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Kapitalertragsteuerabzug eines mindj.


24.01.2006 08:42 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
einer unserer Eltern (Opa) hat für den Enkel 1991 ein Sparbuch angelegt. Der Opa hatte zwar mal was gesagt aber nicht wo, wieviel usw. Man/wir hat/haben auch nie gefragt.
Wir bekamen die Kto Auszüge.
Mittlerweile ist Opa weit über Achtzig. Bei der zufälligen Sichtung aller wichtigen Unterlagen eines Steuerberaters, vor kurzen (Ende 2004) sagte man uns, dass wir(als Erziehungberechtigte)jährliche eine Erklärung für das kind hätten abgeben müssen.
nun f.2004 haben wir das getan.
Ende 2005 haben wir noch einen Freiastellungsauftrag gestellt, für das mittlerweile 15jähr.Kind.

Haben wir eine Möglichkeit hier die zu Unrecht abgeführten Zwangsgelder zurückzuholen.
Hätte es der Bank nicht auffallen müssen (Bei guter Beratungsqualität sicherlich ja).

Können wir rückwirkend beim FA im Namen des Kindes den Anspruch auf den falschen Abzug geltend machen?
Es geht um ca, 700,-€ für diese Zeit, im Namen und für das Kind
Guten Morgen,

ich kann Ihnen leider nicht allzu viel Hoffnung für eine Rückerstattung der zuviel gezahlten Beträge machen.

Ich gehe anhand Ihrer Schilderung davon aus, daß von Seiten der Bank entsprechend der gesetzlichen Verpflichtung bis zum Vorliegen eines Freistellungsauftrages Kapitalertragssteuer an das Finanzamt abgeführt worden ist. Es handelt sich hierbei allein um einen Steuerabschlag, der je nach den persönlichen Verhältnissen zu hoch oder zu niedrig ausfällt. Sofern Ihr Kind, wovon ich ausgehe, keine anderen Einkünfte hatte, werden naturgemäß zu hohe Steuern abgeführt.

Das Gesetz sieht für die Erstattung dieser zu viel gezahlten Steuern allerdings in § 44 b III EStG eine enge Frist vor. Ein Antrag auf Erstattung ist danach nur bis zum 31. Dezember des auf den Steueranfall folgenden Kalenderjahres möglich. Heißt: für die etwa 2003 angefallenden Steuern wäre ein Erstattungsantrag nur bis zum 31.12.2004 möglich gewesen.

Insoweit sehe ich keine Grundlage für eine Erstattung. Eine Ausnahme wäre nur dann gegeben, wenn die Bank die Erklärungen der Kapitalsteuer nicht richtig abgegeben hätte, da dann die Festsetzungsfrist möglicherweise noch nicht abgelaufen ist. Dies können Sie am ehesten klären, indem Sie mit dem zuständigen Sachbearbeiter beim Finanzamt direkt Kontakt aufnehmen.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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