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Kann ich meine eigene, leibliche volljährige Tochter adoptieren?

06.02.2015 11:59 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Philipp Wendel


Sehr geehrtes Anwaltsteam!

Kurze Vorinfo zum Fall.

Ich bin seit Jahren bereits geschieden, habe meinen Mädchennamen wieder angenommen, alleiniges Sorgerecht und habe drei Kinder aus erster Ehe. Dazu kamen noch zwei weitere Kinder mit dem neuen Lebenspartner. Diese tragen meinen Nachnamen.
Von den drei Kindern aus erster Ehe, ist die älteste bereits volljährig. Die beiden noch minderjährigen Kinder haben auf Antrag für Namensänderung meinen Mädchennamen als Nachnamen erhalten und heißen nun so, wie auch die jüngeren Geschwister.

Das Amt für Namensangelegenheiten meinte zu der Frage, ob die volljährige Tochter nun diesen Schritt auch nutzen könne, dass eine Namensänderung bei Volljährigen nicht möglich sei bzw. nicht durchkommen wird. Sie empfahlen eine Adoption durch eine Person, die den gleichen Namen trägt wie ich als Mutter, z.Bp. der Opa....

Nun meine Frage:
Könnte ich meine eigene, volljährige Tochter adoptieren, damit sie meinen Nachnamen bekommt? Denn sie leidet darunter, als einzige , einen anderen Nachnamen tragen zu müssen.
Falls eine Adoption möglich wäre, würde der leibliche Vater dazu sein Einverständnis geben müssen? Zu dem seit zig Jahren kein Kontakt besteht.



Ich danke im Voraus für Ihre Antwort.



Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn bereits rechtlich feststeht, dass Sie die Mutter Ihrer volljährigen Tochter sind, so können Sie diese nicht nochmals als Kind annehmen (= adoptieren).

Es verbleiben dann lediglich zwei Möglichkeiten:

Entweder Ihre Tochter stellt einen Antrag auf Namensänderung aus wichtigem Grund bei der zuständigen Behörde. Damit hierfür Erfolgsaussichten bestehen, muss ein wichtiger Grund vorliegen. Ob die Motive und das Leiden Ihrer Tochter als wichtiger Grund ausreichen, kann nicht ohne weiteres vorausgesagt werden, sondern müsste eingehender gemeinsam mit der Tochter geprüft werden.

Oder Ihre Tochter geht den von Ihnen beschriebenen Weg der Annahme als Kind durch einen anderen Verwandten. Auch hierbei existieren aber rechtliche Hürden, die kaum geringer sind als bei der Namensänderung aus wichtigem Grund. So ist regelmäßig ein bereits bestehendes Eltern-Kind-Verhältnis zum Annehmenden erforderlich, vgl. § 1767 I BGB . Zudem hat eine Adoption auch rechtliche Pflichten zur Folge, etwa Unterhaltspflichten.

Insofern wäre in Ihrem Fall eher zu empfehlen, zunächst die Namensänderung aus wichtigem Grund zu versuchen. Die Beratung und Vertretung durch einen Rechtsanwalt kann die Erfolgsaussichten dabei erhöhen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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