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Kann ich davon ausgehen, nach der Düsseldorfer Tabelle Einkommensgruppe 4 also 562€ abzgl. Kindergel

| 26.08.2010 12:17 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Vogt


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe eine uneheliche 19 jährige Tochter. Sie lebt im Haushalt ihrer Mutter.
Im Oktober 2010 beginnt sie ein Studium.
Bereinigtes Nettoeinkommen: Vater 3550€, Mutter 800€

1.Frage Wird zur Berechnung des Unterhaltes der Sebstbehalt von 1100€ abgezogen?
Vater 3550€ - 1100€ = 2450€
Mutter 800€ - 1100€ = 0

2. Frage Kann ich davon ausgehen nach der Düsseldorfer Tabelle Einkommensgruppe 4 also 562€ abzgl. Kindergeld 184€ = 378€ an Unterhalt leisten zu müssen.

3. Frage Die Mutter legt mir die Einkommenssteuererklärung für 2009 nicht vor.Ist es möglich durch eine Unterhaltskürzung die Einforderung der Unterlagen zu unterstreichen.
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne darf ich Ihre Fragen wie folgt beantworten:

1.

Der unterhaltsrechtliche Bedarf volljähriger Kinder, die noch im Haushalt eines Elternteils wohnen, bestimmt sich grundsätzlich nach dem zusammengerechneten bereinigten Nettoeinkommen beider Elternteile. Ist nur ein Elternteil leistungsfähig, so hat er jedoch höchstens den Unterhalt zu bezahlen, der sich allein aus seinem Einkommen berechnet. Der Selbstbehalt wird hierbei nicht zur Einstufung herangezogen. Dieser wird vielmehr erst hinsichtlich der Frage der Leistungsfähigkeit relevant.

Auf Ihren Fall übertragen bedeutet dies, dass sich die Berechnung des Unterhalts ausschließlich nach Ihrem Einkommen vollzieht, da die Mutter mit den dargelegten Einkommensverhältnissen nicht Leistungsfähig ist.

Hinsichtlich der Einstufung in die Düsseldorfer Tabelle ist ferner zu berücksichtigen, dass diese auf 2 unterhaltsberechtigte Personen ausgelegt ist. Falls Sie neben Ihrer Tochter daher noch eine weitere Unterhaltsverpflichtung haben, ergibt sich aufgrund Ihres bereinigten Nettoeinkommens eine Einstufung in Einkommensgruppe 7/Altersstufe 4 = € 664,00 monatlich. Hiervon ist das Kindergeld in voller Höhe abzusetzen.

Haben Sie allerdings nur diese eine Unterhaltsverpflichtung, so müssten Sie in Einkommensgruppe 8 der DT hochgruppiert werden.

2.

Das Verschulden der Mutter des Kindes kann diesem nicht angerechnet werden. Sie können daher wegen der Nichtvorlage der Unterlagen der Mutter nicht einseitig den Unterhalt kürzen.

Allerdings können Sie Ihren Auskunftsanspruch notfalls gerichtlich durchsetzen. Kommt es durch die fehlende Auskunft zu einer Überzahlung, können Sie gegen die Mutter ferner einen Schadensersatzanspruch geltend machen.

Abschließend hoffe ich, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben.

Hierbei möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Sie können natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.

Für eine über diese Erstberatung hinausgehende Interessenvertretung steht Ihnen meine Kanzlei selbstverständlich ebenfalls gerne zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 29.08.2010 | 21:14

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