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Kann ich das Berliner Testament anfechten?

21.11.2009 20:19 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

vor zwei Wochen ist meine Mutter verstorben. Ich glaubte mit meinen beiden Halbbrüdern zu gleichen Teilen erbberechtigt zu sein. Jetzt stellt sich aber heraus, daß meine Mutter und ihr zweiter Mann (mein Stiefvater und der leibliche Vater meiner Halbbrüder) kurz vor dessen Tod im Jahre 1975 in einem Testament verfügten, daß nach dem Tod des Überlebenden nur die gemeinsamen zwei Kinder erben. Ich bin in diesem Testament gar nicht erwähnt.
Mein Stiefvater hatte zu mir immer ein sehr negatives Verhältnis. Ich bin sicher, daß das Testament damals nur unter Druck meines Stiefvaters so verfaßt wurde und meine Mutter niemals die Absicht hatte mich zu enterben.

Bin ich damit nur auf den Pflichtteil gesetzt? Wenn ja, kann ich das Testament anfechten?

Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen

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Sehr geehrte Ratsuchende,

ich möchte Ihre Fragen auf Grund des dargelegten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Ich weise darauf hin, dass dies einer ersten Orientierung über die bestehende Rechtslage dient und ein ggf. persönliches Beratungsgespräch bei einem Anwalt Ihrer Wahl nicht ersetzt.

Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann die rechtliche Beurteilung beeinflussen.

Dies vorangestellt beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Da Sie durch die testamentarische Verfügung Ihrer Mutter von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen sind, steht Ihnen lediglich der Pflichtteil am Nachlass Ihrer Mutter zu, § 2303 Abs. 1 BGB.

Grundsätzlich können Sie das Testament anfechten.

Eine letztwillige Verfügung kann angefochten werden, soweit der Erblasser über den Inhalt seiner Erklärung im Irrtum war oder eine Erklärung dieses Inhalts überhaupt nicht abgeben wollte und anzunehmen ist, dass er die Erklärung bei Kenntnis der Sachlage nicht abgegeben haben würde.
Das Gleiche gilt, soweit der Erblasser zu der Verfügung durch die irrige Annahme oder Erwartung des Eintritts oder Nichteintritts eines Umstands oder widerrechtlich durch Drohung bestimmt worden ist; § 2078 BGB.

Ob die Voraussetzung einer erfolgreichen Anfechtung vorliegen, lässt sich derzeit nicht beantworten.

Allein die Vermutung dafür, dass das Testament durch Ihre Mutter nur unter Druck in dieser Form zustande kam, reicht allein wohl kaum aus, um die Anfechtung zu begründen.

Sie sind für die Tatsachen und Umstände, die eine Anfechtung begründen könnten voll darlegungs- und beweispflichtig.

Die Anfechtung kann nur binnen Jahresfrist erfolgen. Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, in welchem der Anfechtungsberechtigte (Sie) von dem Anfechtungsgrund Kenntnis erlangt; § 2082 BGB.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage geben und Ihre Fragen zu Ihrer Zufriedenheit beantworten.

Bestehende Unklarheiten beantworte ich Ihnen gern innerhalb der kostenlosen Nachfragefunktion, wobei ich darum bitte, die Vorgaben dieses Forums zu beachten.

Darüber hinausgehende Fragen beantworte ich Ihnen gern im Rahmen einer Mandatserteilung.
Durch eine Mandatserteilung besteht auch die Möglichkeit einer weiterführenden Vertretung.

Die Kommunikation bei größerer Entfernung kann via Email, Post, Fax und Telefon erfolgen und steht einer Mandatsausführung nicht entgegen, sofern Sie der Nutzung dieser Möglichkeiten aufgeschlossen gegenüberstehen.

Eine weiterführende Vertretung zieht allerdings weitere Kosten nach sich. Im Fall einer Beauftragung würde ich den hier gezahlten Einsatz auf meine nachfolgenden Gebühren vollständig anrechnen.


Mit freundlichen Grüßen

Marco Liebmann
Rechtsanwalt

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