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Kann ich das Haus in einer Erbengemeinschaft verkaufen?

24.08.2010 14:46 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Mein Mann ist gestorben, wir haben gemeinsam ein Haus gebaut, daß ich jetzt verkaufen möchte. Wir haben einen Sohn. Das Haus hat einen Wert von ca. 280000 €. Ich stand mit meinem Mann im Grundbuch und wir lebten in Zugewinngewinngemeinschaft. Es gab zum Zeitpunkt des Todes eine Resthypothek von 40.000, die ich bereits abgelöst habe. Jetzt sperrt sich mein Sohn (30Jahre) gegen den Verkauf, weil er weiter darin wohnen möchte. Er lebte die ganzen Jahre mietfrei bei uns. Meine Frage: Kann er sich wirklich gegen den Verkauf sperren und wie hoch ist sein Erbteil? Es gab kein Testament. Es gibt einen gemeinsamen Erbschein 50/50

Sehr geehrte Rechtsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ihr Sohn kann sich schlussendlich nicht gegen eine Veräußerung des Grundstückes einschließlich des Hauses wenden.

Technisch gesehen bilden zwei Erben eine Gesamthandsgemeinschaft, die sogenannte Erbengemeinschaft. Dies bedeutet, dass die Nachlassgegenstände den Miterben gemeinschaftlich gehören. Zwar können Miterben deshalb nur gemeinsam über den Nachlass verfügen und somit diesen auch nur gemeinsam veräußern. Allerdings ist die Erbengemeinschaft auch darauf ausgelegt, aufgelöst zu werden.

Es besteht die Möglichkeit, die Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft zu verlangen. Dieses Recht haben Sie jederzeit. Die Auseinandersetzung liefe auf einen Verkauf an eine dritte Person hinaus. Die Erben können sich jedoch auch dahin gehend einigen, dass der eine Erbe den anderen Erben auszahlt.

Grundsätzlich sollten die Erben einvernehmlich sich einigen und die Erbengemeinschaft auseinandersetzen.

Scheitert eine einvernehmliche Einigung, besteht die Möglichkeit das Nachlassgericht als vermittelnde Stelle anzurufen. Das Gericht versucht dann eine Einigung unter den Beteiligten zu erzielen. Dieses Verfahren ist jedoch freiwillig. Es steht keinerlei Zwangsmittel zur Verfügung.

Ist es nicht möglich, sich zu verständigen, bleibt nur der Weg der sogenannten Auseinandersetzungsklage. Durch dieses Urteil werden dann die Voraussetzungen für eine Versteigerung des gesamten Nachlasses geschaffen. Der erzielte Erlös wird abzüglich der Nachlassverbindlichkeiten nach der jeweiligen Erbquote verteilt.

Nach diesen Ausführungen steht Ihnen das Recht zu, jederzeit die Auflösung der Erbengemeinschaft zu verlangen.

Ich rate Ihnen, dass Sie Ihren Sohn über Ihre rechtlichen Möglichkeiten aufklären und ihm mitteilen, dass es Ihnen hinsichtlich des Verkaufes ernst ist. Anschließend sollten Sie sich einigen. Denn geht Ihr Grundstück in die Teilungsversteigerung nach einem Urteil, besteht die große Gefahr, dass Ihr Haus weit unter Wert versteigert werden wird (auch hierüber sollten Sie Ihren Sohn aufklären). Dies können Sie nur dadurch verhindern, dass Sie gemeinschaftlich versuchen, das Haus privat zu veräußern. Nur so haben Sie Einfluss auf den Kaufpreis.

Ich hoffe, dass Ihr Sohn ein Einsehen haben wird.

Der Erbanteil des überlebenden Ehegatten beträgt bei Vereinbarung der Zugewinngemeinschaft gemäß § 1931 BGB ¼. Dieser wird gemäß § 1371 BGB um ¼ aufgestockt und beträgt insgesamt ½. Damit beträgt auch der Anteil Ihres Sohnes ½. Wenn Sie gemeinsam im Grundbuch zu gleichen Teilen eingetragen waren, bezieht sich der Erbanteil auch nur auf die Hälfte des Grundstückes.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben. Falls noch Unklarheiten bestehen sollten, bitte ich Sie eine Nachfragen an mich zu stellen.

Beachten Sie, dass dies ein rechtliche Kurzeinschätzung auf Grund Ihrer Sachverhaltsschilderung ist. Das Hinzufügen oder Auslassen von Tatsachen kann zu einer abweichenden Beurteilung führen.

Mit freundlichen Grüßen

Gina Haßelberg
(Rechtsanwältin)

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