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Kann man mich aus dem Grundbuch auch wieder austragen ?


| 16.05.2006 17:17 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Ich habe mich seinerzeit als ich 18 wurde mit meiner Großmutter verstritten, damals ging es um ein kleines Grundstück, dass meinem Vater gehörte, der dies damals zur Hälfte von dem Bruder seines Vaters kaufte.
Mein Vater ist nun schon einige Zeit tot, als ich 18 wurde, habe ich erfahren, dass ich zwar durch das Vormundschaftsgericht korrekterweise an die Stelle meines Vaters getreten bin, allerdings wusste ich zum ersten bis zu meinem 18 Lebensjahr nichts davon und zweitens hatte meine Großmutter die Mieten, die das Grundstück erwirtschaftete bis zu dem Zeitpunkt eingenommen, ohne diese mit mir zu teilen.
Aufgrundessen ist es zum Streit und zur gerichtlichen Verhandlung gekommen, die ich dann gewonnen habe.
Aus diesem Grund rede ich mit meiner Großmutter nicht mehr, sie meinte nur, dass sie mich enterben würde.
Die Häuser meines Vaters habe ich schon geerbt, sowie das oben genannte Grundstück und ein MFH, worauf sich nun meine Frage bezieht.:
Ich bin hier wie bei dem Grundstückk zur Hälfte Eigentumer der Immobilie zusammen mit meiner Tante, die Nutzniesung dazu hat meine Großmutter, zu meinem 18 Lebensjahr stand ich noch im Grundbuch drin, ich befürchte nun aber, dass meine Oma versucht, mich aus dem Grundbuch auszutragen, kann sie das machen oder geht dies nicht mehr, gibt es Verjährung etc.
Das HAus wurde vor mehr als 30 Jahre schon auf meinen Vater und meiner Tante überschrieben, wobei meine Oma die Nutzniesung hat, die Mieter zahlen jedenfalls auf ihr Konto, sie hat nun zudem noch einen Interessenvertreter.
Meine zwei Fragen nun.:
Wie verhalte ich mich beim Tod meiner Großmutter, wenn sie mir nicht sagt, was ich zu erben habe und ich das vielleicht noch nicht mal erfahre, wenn sie stirbt etc.
und zweitens, kann ich verhindern aus dem Grundbuch ausgetragen zu werden und geht so was überhaupt und wird man informiert, wenn so was mal passiert ?

Vielen Dank.

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Sachverhaltsberichts wie folgt beantworten möchte:

1.

Wenn Ihre Großmutter einmal stirbt, werden Sie als ja potentieller Erbe vom Nachlaßgericht informiert. Dies kann je nach den persönlichen und örtlichen Verhältnissen kürzer oder länger dauern – die Frist, die Erbschaft ablehnen zu können, beginnt aber erst, wenn Sie vom Erbgang Kenntnis (=zuverlässiges Erfahren der maßgeblichen Umstände, auf Grund derer ein Handeln erwartet werden kann) erhalten. Bei in Ihrem Fall allerdings weniger zu erwartender gewillkürter, also testamentarischer Erbschaft seitens der Grossmutter, läuft die Frist zudem erst mit der Verkündung der Verfügung (§ 1944 BGB).

2.

Eine Rechtsgrundlage, Sie, wie Sie befürchten, „aus dem Grundbuch zu entfernen“, sehe ich mit Ihrem Sachverhaltsbericht nicht. Denn ich verstehe Sie so, dass Sie „Erbeserbe“ Ihres verstorbenen Vaters sind. Dann ist auch die Großmutter hieran gebunden.

Auf Verjährung, Benachrichtigung oder ähnliche Fragen kommt es dann nicht an.


Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ansonsten hoffe ich, Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüssen,

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf

Nachfrage vom Fragesteller 16.05.2006 | 18:18

Wäre es denn gesetzlich möglich, dass beim Tod meines Vaters das Haus an meine Großmutter zurückfallen kann, hat meine Oma ein Optionsrecht ?
Zur Antwort auf Ausschlagerecht eines Begünstigten hätte ich gerne gewusst, ob ich vor Annahme des Erbes erfahren kann, ob ich Schulden oder Vermögen erbe, damit ich nicht "die Katze im Sack" erbe ?`
Vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.05.2006 | 18:40

Sehr geehrter Herr G.,

danke für Ihre Nachfragen.

1. Wenn Sie, was ich aus Ihrem Bericht schliesse, „Erbeserbe“ Ihres verstorbenen Vaters sind, hat die Großmutter keinerlei Eingriffsbefugnisse, also auch nicht das von Ihnen befürchtete Opionsrecht. Dies aber unter dem Vorbehalt Ihrer Mitteilungen.

2. Sie müssen nicht „ins Blaue hinein“ erben. Auch bei einem möglichen Erbfall ohne testamentarische Zuwendung (da wäre es ja kein großes Problem) müssen Sie die die Umstände kennen, auf Grund derer ein Handeln Ihrerseits erwartet werden kann. M.a.W.: Ihnen müssen die tatsächlichen und rechtlichen Umstände des Erbfalls in so zuverlässiger Weise bekannt geworden sein, dass vernünftigerweise erwartet werden kann, dass Sie in Überlegungen über Annahme oder Ausschlagung eintreten (BayOLG, FamRZ 94, 264). Ist dies nicht sicher der Fall, beginnt die 6-Wochen-Frist nicht zu laufen.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüssen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -
ra.schimpf@gmx.de

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"Hat mir schon geholfen, wobei ich aber nicht ganz verstehe, was hier mit Erbeserbe gemeint ist, natürlich habe ich von meinem Vater geerbt aber ob nun meine Oma nachträglich die Erbsache rückgängig machen kann, weiss ich leider immer noch nicht zu 100 %, gibt es da Ausnahmen ? "
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