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Kann ich meinen 19 jährigen Sohn vor die Tür setzen

23.04.2015 22:40 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich bin verwitwet habe 2 Kinder die Zuhause leben. Einen Sohn mit 19 Jahren und eine 14jährige Tochter. Mein Sohn geht noch zur Schule und macht dieses Jahr Abitur und will danach Wirtschaftsingeneur studieren. Leider ist es so, dass mein Sohn sich nicht an meine Regeln hält sodass das Zusammenleben jeden Tag die Hölle ist. Ich möchte wissen, ob ich meinen Sohn vor die Türe setzen kann und inwieweit ich für ihn danach Unterhaltpflichtig wäre. Er bekommt Halbwaisenrente. Ich verdiene ca. 1800 Euro und wohne in einer Eigentumswhg. Ich habe einen Kredit den ich abbezahlen muss, so dass sich meine Fixkosten um 1400 Euro belaufen (ohne Lebensmittelkauf).
Seit kurzem wohnt mein Lebensgefährte bei mir, würde sein Gehalt in die Rechnung mit einfließen?

23.04.2015 | 23:22

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen nach erster summarischer Prüfung der Rechtslage wie folgt beantworten:

Als Mutter sind Sie Ihrem Sohn aus § 1601 BGB unterhaltspflichtig. Aus § 1603 Abs. 2 S. 2 BGB stehen volljährige unverheiratete Kinder bis zur Vollendung des 21. Lebensjahr minderjährigen Kindern gleich. Dies trifft laut Ihrem Sachvortrag auf Ihren Sohn zu.

Daher sind Sie Ihrem Sohn gegenüber verpflichtet, dessen Lebensbedarf des nach besten Kräften und unter Zurverfügungstellung der entsprechender wirtschaftlicher Mittel sicherzustellen.

Einem Kind ist eine eigene Erwerbstätigkeit nicht zumutbar, solange es sich einer Ausbildung unterzieht, die eine angemessene berufliche und wirtschaftliche Selbständigkeit zum Ziel hat. Während dieser Zeit sind die Eltern verpflichtet sowohl den Unterhalt des Kindes zu bestreiten als auch für die speziellen Ausbildungskosten aufzukommen. Sollte Ihr Sohn als wie geplant ein Studium aufnehmen, so dürfte dies von Ihrer Unterhaltspflicht gedeckt sein.

Grenzen findet die Unterhaltspflicht im § 1603 BGB . Dieser stellt auf die eigene Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen ab.

Hier ist das gesamte Einkommen des Unterhaltspflichtigen heranzuziehen. Schulden können aber abgezogen werden, sofern sie tatsächlich bedient werden.

Der Unterhalt orientiert an der so genannten Düsseldorfter Tabelle, ein angemessener Lebensunterhalt für ein volljähriges studierendes Kind, das nicht bei den Eltern lebt, liegt dort bei EUR 670,00. Ihr Eigenbehalt als Erwerbstätiger lieg bei EUR 1.080,00 bzw. EUR 1.300,00. Die Halbwaisenrente und das Kindergeld sind anzurechnen.

Unterhalt ist gem. § 1612 Abs. 1 BGB in Geld zu gewähren. Sie haben Ihrem Sohn bisher aber i.S.d. § 1612 Abs. 2 BGB Unterhalt gewährt.

Sollte Ihr Sohn ausziehen, so wäre der Unterhalt monatlich im Voraus in Geld zu leisten, § 1613 Abs. 3 BGB .

Einen genauen Unterhaltsanspruch kann ich Ihnen aufgrund der mangelnden Zahlenkenntnis nicht nennen, dieser ist aber z.B. unter www.unterhalt.net durch Sie einfach zu bestimmen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


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