Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kapitalertragssteuer nicht abgeführt

23.01.2014 08:34 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Zusammenfassung: Steuerhinterziehung bei nicht deklarierten Kapitalerträgen

Guten Tag,

ich habe seit gut 10 Jahren Geld bei einem mittelständischen Unternehmer angelegt. Er ist also Darlehensnehmer und fungiert somit für mich sozusagen als Kreditinstitut!? Ich habe dort keinen Freistellungsauftrag erteilt. Nun fand ich folgende Auskunft bei Wikipedia: "Wird kein Freistellungsauftrag erteilt oder sind die Kapitalerträge höher als der Sparer-Pauschbetrag, führt das Kreditinstitut vom übersteigenden Betrag 25 Prozent Kapitalertragsteuer (plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer) an das Finanzamt ab."

In den letzten 10 Jahren betrugen meine Kapitalerträge dort ca. 10.000 EUR für die keine Steuern gezahlt wurden. Ist dies ein Versäumnis meinerseits oder des Darlehensnehmers? Kann ich rückwirkend einen Freistellungsauftrag erteilen? Wieviel werde ich nachzahlen müssen? Habe ich mit einer Strafe zu rechnen? Wie sollte ich weiter verfahren?

Vielen Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Nur weil Sie dem Unternehmen Kapital zur Verfügung gestellt haben, ist es nicht gleich ein Kreditinstitut oder Finanzdienstleistungsunternehmen. Vgl. Sie bitte die Definition eines Kreditinstitutes. Dies ist ein Unternehmen, das Bankgeschäfte gewerbsmäßig oder in einem Umfang betreibt, der einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert. In Deutschland ist dies in § 1 Kreditwesengesetz (KWG) vom Gesetzgeber definiert. Hierfüt bedarf es einer besonderen Genehmigung. Ich gehe davon aus, dass Sie einem "normalen" Handelsunternehmen Kapital zur Verfügung gestellt haben.
Nach § 44 Abs. 1 S. 1 sind Sie als Gläubiger Schuldner der Kapitalertragsteuer. Hier liegen wohl Einkünfte nach § 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG vor.
Da Sie dem Unternehmen kein Freistellungsauftrag erteilen können, da es kein Kreditinstitut ist, obliegt es Ihnen die zugeflossenen Kapitalerträge in Ihrer Steuererklärung zu deklarieren und die etwaige Steuer abzuführen. Dies haben Sie nicht getan; es liegt eine Steuerhinterziehung vor.
Hier empfiehlt es sich schnellstmöglich, die Möglichkeit einer etwaigen Selbstanzeige zu prüfen, so dass Sie sodann strafrei ausgehen, jedoch die etwaige Steuer und Zinsen nachzahlen müssten.
Hierfür stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Am besten per E-Mail bei Erstkontakt.
info@kanzlei-hermes.com

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Patrick Hermes, Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 24.01.2014 | 15:39

Wenn Fragen offen sind, stellen Sie diese bitte. Die Nachfrage ist im Übrigen kostenlos.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 69523 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ich war sehr zufrieden mit der ausführlichen Antwort ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr geehrter Herr Lembcke, vielen Dank für Ihre Antwort. Mit freundlichen Grüßen ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle und unkomplizierte Hilfe ...
FRAGESTELLER
Jetzt Frage stellen