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Kann ich aufgrund der Videoaufzeichnung und der Vermutung des Detektivs schonmal geklaut zu haben au

18.02.2009 01:10 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Ich war leider so bescheuert wie einige andere hier und kann überhaupt nicht sagen, wie sehr ich mich schäme. Ich habe versucht etwas zu klauen. habe die Sicherheitsetiketten gewaltsam entfernt und bin mit dem Pullover im Wert von ca.150 Euro raus. Der Detektiv kam hinter mir her und ich musste mit.Wie peinlich. Ich habe alles zugegeben, 50 Euro Fangprämie bezahlt und natürlich sofort angeboten die beschädigte Ware zu bezahlen. Der Detektiv warf mir vor mich zuvor schon mal auf der Videoaufzeichnung gesehen zu haben, aber ich sei damals schlauer gewesen als er. Er sagte ich solle auch das zugeben, ansonsten könnten sie die Polizei rufen und meine Wohnung durchsuchen. Ich habe darauf nicht geantwortet und sie haben auch nicht weiter nachgefragt. Ich durfte dann gehen und warte jetzt auf Post. Seit 7 Tagen kann ich nicht mehr richtig schlafen und essen. Mich macht das total fertig und ich bin erschrocken vor mir selbst. Jetzt habe ich wahnsinnige Angst. Ich bin 26 und habe gerade mein Studium abgeschlossen, arbeite aber noch nicht.
Wie verhalte ich mich jetzt am besten? Kann ich aufgrund der Videoaufzeichnung und der Vermutung des Detektivs schonmal geklaut zu haben auch Probleme bekommen? Hatte zuvor in meinem Leben noch nie mit dem Gesetz zu tun und werde es sicherlich auch nie wieder. Bin absolut geschockt und habe aus dieser Sache schon jetzt mehr als genug gelernt.
Bitte helfen Sie mir und sagen mir, wie ich mich verhalten soll und wie es für mich aussieht.
Vielen lieben Dank

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung Ihrer Sachverhaltsangaben möchte ich Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Sofern seitens der Geschäftsleitung Strafanzeige erstattet wurde haben Sie mit der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens zu rechnen.

In diesem Zusammenhang haben Sie die Möglichkeit, sich als Beschuldigte/r zu dem Ihnen zur Last gelegten Sachverhalt zu äußern. Hierzu werden Sie seitens der zuständigen Polizeidienststelle eine Vorladung zur Beschuldigtenvernehmung erhalten. Da Sie als Beschuldigte/r nicht verpflichtet sind, an Ihrer eigenen Strafverfolgung mitzuwirken, steht es Ihnen frei, den Termin zu der genannten Beschuldigtenvernehmung wahrzunehmen, sofern es sich hierbei um eine polizeiliche Vorladung handelt, und Angaben zur Sache zu machen.

Ein konkretes Verhalten in der vorliegenden Situation kann an dieser Stelle ohne genaue Kenntnis der Lage des Einzelfalls nicht empfohlen werden.

Eine frühzeitige Einlassung bei klarer Sachlage kann jedoch zur Verkürzung des Ermittlungsverfahrens beitragen. In diesem Zusammenhang empfehle ich Ihnen jedoch, einen Rechtsanwalt vor Ort aufzusuchen und mit diesem das weitere Vorgehen unter Einbeziehung aller Aspekte des Einzelfalls zu besprechen.

Ob Sie im Hinblick auf die Vermutung des Detektivs mit negativen Konsequenzen zu rechnen haben, hängt von dem letztlichen Ermittlungsergebnis ab. Kann Ihnen eine weitere Tat nicht nachgewiesen werden, ist aus der Vermutung bzw. Verdächtigung des Detektivs kein negativer Rückschluss zu ziehen.

Nach Abschluss des Ermittlungsverfahrens entscheidet die zuständige Staatsanwaltschaft über den weiteren Verlauf des Verfahrens. In Betracht kommt hierbei die Einstellung desselben, die Einstellung des Verfahrens nach Erfüllung von Auflagen, der Erlass eines Strafbefehls und die Erhebung der öffentlichen Anklage.

Welcher Verfahrensweg hierbei eingeschlagen wird, kann an dieser Stelle leider nicht beurteilt werden. In Anbetracht des "geringen Schadens" sowie der Tatsache, dass Sie bisher strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten sind, besteht die Möglichkeit, dass das Verfahren nach Erfüllung einer Auflage oder mit dem Erlass eines Strafbefehls abgeschlossen wird.

Auch die Höhe einer etwaigen Strafe kann an dieser Stelle nicht abgeschätzt werden. Auf Grund der oben genannten Tatsachen dürfte sich diese allerdings im niedrigen Geldstrafenbereich bewegen.

---

Abschließend möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

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