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Kapitalertragssteuer-Berechnung bei Wohnsitzwechsel von CH nach D am 1.6.2016

27.05.2020 12:48 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

Habe zuletzt als Deutscher Rentner nach 50 Jahren Aufenthalt in der Schweiz meinen Wohnsitz am 1.6.2016 nach D-88045 Friedrichshafen verlegt.

Meine sogenannte 2. Säule (betriebliche Altersrente) in CH hatte ich bei meiner Verrentung auszahlen lassen und nach und nach in einer Schweizer online Bank in Wertschriften, vorwiegend Aktien, zusammen mit anderen Ersparnissen angelegt, selbst bewirtschaftet und nach der Auswanderung dort belassen. Es handelte sich am Übertrittsdatum 1.6.2016 (angelegt in EUR, CHF und USD) um Wertschriften von 410‘394.00 EUR und 2‘941.00 EUR in Cash.

Seither habe ich das Portfolio weitergeführt und dabei auch durch mehrere Käufe und Verkäufe mehrheitlich Gewinne erzielt. Für die Steuerangelegenheiten habe ich eine deutsche Steuerberatungskanzlei beauftragt.

Bei meinen bisherigen Steuer-Erklärungen- und Rechnungen hat sich gezeigt, dass nun bei der Kapital-Ertragsteuer dieses ganze eingebrachte Vermögen der deutschen Kapitalertragssteuer mit-unterworfen ist. Dies würde bedeuten, dass bei Auflösung der Wertschriften auch für das eingebrachte Kapital von 410‘394.00 mit den 25 % Kapital-Ertragssteuer und des Solidaritätszuschlags zu entrichten wäre.

Nun wünsche ich mir von Ihnen eine zuverlässige Zweitmeinung über:

1) Muss für die beim Wohnsitzwechsel eingebrachte Summe Wertschriften von 410‘394.00 EUR bei deren schrittweisen oder vollen Auflösung voll Kapitalertragsteuer und Soli bezahlt werden.

2) Wäre es richtig gewesen die Wertschriften noch in der Schweiz wohnend zu verkaufen und das Geld neu in Deutschland anzulegen um dabei für diesen Betrag die Kapitalertragssteuer und den Soli zu vermeiden?

3) Gibt es eine Möglichkeit nur die nach dem Wohnsitzwechsel entstandenen Gewinne und Verluste zu versteuern indem die Wertschriftenkurse am Stichtag berücksichtigt werden. Im positiven Fall wie/wo kann man sich nachträglich die Kurse am Schnittpunkt 1.6.2016 einholen und würde dies die Steuerbehörde zulassen?

Bedanke mich im Voraus für Ihre Antworten
Mit freundlichen Grüßen
Eugen Birk

27.05.2020 | 14:59

Antwort

von


(211)
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63505 Langenselbold
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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne möchte ich Ihre Frage auf der Grundlage Ihrer Angaben im Rahmen dieser Erstberatung beantworten.
Selbstverständlich stehe ich Ihnen auch im Nachgang für Rückfragen zur Verfügung. Dies auch gerne, über die Rückfragefunktion
hinaus, per E-Mail. Gerne biete ich Ihnen auch ein Telefongespräch an.

Grundsätzlich gilt folgendes:

Kapitalerträge sind zum Veräußerungszeitpunkt zu versteuern, wobei der Abgeltungssteuer nicht der gesamte Betrag, sondern lediglich die Differenz zwischen dem Veräußerungserlös und den Anschaffungskosten unterliegt. Gewinn bei nach dem 31.12.2008 angeschafften Kapitalbeteiligungen ist der Unterschied zwischen den Einnahmen aus der Veräußerung nach Abzug der Aufwendungen, die im unmittelbaren sachlichen Zusammenhang mit dem Veräußerungsgeschäft stehen, und den Anschaffungskosten (§ 20 Abs. 4 Satz 1 EStG ).Wenn Sie also Wertpapiere in Höhe von rd. 410.00 EUR in der Schweiz erworben haben, unterliegt nicht dieser Betrag der Einkommensteuer oder Abgeltungssteuer, sondern lediglich der Gewinn, wenn Sie die Wertpapiere beispielsweise für 510.000 EUR (= Gewinn 100 T€).

Insofern wäre es nur dann ratsam gewesen die Wertpapiere in der Schweiz zu verkaufen, wenn zum Zeitpunkt des Umzugs hohe nicht realisierte Gewinne bestanden. Im übrigen wäre zu prüfen, ob das eidgenössische Steuerrecht eine Besteuerung dieser stillen Reserven bei Wegzug vorsieht. Hierzu kann ich Ihnen allerdings keine Beratung anbieten.

Sehr gerne schaue ich mir aber Ihre Unterlagen an, um hier eine präzisere Auskunft erteilen zu können.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.





Herzliche Grüße



Michael B. Krämer
Rechtsanwalt

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Michael Krämer
Klosterstraße 19
97236 Randersacker

Mobil: 0170 - 2047283


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