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Kann meine Exfrau verpflichtet werden, Vollzeit einer Berufstätigkeit nachzugehen, um sich auch ante

| 26.05.2008 20:17 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille


Bin geschiedener Vater von 2 Söhnen (18 und 20 Jahre) Beide gehen noch zur Schule und leben bei der Mutter.
Bezahle bisher alleine Barunterhalt mit halber Kindergeldanrechnung.
Mein bereinigtes Nettoeinkommen ist ca 1750 Euro.Unterhalt bezahle ich pro Kind 322 Euro (nach einer älteren Berechnung)

Ist das korrekt oder kann ich das volle Kindergeld in Höhe
von 154 Euro pro Kind anrechnen? -beide 18 und älter-
Es besteht kein Titel.

Die Mutter arbeitet seit ca. 4 Jahren halbtags.(netto ca. 900 Euro)

Kann meine Exfrau verpflichtet werden, Vollzeit einer Berufstätigkeit nachzugehen um sich auch anteilmäßig am Barunterhalt beteiligen zu müssen?

Kann ich das evtl.Vollzeiteinkommen zur Kindesunterhaltsberechnung heranziehen, falls Sie nicht
Vollzeit arbeiten will?

Danke

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Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich weise darauf hin, dass dies nur einer ersten Orientierung über die bestehende Rechtslage dient. Bitte beachten Sie auch die Hinweise am Ende der Ausführung. Zu Ihren Fragen:

Der Unterhaltsanspruch für die volljährigen Kinder bemißt sich anteilig nach dem Unterhalt der Eltern. Dazu wird der Bedarf nach den EInkommensverhältnissen BEIDER Elternteile zugrundegelegt. Je höher also das Einkommen der Eltern, umso höher der Bedarf der Kinder. Dies wird u.a. auch relevant bei Ihrem Wunsch, daß die Ehefrau Vollzeit arbeitet.

Wenn ich Ihre Einkommensverhältnisse zugrundelege, müssen Sie persönlich derzeit nur 275 € je Kind zahlen. Das Kindergeld habe ich hier schon berücksichtigt.

Richtig ist aber auch, daß gem. §1603 Abs. 2 BGB eine sog. verschärfte Obliegenheit zum Unterhalt von volljährigen Kindern, die noch zur Schule gehen besteht.

Wenn Sie Ihre Frau jetzt verpflichten wollen beispielsweise mehr zu verdienen, dann muß ich Sie leider enttäuschen: Sie können dies nicht, sondern nur die Kinder. Wenn man aber unterstellt, Ihre Frau würde z.B. 1.500 EUR verdienen, so würde sich auch der Bedarf der Kinder erhöhen, da - wie gesagt- der Unterhaltsbedarf der Kinder sich gemäß der beiden Einkommen der Elternteile berechnet. Im Ergebnis hätten Sie nicht viel gewonnen, sondern müßten sogar noch mehr Unterhalt an die Kinder zahlen.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht

Breite Str. 147 - 151
50667 Köln
Tel.: 0221/ 272 4745
Fax: 0221/ 272 4747
www.anwalt-wille.de <http://www.anwalt-wille.de>;
anwalt@anwalt-wille.de <mailto:anwalt@anwalt-wille.de>

Hinweis
Die vorstehende Beantwortung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Die von mir gegebene Antwort ist eine überblicksartige Beantwortung. Außerdem ist die Beantwortung der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars und kann - insbesondere in den Fällen, in denen die notwendigen Unterlagen (z.B. Verträge, Versicherungsbedingungen, Gerichtsurteile, Schreiben von Dritten) nicht vorlagen - eine Beratung durch einen Rechtsanwalt nicht ersetzen.

Nachfrage vom Fragesteller 27.05.2008 | 08:06

Danke.
Einige Unklarheiten sind beseitigt.

bezüglich der verschärften Obliegenheit zum Untehalt von volljährigen Kindern noch eine allgemeine Frage.
Kann es dazu führen,dass ich mehr als die von Ihnen
angegebenen 275 Euro pro Kind bezahlen muss?

danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.05.2008 | 15:12

Ja, dies kann u.U. passieren. Wie ich bereits ausführte, wird der Bedarf bei volljährigen Kindern anhand BEIDER EINKOMMEN berechnet und dann aus der Düsseldorfer Tabelle der Unterhalt errechnet. Wenn jetzt das Einkommen Ihre Frau steigt, kann (!) es sein, daß auch der Bedarf der Kinder steigt und sie aufgrund der proezentualen Verteilung mehr an die Kinder zahlen müssen.

Da wir nicht wissen, welche Tätigkeit Ihre Frau übt, können wir auch nicht abschätzen, ob und wieviel Ihre Frau verdienen könnte. Erst dann kann der Unterhaltsbetrag errechnet werden.

Mein Vorschlag: Sie stellen hier in dem Portal nochmals eine neue Anfrage und bitten ausdrücklich (!!) darum, daß RA Klaus Wille die Frage beantwortet. Ich kenne ja bereits ihren Fall und Sie erhalten spezifisch eine Antwort. Wichtig ist nur, daß Sie ausdrücklich darum bitten, daß RA Klaus Wille die Frage beantwortet, weil sonst ein anderer Kollege die Frage beantworten könnte.

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