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Kann ich das Besuchsrecht einschränken?

| 05.05.2010 18:12 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Hallo, folgender Sachverhalt:
Mein Exmann und ich sind seit 6 Jahren geschieden, wir haben 2 Kinder (10+12). Er nimmt die Kinder in unregelmäßigen Abständen Sa. bis So zu sich, manchmal auch für 1 Woche in den Ferien. Es passieren immer wieder "Sachen" - die Kinder essen verdorbene Lebensmittel und bekommen Durchfall oder werden die halbe Nacht allein gelassen und rufen dann um 3 Uhr nachts weinend an und wollen abgeholt werden, weil niemand da ist. Seit diesem Vorfall dürfen die Kinder nicht mehr bei mir anrufen und sollen auch möglichst Nichts erzählen. In den Ferien hatte eins der Kinder Fieber und sollte 3 Paracetamol gleichzeitig nehmen (viel hilft auch viel), dabei mußte sie sich übergeben, anrufen war verboten, Handys wurden weggenommen. Am letzten Wochenende hat sich die Kleine mit heißem Tee auf der Brust verbrannt (3x10 cm groß), er ist nicht zum Arzt oder ins Krankenhaus gefahren, hat den Kinder wieder verboten anzurufen. Die Kleine hat die ganze Nacht geweint und er hat die Kinder am Sonntag ohne ein Wort zu sagen einfach an der Tür abgesetzt und ist gefahren!!! Wir waren am Sonntag Abend in der Notfallhautklinik, sie hat Verbrennungen 2. und 3. Grades, die Haut ist komlett weg und wahrscheinlich wird eine große Narbe zurück bleiben!!!! Wir müssen jeden Tag zum Verbinden, da Alles offen ist.Meinen Telefonanruf hat er einfach aufgelegt und ein Gespräch zusammen mt dem Jugendamt lehnt er ab. Er meint wäre nicht so schlimm .
Kann ich sein Besuchsrecht einschränken, vielleicht jemanden dabei haben, keine Übernachtungen mehr.
Kann er auf Schmerzengeld verklagt werden, weil er sie nicht zu einem Arzt gebracht hat (der Hautarzt meinte man hätte mit einer Sofortmaßnahme Narben verhindern könne!!!) Ich habe Angst,es passiert noch mehr, er setzt die Kinder ständig unter Druck bloß den Mund zu halten.
Vielen Dank im voraus

Sehr geehrte Ratsuchende,

sofern das Umgangsrecht nicht gerichtlich festgelegt oder im Rahmen eines gerichtlich protokollierten Vergleiches vereinbart worden ist, können Sie das Umgangsrecht vollständig untersagen.

Es ist dann Sache des Vaters seinen Anspruch gerichtlich durchzusetzen.

Nach Ihrer Schilderung bestehen aber gute Chancen, dass das Umgangsrecht, wenn überhaupt, begleitet und auch ohne Übernachtung durchgeführt wird.

Die geschilderten Vorkommnisse gefährden das Kindeswohl in hohem Maße. Offensichtlich mangelt es dem Vater an jeglicher Betreuungskompetenz. In einem solchen Verfahren wird unter anderem auch der Wunsch der Kinder zu berücksichtigen sein, die angehört werden.

Sie sollten noch einmal versuchen, das Jugendamt einzuschalten, um außergerichtlich eine Regelung herbeizuführen. Scheitert auch dieser nochmalige Versuch, müssen Sie es auf eine gerichtliche Auseinandersetzung ankommen lassen.

Gegen den Vater kann auch wegen der Brandverletzung vorgegangen werden. Dazu sollten Sie aber einen Rechtsanwalt vor Ort beauftragen. Schmerzensgeldansprüche können ebenfalls geltend gemacht werden, da der Vater die notwendigen Maßnahmen bei der erheblichen Verbrennung nicht ergriffen hat.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 05.05.2010 | 19:23

Hallo Herr Bohle,
vielen Dank für die schnelle Antwort.
Er hat mit einem nassen Waschlappen "gekühlt", wie die Kinder sagen und am nächsten Tag eine Salbe geholt für Sonnenbrand, die nur bei intakter Haut eingesetzt werden darf. Diese Salbe haben die Kinder in der Tasche gehabt.
Gilt das vielleicht schon als Maßnahme ergriffen - wie gesagt die Haut ist vollständig ab (ich habe auch Fotos gemacht).
Mit freundlichem Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.05.2010 | 21:58

Sehr geehrte Ratsuchende,

Kühlen war sicher erste zutreffende Ansatz. Ein Waschlappen allein dürfte dafür aber nicht ausreichend gewesen sein. Die Versorgung mit der Salbe, die allein bei Sonnenbrand anzuwenden ist, ebenfalls nicht.

Es wird nach ärztlicher Begutachtung im Streitfall zu prüfen sein, ob tatsächlich eine unsachgemäße Erversorgung . wofür einiges spricht- vorgelegen hat. Vor Geltendmachung der Forderung sollten Sie daher den Hautarzt bereits um eine schriftliche Beurteilung bitten. Diese kann dann Grundlage des weiteren Vorgehens sein.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Bewertung des Fragestellers 05.05.2010 | 19:40

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