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Kann ich bei Trennung meinen Mann zwingen, unser gemeinsames Haus zu verkaufen?

| 25.03.2009 15:29 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Mein Mann und ich sind im 3. Monat getrennt und er wird die Scheidung einreichen nach Ablauf des Trennungsjahres. Er hat mir nahegelegt, aus unserem gemeinsamen Reihenhaus (Wert: 190 TSD) auszuziehen und zahlt mir (freiwillig) 600 Euro. Er müßte mir jedoch 855 Euro zahlen, das wurde schon ausgerechnet. Ich habe ihn damit nur noch nicht konfrontiert.
Nun will er in unserem Haus wohnen bleiben und stellt sich einem Verkauf quer. Kann ich schon während der Trennungsphase ihn 'irgendwie zwingen' das Haus zu verkaufen (Auszahlen kann er mich nicht). Es kann ja nicht sein, dass er darin wohnt und ich habe meine Lebensversicherung und ein Erbe von gesamt 20 TSD € von meinen Eltern dort reininvestiert. Da wir vor der Trennung über nichts gesprochen haben und ich unter Schock stand, habe ich nur eine ganz billige Mietwohnung mir auf die Schnelle angemietet. Mit welchen Argumenten kann ich meinen Ehemann zwingen, unser gemeinsames Haus zu verkaufen, wenn er sich weigert. Oder muss ich bis zur Scheidung warten? Darf seine Freundin einziehen, ohne mich zu fragen?
Mit freundlichen Grüßen
Ulrike

Sehr geehrte Ratsuchende,

Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben nachfolgend gerne beantworte:

Wenn Sie mit Ihrem Mann gemeinschaftliches Eigentum an dem Reihenhaus haben (d.h. beide im Grundbuch eingetragen sind), bilden Sie eine Bruchteilsgemeinschaft i.S.d. § 741 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch).
Daher haben Sie jederzeit einen sogenannten Aufhebungsanspruch, der in § 749 BGB geregelt ist, wenn Sie dieses Aufhebungsrecht nicht durch eine separate Vereinbarung ausgeschlossen haben.

Nach dieser Regelung können Sie jederzeit, d.h. nicht erst bei einer Scheidung, die Aufhebung der Gemeinschaft verlangen.
Diese Aufhebung der Gemeinschaft erfolgt bei einem Grundstück gem. § 753 BGB durch Zwangsversteigerung und durch Teilung des Erlöses.

Dieses Recht kann dann ausgeschlossen sein, wenn es rechtsmissbräuchlich oder zur blossen Schikane ausgeübt wird. In Anbetracht der Umstände dürfte dies aber nicht zutreffen.

Grundsätzlich haben Sie einen Anspruch gem. § 1004 BGB aus dem Gesichtspunkt des Eigentumsschutzes, den Einzug der Freundin Ihres Mannes in das gemeinsame Haus zu verhindern. Zwar müssen Sie dulden, dass die neue Freundin Ihres Mannes im üblichen Besuchsrahmen das Grundstück sowie das Haus betritt, einem kompletten und dauerhafter Einzug müssen Sie jedoch nicht zustimmen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen zunächst weiterhelfen konnte. Bitte beachten Sie, dass diese Antwort lediglich eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes anhand der von Ihnen gemachten Angaben darstellt und die weitere Beratung durch einen Anwalt nicht ersetzen kann.
Gerne stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen

Sandra Rakovic
Rechtsanwältin


Bewertung des Fragestellers 27.03.2009 | 05:42

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