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Kann ich ihn dazu bringen, dass er meine Kosten für eine Scheidung übernimmt?

| 28.10.2008 13:56 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Mein Mann, ein gebürtiger Inder, mit dem ich am 14.11.2008, 28 Jahre verheiratet bin will die Scheidung mit der Begründung, alle Inder würden sich scheiden lassen und indische Frauen nach Deutschland holen. Wir haben zwei gemeinschaftliche Kinder von 27 Jahre und ein Adoptivsohn. Alle seine Verwandte, die mit meiner Hilfe nach Deutschland kamen, sind bis auf eine Ausnahme zum zweiten Mal verheiratet mit einer indischen Frau. Die Ehe ging bis zur Staatsbürgerschaft gut. Jetzt will er das nachmachen. Wir haben ein Haus gebaut, das hoch verschuldet ist. Durch Konkurs und Kontoplünderung mußten ca. 129,000,00 DM nachfinanziert werden. D.h. wir müssen noch ca. 10 Jahren abzahlen eine monatl. Rate von 1200,00 € Bei einem Verkauf des Hauses müßte weiterhin Schulden getilgt werden, da der Verkaufswert bei ca. 180000 €liegt und noch ein Hypothekenstand von ca. 98000,00 € liegt. Weiterhin haben wir noch einen Kleinkredit, der mit 370,00 € zu zahlen ist.
Das Einkommen meines Mannes beträgt durchschnittl. 2100,00€ und ich habe ein Einkommen von ca. 1500,00 €. Als er dieses Getöns noch nicht im Kopf hatte, nahm er mit mir zusammen eine Pflegschaft an, die wir uns Teilen und ein Pflegegeld von Ca. 420,00€ erhalten. Bei einer Trennung müßte ich meine Mutter in ein Pflegeheim geben, da würden ihre Rente nicht ausreichen und ich kann nicht zahlen oder die Pflegschaft beibehalten. All das habe ich ihm vorgerechnet. Trotzdem hat er einer Inderin, die er persönlich nicht kennt und von Indien aus arangiert wurde, eine Studiumvisa beantragen lassen, damit sie zu uns in unser Haus kommen kann. Damit sie Deutschland nicht mehr verlassen kann, will er gleich ein Kind ansetzen. Ratschkläge von den klugen Landsleute. Das der grobe Umfang der Scheidungsbegründung meines Mannes. Ich persönlich bin gegen diese Scheidung: Was kann ich veranlassen, damit er zur Vernunft kommt. Anfällig ist er beim Geld. Wenn die Scheidung zu teuer wird und er viele Nachteile hat, will er sich das noch überlegen und in Indien eine Bigamie eingehen ohne amtliche bBestätigung.Noch hat er kein Verhältnis mit ihr und sehe noch eine Chance. Kann ich ihn dazu bringen, dass er meine Kosten für eine Scheidung übernimmt. Es bestehen auch noch diverse Versicherungen. Für einen konkrete Anwort bedanke ich mich im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
die Benutzte

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage unter Beachtung der Angaben und des Einsatzes. An dieser Stelle ist nur eine erste Einschätzung möglich, jede Ergänzung des Sachverhalts kann zu einer veränderten rechtlichen Beurteilung führen.

1. Grundsätzlich kann Ihr Mann die Scheidung erreichen, wenn er dies wirklich anstrebt. Zuvor ist aber die Trennung erforderlich und zwar entweder von Tisch und Bett im Haus oder durch Auszug einer Seite. Erst nach Ablauf des Trennungsjahres wäre eine Scheidung möglich, wenn das Gericht feststellt, dass die Ehe gescheitert ist. Sollte Ihr Mann seine Pläne umsetzen, dann müßte man die Ehe als gescheitert ansehen.

2. Leider sind Ihre Angaben zu unvollständig um konkrete Aussagen über finanzielle Folgen treffen zu können. Ihr Mann muß grundsätzlich die Kosten Ihrer Scheidung nicht bezahlen, denn die Kosten, also die Verfahrenskosten trägt regelmäßig jede Seite selbst. Eine Scheidung hätte aber finanziell für beide eine einschneidende Wirkung. Im Jahr nach der Trennung muss die Steuerklasse gewechselt werden, die Kombination III/V oder IV/IV ist dann nicht mehr möglich. Das Nettoeinkommen, insbesondere Ihres Mannes wird merklich sinken. Sie geben nicht an, ob ein Ehevertrag existiert. Falls nicht müßte geprüft werden, ob einer der Ehegatten einen Zugewinn erzielt hat, der auszugleichen wäre. Falls nein, wären aber die Schulden aufzuteilen. Bei Ihrem Haus bleibe evtl. nur der Verkauf, dies kann ich aber von hier nicht abschließend beurteilen. Grundsätzlich wäre Ihr Mann Ihnen auch zumindest während der Trennungszeit unterhaltsverpflichtet, da er ein höheres Einkommen bezieht. Details kann ich hier nicht nennen, es kommt dabei auch auf die Verteilung der Verbimdlichkeiten an. Allein das Absinken des Nettoeinkommens durch die Trennung dürfte angesichts der Verbindlichkeiten ein Problem darstellen. Für weitere Details sollten Sie sich dringend direkt anwaltlich beraten lassen, denn es müssen Unterlagen gesichtet werden und konkrete Berechnungen angestellt werden. Sie sollten Ihrem Mann die finanziellen Folgen vor Augen führen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht und Arbeitsrecht

Bewertung des Fragestellers 30.10.2008 | 09:14

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