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Kann mir der Arbeitgeber nach Kündigung den Resturlaub verweigern?

20.09.2010 11:15 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Mein Arbeitsverhältnis besteht seit dem 01.04.2008 bei meinem jetztgen Arbeitgeber.
Ich habe das Arbeitsverhältnis fristgerecht zum 15.10.2010 gekündigt.
Mein Urlaubsanspruch laut Arbeitsvertrag beträgt 30 Tage. Ich habe eine 5-Tage-Woche und bin Vollzeit beschäftigt.Bisher habe ich 20 Tage Urlaub genommen.

Steht mir jetzt der gesamte Jahresurlaub von 30 Tagen zu?
Kann mir der Arbeitgeber den Resturlaub verweigern aufgrund der Tatsache, das es noch keinen Nachfolger für mich gibt? Was ist eintrifftiger Grund, damit er mir den Urlaub nicht gewähren muss?

Vielen Dank.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Wenn ein Arbeitnehmer in der 2. Jahreshälfte aus seinem Arbeitsverhältnis ausscheidet, steht ihm der volle Jahresurlaubsanspruch zu. Dies kann man zwar so nicht aus dem Gesetz herauslesen, ergibt sich aber aus dem Umkehrschluss zu § 5 I 1c) BUrlG. Ihnen steht daher der restliche Urlaub aus diesem Jahr noch zu.

Ihr Arbeitgeber muss Ihre Urlaubswünsche berücksichtigen. Ausnahmen gelten nur, wenn dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang verdienen, entgegenstehen, § 7 I BUrlG. Die Begründung, es fehle noch ein Nachfolger, ist für sich allein kein Grund, den Urlaub zu verweigern. Allerdings kann Unterbesetzung einen solchen Grund darstellen, weil zum Beispiel mehrere Mitarbeiter zum gleichen Zeitpunkt gekündigt haben oder im Urlaub sind. Auch die Begründung, ein Nachfolger müsse von Ihnen eingearbeitet werden, dürfte einen solchen betrieblichen Belang darstellen. Grundsätzlich muss Ihr Arbeitgeber hier die Umstände des Einzelfalls bewerten und sorgfältig abwägen. Eine pauschale Aussage ist deshalb nicht möglich.

Im Übrigen ist der Urlaub, der wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr gewährt werden konnte, abzugelten, § 7 IV BUrlG.

Ich hoffe, dass ich Ihnen zunächst weiterhelfen konnte.

Mit freundlichen Grüßen,

Marion Deinzer
Rechtsanwältin

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