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Kann mir der Arbeitgeber während eines Krankenhausaufhaltes einfach kündigen und wie soll ich vom Kr


| 17.09.2006 14:43 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Hallo, ich wurde am 1.8.06 bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt und bekam am 11.08.06 einen Hautausschlag .
Ich bin am 11.08.06 früher nach Hause gegangen und gleich zum Arzt der mich für die ganze Woche krankschrieb und mir am 14.09 eine überweisun zum Hautarzt ausstellte da sich mein Zustand drastisch verschlimmerte. Am gleichen Tag suchte ich einen Hautarzt auf der mich sofort ins Krankenhaus schickte, wo ich sofort stationär eingewiesen wurde.Über alles habe ich den Arbeitgeber täglich informiert telefonisch und per e-mail.
Heute am 17.09 besuchte mich meine Freundin und brachte mir die Kündigung die im laufe der Woche im Briefkasten landete.Die Kündigung ist ohne Angabe von Gründen zum 20.09.2006.
Kann mir der Arbeitgeber während eines Krankenhausaufhaltes einfach kündigen und wie soll ich vom Krankenhaus aus mit Arbeitsamt oder Arbeitsgericht Kontakt aufnehmen

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Sehr geehrter Ratsuchender,
ich möchte mich für Ihre Anfrage bedanken und diese auf Grund Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Da Ihr Arbeitgeber einen Termin genannt hat, zu dem das Arbeitsverhältnis beendet werden soll, gehe ich davon aus, dass er Ihnen eine ordentliche Kündigung ausgesprochen hat.

Eine ordentliche Kündigung braucht nicht begründet zu werden.

Eine ordentliche Kündigung ist immer dann zulässig, wenn kein Kündigungsschutz besteht.
Das Kündigungsschutzgesetz bietet dabei den größten Schutz. So wäre eine Kündigung wegen Krankheit nur unter engen Voraussetzungen möglich.
Dieses Gesetz kann Ihnen aber leider nicht zu Gute kommen, da Ihr Arbeitsverhältnis im Zeitpunkt des Zugangs der Kündigung noch keine 6 Monate bestanden.
Deshalb kann Ihr Arbeitgeber Ihnen trotz oder auch auf Grund Ihrer Krankheit kündigen.

Die Kündigung kann auch während der Krankheit erfolgen. Einer vorherigen Abmahnung bedarf es nicht, da eine Krankheit nicht verhaltensbedingt ist. D.h. Sie könnten an der Krankheit trotz Abmahnung nichts ändern.

Daneben kann sich ein Kündigungsschutz z.B. wegen Schwebehinderung ergeben. Ich gehe bei der Beantwortung aber davon aus, dass solche Gründe hier nicht eingreifen.

Ob die Kündigungsfrist eingehalten wurde, kann ich Ihnen leider nicht verbindlich sagen, denn dies bedarf genauerer Kenntnis Ihres Arbeitsvertrages.

Allgemein lässt sich aber folgendes sagen:

Die Kündigungsfrist bei Arbeitsverhältnissen, die noch keine zwei Jahre bestanden haben, beträgt 4 Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats. Dies wäre hier nicht eingehalten.

Haben Sie eine Probezeit vereinbart, so kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von 2 Wochen zu jedem Termin gekündigt werden.
Hier kommt es darauf an, wann Ihnen die Kündigung zugegangen ist. Ob Sie anwesend waren oder im Krankenhaus, spielt für die Fristberechnung keine Rolle.
Eine Kündigung, die hier das Arbeitsverhältnis zum 20. September beenden soll, müsste bei einer 2-wöchigen Kündigungsfrist spätestens am 06.09.06 zugegangen sein.

Es kann aber auch sein, dass in Ihrem Arbeitsvertrag die Kündigungsfrist verkürzt wurde oder z.B. durch Tarifvertrag die Kündigungsfrist während der Probezeit wesentlich abgekürzt wurde.

Ich hoffe Ihnen im Rahmen dieser Erstberatung einen Überblick verschafft zu haben.

Ergänzend möchte ich auf folgendes hinweisen. Meine Auskunft umfasst wesentliche Gesichtspunkte die im geschilderten Fall allgemein zu beachten sind. Daneben können weitere Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem ganz anderen Ergebnis führen können. Deshalb sind verbindliche Empfehlungen darüber, ob und wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.

Ich wünsche Ihnen gute Besserung und alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Sylvia Vetter
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 17.09.2006 | 17:28

Muss eine Kündigung nicht per einschreiben geschickt werden ?Bei mir ist nur eine 0,55 marke drauf.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.09.2006 | 20:01

Sehr geehrter Ratsuchender,

es gibt keine Regelung, daß eine Kündigung mit Einschreiben geschickt werden muß.
Ein Einschreiben dient dem Arbeitgeber als Beweis.
Denn er trägt die Beweislast dafür, daß Ihnen die Kündigung zu gegangen ist und auch rechtzeitig, um die Kündigungsfrist zu wahren.

Bei einem normalen Brief hat er keinerlei Nachweis dafür.

Mit freundlichen Grüßen
Vetter

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