Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kann ich bei meinem Einkommen 2470€ und den Unterhaltsverpflichtungen 520€ und den Kreditraten 1277€

01.01.2010 10:19 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo ich habe ein paar Fragen zum Trennungsunterhalt

Meine Noch Ehefrau ist vor drei Monaten nach bekannt werden ihres verhältnisses zu einem anderen Mann hals über kopf aus der gemeinsamen Ehewohnung (Haus in meinem Alleineigentum) ausgezogen.
Für mich und unsere beiden Töchter 8 und 11 kam das ganze vollkommen überraschend.
Sie hat das ganze in ca 14 tagen abgewickelt und fordert jetzt Unterhalt.

Ich bin beruflich in der Vergangenheit extrem viele Stunden arbeiten gewesen, ich habe einen Arbeitsvertag über 275 Stunden, dies ging aber auch nur durch die Arbeitsteilung das ich berufstätig war und sie sich um den Haushalt gekümmert hat.
Es bestehen gemeiname Kreditverpflichtungen (immer beide Darlehensnehmer) wie folgt.
a) Hypothekendarlehen 63500 Restschuld monatliche Rate 445€
b) Bausparlehen Restschuld ca 30.000€ monatliche Rate 272€
c) Konsumkredit Restschuld ca 28.000€ monatliche Rate 460€
d) ein Darlehen meines Arbeitgebers 3.000€ monatl. Rate 100€
außerdem war unsere Girokonto zum Zeitpunkt der Trennung mit ca. 7.000€ überzogen und es standen noch weitere gemeinsame Verbindlichkeiten von ca. 5.000€ offen

1. Darf ich meine Arbeitszeit auf sagen wir mal auf ca. 210 Arbeitsstunden im Monat reduzieren? (ich komme sonst vorne und hinten nicht klar, mit dem Haushalt und den extrem langen Arbeitstagen).

2 Wenn ich meine Arbeitszeit auf 210 Stunden reduziere verdiene ich auch weniger. Jetzt bekomme ich ein Netto Gehalt in Steuerklasse 3 von 3400€, ab Januar mit der reduzierten Arbeitszeit und Steuerklasse 1 wären es nur noch ca 2470€ Netto im Monat.
Meine noch Ehefrau hat ein Einkomme von 400€ (Minijob)
3. Wenn ich die gemeinsamen Kredite (1277€ monatlich) alleine weiter abbezahle und meiner noch Ehefrau für die beiden Kinder (leben ca 50% bei mir) einen Unterhalt von 520€ und ihr das Kindergeld zusätzlich voll zusteht, müsste ich dann auch noch Trennungsunterhalt für sie bezahlen?

4. Mir würden ja nur noch 673€ plus den Wohnvorteil den ich habe bleiben, wie hoch wäre mein Wohnvorteil für mich anzusetzen, eine kleine 45qm Wohnung kostet hier ca. 250€, wäre das dann für die Trennungszeit ein anzusetzender Wohnwert, das Haus was ich besitze verschlingt aber schon viel Geld für Grundsteuer und Versicherungen, darf ich diese Kosten noch wieder vom Wohnwert abziehen?, ab wann muß ich den vollen Wohnvorteil (erzielbare Miete ca 550-600€) ansetzen?

Meine Hauptfrage ist eigentlich, ob eine Reduzierung meiner Arbeitszeit überhaupt zulässig ist, ich will ja nicht auf eine Halbtagsstelle, mache nach der Reduzierung ja immer noch 50 Wochenstunden, meine Ex meint ich müsste so weiter arbeiten wie bisher und fordert mich zur Steuerhinterziehung auf, sie meint ich solle erst in ca.2 Jahren die Steuerklasse wechseln. Sie hat Angst das sie ab Januar keinen Unterhalt von mir bekommt. Aber ich zahle ja auch ihre ganzen Kredite mit ab und komme voll für unsere beiden Kinder auf.
Sie weigert sich strikt mehr arbeiten zu gehen und ist auch nicht bereit was vo den gemeinsamen Schulden zu übernehmen.
Sie droht damit,mir die Kinder wegzunehmen, wenn ich ihr nicht 1120€ monatlich an Gesamtunterhalt zahle.
Und das obwohl die beiden Kinder mit diesem Wechselmodell hervorragend klarkommen und dies auch mir und ihr gegenüber ausdrücklich als Wunsch für die Zukunft äußern.


Kann ich bei meinem Einkommen 2470€ und den Unterhaltsverpflichtungen 520€ und den Kreditraten 1277€die ich abzahlen muß eventuell auch Prozeßkostenbeihilfe bekommen?

Ich hoffe mir kann da irgendwie geholfen werden.
Allen ein frohes neues Jahr.

01.01.2010 | 11:45

Antwort

von


(2473)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Ratsuchender,

es wird die Frage zu beantworten sein, ob Ihnen die Einkommensreduzierung als leichtfertiges unterhaltsbezogenes Verhalten vorzuwerfen ist.

Nach meiner Einschätzung bestehen aber nach Ihrer Schilderung gute Gründe für diese Reduzierung. Diese ist meines Erachtens trennungsbedingt. Sie müssen, da ein Wechselmodell vereinbart worden ist, auch die Betreuung der Kinder und wie Sie auch richtigerweise ausführen, die Haushaltsversorgung sicherstellen. Ihnen ist meines Erachtens zuzugestehen, dass dieses bei der hohen Stundenzahl nicht möglich ist. Insoweit handelt es auch nicht um ein leichtfertiges Verhalten, sondern Sie können sachliche Gründe anführen, die die Reduzierung rechtfertigt.

Letztlich wird dieses aber im Streitfall einer Einzelfallabwägung unterliegen, die das Gericht vorzunehmen hat. Meines Erachtens sprechen aber gute Gründe dafür, dass die Reduzierung anzuerkennen ist.

Erheblich ist auch, dass trotz der Reduzierung der Kindesunterhalt nach wie vor unangetastet bleiben soll, sondern "nur" der Trennungsunterhalt entfallen soll. Insoweit besteht aber auch keine sogenannte gesteigerte Unterhaltspflicht.

Sollte es zu keiner Einigung kommen, werden Sie es auf ein gerichtliches Verfahren ankommen lassen müssen. Dabei wird auch die Frage der Kindesbetreuung eine Rolle spielen. Droht die Mutter damit, die Kinder "wegzunehmen", haben auch Sie die Möglichkeit eine gerichtliche Regelung herbeizuführen. Sie müssen daher die Drohungen nicht einfach hinnehmen.

Nach der derzeitigen Einkommenssituation ist kein Raum für Trennungsunterhalt.

Derzeit ist der Wohnvorteil in dem Umfang zu berücksichtigen, wie er sich als angmessene Wohnungsnutzung durch Sie darstellt. Zutreffend haben Sie dabei auf den genannten Mietzins abgestellt.

Wird aber deutlich, dass eine Wiederherstellung der ehelichen Lebensgemeinschaft, spätestens mit Einreichung des Scheidungsantrages nicht mehr in Betracht kommt, wird der volle Mietwert als Vorteil anzurechnen sein.

Nach Ihrer Schilderung werden Sie nach Ihren Vermögensverhältnissen Prozeßkostenhilfe, diese wird jetzt als Verfahrenkostenhilfe bezeichnet, erhalten können.

Ich hoffen Ihnen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle


ANTWORT VON

(2473)

Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Familienrecht, Kaufrecht, Strafrecht, Vertragsrecht, Sozialrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 92458 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle und kompetente Antwort. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die freundliche, kompetente und zügige Antwort auf meine Fragen. Jetzt sind wir wenigstens nicht mehr unwissend. Sehr empfehlenswert. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ganz toll und verständlich, zügig, kurz und knackig alle Fragen beantwortet. Genau die richtige Hilfe bei einer so wichtigen Angelegenheit! Danke. ...
FRAGESTELLER