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Kann mein Sohn die zurückgehaltene Unterhaltszahlung nachträglich einfordern?


11.12.2011 22:04 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Oliver Wöhler



Sehr geehrte Damen und Herren,

mein nichtehelicher Sohn ist 19 jährig. Seit seinem 7. Lebensjahr zahle ich für ihn Unterhalt und hatte noch nie Kontakt zu ihm (sein Wunsch und der seiner Mutter). Mit seiner Volljährigkeit ist die Beistandschaft durch das Jugendamt erloschen und ich überweise den Unterhalt, wie gewünscht, auf das Konto der Mutter. Ein Titel besteht vermutlich weiterhin. Das Jugendamt hatte noch den Unterhalt aus meinen Angaben und Nachweisen und denen der Kindesmutter berechnet, den ich nun ab Volljährigkeit zu zahlen habe. Ich habe vor einem Jahr (Volljährigkeit) erneut Kontakt zu meinem Sohn per Brief aufgenommen, um seinen weiteren Werdegang und Perspektiven zu erfahren. Allerdings erfuhr ich nur über die Kindesmutter, dass er weiterhin keinen Kontakt wünscht. Bzgl. seiner Bedürftigkeit habe ich keine Nachweise. Auch über seine momentane Ausbildungs- oder Berufssituation habe ich keine Angaben. Daraufhin habe ich seit Februar 2011 keine Unterhaltszahlung mehr geleistet, um meinen Sohn zur Auskunft zu zwingen. Allerdings hat er sich bis heute nicht gemeldet und auch nicht den Unterhalt nachgefragt.

Meine Fragen:

1) Kann mein Sohn die zurückgehaltene Unterhaltszahlung nachträglich einfordern?

2) Falls ja, was kann ich tun, um die gewünschten Informationen einzufordern oder ggf. eine nachträgliche Unterhaltszahlung zu verhindern. Denn ich möchte verhindern, dass durch eine Unterhaltsnachzahlung mein Sohn zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt: keine Informationen gegeben und trotzdem Geld erhalten.

Mit freundlichen Grüssen

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

1)Wenn ein Unterhaltstitel aus der Zeit der Minderjährigkeit existiert, gilt dieser grundsätzlich auch bei Volljährigkeit weiter. Eine Herabsetzung des Unterhalts und des Titels kann der Unterhaltspflichtige von dem Zeitpunkt an verlangen, in dem er die fehlenden Voraussetzungen eingewandt hat. Dies könnte bei Ihnen durch den Brief der Fall sein, in dem Sie sich nach der Ausbildungssituation erkundigt haben. Es reicht nicht aus, einfach die Zahlungen einzustellen. Aufgrund des Titels könnte Ihr Sohn einfach den Unterhalt nachfordern.

2. Sie sollten nochmals schriftlich Ihren Sohn auffordern mitzuteilen, ob er noch unterhaltsberechtigt ist, also mitzuteilen ob er sich in Schul- oder Berufsausbildung bzw. Studium befindet.
Versenden Sie das Schreiben per Einschreiben Rückschein, oder per Fax oder mail.
Fordern Sie ihn auf den Unterhaltstitel herauszugeben.
Sollte es keine Lösung geben, müssten Sie Abänderungsantrag zum Gericht erheben.
Ab dem Moment, in dem Sie Auskunft und Herabsetzung des Unterhalts fordern, können Sie auch rückwirkend später die Abänderung gerichtlich geltend machen. Generell kann man Unterhaltstitel nicht rückwirkend ändern, der Pflichtige muss Herabsettzung (auch auf 0) fordern, dann kann er später auch ab diesem Zeitpunkt Abänderung verlangen.




Bitte bedenken Sie, dass jede Ergänzung des Sachverhalts zu einer veränderten Beurteilung führen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeits- und Familienrecht

Paulistr. 10
31061 Alfeld
Tel.05181/5013
Fax 24163
mail:anwaltwoehler@googlemail.com

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