen durch Rechtsverordnung mit den Aufgaben und Befugnissen des Sicherungsfonds für die Lebensversicherer betraut worden.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick verschaffen und stehe bei Nachfragen weiter zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 08.10.2010 | 23:25

Vielen Dank für die schnelle Beantwortung meiner Fragen. Sie haben mir damit sehr geholfen.
Ich habe noch eine Nachfrage: Könnte es sogar sein, dass sich durch die anteilige Versteuerung der Leibrente mein gesamter persönlicher Steuersatz erhöht (durch Progression), da die erwartete Leibrente relativ hoch ist und die Auszahlung vor dem 65. Lebensjahr beginnt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.10.2010 | 13:08

Sehr geehrte Ratsuchende,

der Steuersatz ist hier festgeschrieben. Allenfalls kann sich die Höhe der monatlichen Auszahlung auf die Progression der sonstigen, weiteren Einkünfte auswirken. Hierzu empfehle ich aber noch mal einen Steuerberater hinzuziehen, der dann auf Grundlage der konkreten Einkommenssituation Ihnen die Steuerbelastung bei einer moantlichen Auszahlung der Kapitallebensversicherung berechnet.

Mit besten Grüßen

Bewertung des Fragestellers 11.10.2010 | 07:45

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