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Kann ich zum Unterhalt für volljähriges Kind gezwungen werden?


26.02.2007 18:41 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Unehelicher Sohn, geboren am 05.06.1986 lebt bei seiner Mutter und hat bis Juni 2005 die Waldorfschule besucht und ohne Abschluss die Schule verlassen.
Unterhalt habe ich bis Dezember 2005 bezahlt und ihm dann mitgeteilt, das er für seinen Unterhalt selbst verantwortlich ist.

Januar 2007 hat er mir mitgeteilt die 12. Klasse der Waldorfschule zu besuchen, voraussichtlich bis Juni 2007.
Seiner Meinung nach bin ich wieder Unterhaltspflichtig.

Frage:kann ich zu einer Unterhaltszahlung gezwungen werden, wenn mein Sohn tatsächlich nach mehr als einem jahr wieder die Schule besucht obwohl der Erfolg dieses erneuten Schulbesuch mehr als zweifelhaft ist.


26.02.2007 | 19:10

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage. Ich hoffe, zu einer schnellen Klärung Ihres Falles beitragen zu können. Zur Lösung:


Generell haben Sie alt Unterhaltsverpflichteter die Erstausbildung zu bezahlen. Auch wenn Sie zu Recht für den Zeitraum des „Abhängens“ keinen Unterhalt gezahlt haben, müssen Sie bei ernsthafter Fortsetzung der allgemeinen Schulausbildung Unterhalt zahlen. Da kommen Sie nicht drum herum. Soweit natürlich nicht die allgemeine Schulausbildung ernsthaft betrieben wird, könnte der Unterhaltsanspruch entfallen. Hierfür sehe ich aber augenblicklich keine Anhaltspunkte.

Für Rückfragen stehe ich natürlich im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung. Ist eine weitere Vertretung gewünscht, kontaktieren Sie mich einfach über die untenstehende E-Mail!

Mit freundlichen Grüßen
RA Hellmann



Burgwedel 2007
hellmann@lehmannundkruse.de
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Die vorstehende, summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Beachten Sie bitte, dass aufgrund der Beschränkung durch das Medium Internet eine abschließende rechtliche Würdigung regelmäßig nicht möglich ist. Außerdem können geringfügige Abweichungen des Sachverhalts völlig abweichende rechtliche Ergebnisse bedingen. Bitte beachten Sie, dass die hier aufgezeigte Kurzberatung die umfassende Beratung durch den Anwalt Ihres Vertrauens nicht zu ersetzen vermag!


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 26.02.2007 | 20:43

Sehr geehrte Herr Hellmann,

vielen Dank für die schnelle Antwort.

Mein Sohn hat für der Zeit der ersten Schulausbildung Anspruch auf Unterhalt.Verlangt er Unterhalt ist er sogar verpfichtet sich ausbilden zu lassen.Tut er dies nicht, muss er für sich allein sorgen.
Die Unterhaltspflicht entfällt.

So weit alles klar.

Eine Unterhaltsverplichtung besteht doch nur für die Regelausbildungszeit.
Hat mein Sohn die Verlängerung von Schulzeit durch Plichtwiderigkeit verursacht, entfällt der Unterhaltsanspruch.

Nach meinen Erkentnissen lebt der Unterhaltsanspruch wieder auf, wenn er nach erfolgreichem Schulabschluss eine erste Lehre beginnt.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.02.2007 | 11:46

Danke für Ihre Nachfrage, die ich gerne beantworten will:

Generell haben Sie zutreffende Leitlinien erkannt. Es ist mir aber nicht klar, welcher Abschluss bislang auf der Waldorfschule erlangt wurde. Ich hatte angenommen, dass es an einem Abschluss fehlt.

Die Frage, ob nunmehr eine „weitere“ oder besser ausgedehntere Schulausbildung bezahlt werden kann, hängt wie immer im Familienrecht von den Einzelumständen ab. Generell schulden die Eltern Erstausbildung. Ob nun eine billigenswerte weitere Erstausbildung oder bereits eine Zweitausbildung (die auch nicht zielstrebig vorgenommen wird) vorliegt, ist eine Frage des Einzelfalls. Sie sprechen von einer Pflichtwidrigkeit des Kindes. Das wäre genau zu prüfen. Was genau hat das Kind in der Zwischenzeit getan? Hat es eine (nach Erwerb Hauptschul- und Realschulabschlusses) Ausbildung versucht und meint nun, mit immerhin 21 Jahren die Schule weiter besuchen zu müssen, dann würde ich einen Anspruch nur für die Schule wie Sie verneinen. Für die Ausbildung könnte aber ein Anspruch bleiben.

Da die Waldorfschule bzgl. der Abschlüsse Besonderheiten (ich meine das Abitur hat dort eine hohe Bedeutung im Gegensatz zu den vorherigen Abschnitten) aufweist, könnte ggf. aber ein billigenswerter weiterer Weg bestehen. Das wird schließlich davon abhängen, welche bisherigen Abschlüsse anerkannt vorliegen. Wenn das „Kind“ beispielsweise einen entsprechenden Abschluss hat, bislang eine eher selbständige Lebensstellung inne hatte, würde ich tatsächlich das Recht auf weitere Schulausbildung verneinen.

Ich hoffe, dass meine ausführlichen Nachträge nunmehr die Richtung verdeutlicht haben. Eine abschließende Antwort wird wohl nur durch ein persönliches Beratungsgespräch möglich sein.

Hochachtungsvoll

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