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Kann mich der Arbeitgeber zu längeren Arbeitszeiten zwingen?

| 21.04.2008 17:57 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Hallo,
ich war bis zum 10.4.2008 in Elternzeit. Zuvor hatte ich einen knapp 80%-Vertrag (öffentl. Dienst). Ich wollte davon 30% auf 3 Jahr befristet abgeben und habe auch fristgemäß den Antrag gestellt unter der Angabe dass ich von 8-12 Uhr arbeiten möchte, wenn mein Sohn im Kindergarten ist. 2 Wochen vor Arbeitsbeginn teilten sie mir dann mit, dass ich die 30% nicht befristet abgeben könne. Entweder ich arbeite 80% oder mit 50% aber dann sind die 30% weg. Ich habe dann am 11.4.2008 mit 50% vormittags angefangen.
Zwischenzeitlich wollten sie mehrfach von mir verlangen, dass ich ganze Tage arbeite. Da aber der Kindergarten nur bis 16.15 Uhr aufhat, konnte ich ihnen leider nicht mehr anbieten.
Mittlerweile wollen sie, dass ich Montags Nachmittags arbeite. Aber auch das kann ich nicht, es sei denn, ich würde eine fremde Person dafür bezahlen. Und das will ich nicht.
Nun zu meiner Frage: Kann der AG mich dazu zwingen, einen fremden Babysitter zu engagieren um Nachmittags arbeiten zu können?
(PS: Die Sekretärin der Geschäftsführung hat mich auf dem Kieker und versucht mir das Leben schwer zu machen, warum auch immer...! Ich weiß, dass diese Aktionen von ihr ausgehen, kann mich aber kaum zur Wehr setzen.)
Wir haben morgen vormittag schon eine Sitzung, in der dies besprochen werden soll. Können Sie mir sagen, wie ich mich verhalten soll? Vielen Dank im voraus!

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage unter Beachtung Ihrer Angaben. Jede Änderung des Sachverhalts kann zu einer geänderten rechtlichen Einschätzung führen.
Da in Ihrem Fall die Elternzeit schon beendet war, beurteilt sich die Rechtslage nach § 8 TzBfG. Sie müssen drei Monate vor Beginn der Teilzeit diese beantragen und dabei angeben, inwieweit eine Reduzierung gewünscht wird. Ich gehe davon aus, dass Sie einen wirksamen Antrag gestellt haben. Der Arbeitgeber hat der Verringerung der Arbeitszeit zuzustimmen und auch der Verteilung der Arbeitszeit, soweit betriebliche Gründe nicht entgegenstehen. Eine persönliche Abneigung ist sicher kein betrieblicher Grund. Dieser Grund muß hinreichend gewichtig sein.

Ich kann von hier nicht abschließend beurteilen, ob ein solcher Grund vorliegt, würde aber davon ausgehen, dass dies eher nicht der Fall ist.

Sie müssen der Forderung des AG aber auch aus einem anderen Grund nicht nachgeben. § 8 V S. 2 TzBfG bestimmt, dass der AG die Arbeitszeitverringerung einen Monat vor Beginn schriftlich ablehnen muß, ansonsten gilt die Verringerung wie vom AN beantragt. Wenn Ihnen zwei Wochen vor Arbeitszeitbeginn erst die Ablehnung erklärt wurde (schriftlich?), dann ist dies verspätet.
Das gleiche gilt nach § 8 V S.3 für die Lage der Arbeitszeit.

Es gilt also die Reduzierung auf 50 % mit der Zeit von 9-12 Uhr, wie von Ihnen beantragt.

Ihr Betrieb muß aber mehr als 15 AN beschäftigen, damit Sie Teilzeit bzw. Verringerung der Arbeitszeit verlagen können.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht und Familienrecht


Nachfrage vom Fragesteller 21.04.2008 | 19:27

Hallo nochmal,
die Personalabteilung teilte mir 4 Wochen vor Arbeitsbeginn schriftl. mit, dass ich am 11.4.08 mit 50% anfangen kann. Die Arbeitszeiten müsse ich aber mit der Geschäftsführung meines Bereiches abklären. Jetzt arbeite ich schon über 1 Woche zu den Zeiten wie von mir gewünscht.
Gilt das jetzt vom AG als angenommen? (Er hatte meine Arbeitszeitwünsche nie schriftlich abgelehnt).

MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.04.2008 | 22:44

Sehr geehrte Fragestellerin,

Sie haben mit Ihrer Nachfrage recht. Auch die Lage der Arbeitszeit muß einen Monat vor Beginn der Reduzierung schriftlich abgelehnt werden, ansonsten gilt der Antrag als angenommen. Es gelten Ihre beantragten Zeiten.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

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