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Kann ich auf ein privat zugesichertes Darlehen bestehen, wenn die Zusage zurückgezogen wurde?

26.03.2013 09:27 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Zusammenfassung: Auch ein mündlich geschlossener Darlehensvertrag ist rechtsverbindlich.

Guten Tag,

eine Bekannte hat mir Ende 2005 mündlich ein privates Darlehn - in Form einer monatlichen Zahlung - für mein Studium angeboten. Nachdem ich mich mehrmals mit Ihr darüber gesprochen habe und nachdem ich mehrmals Ihre mündliche Zusage bekommen habe, habe ich mein Arbeitsverhältnis gekündigt. Leider hat sie nach wenigen Wochen nach der Kündigung mir einen Brief geschrieben, dass Sie mir leider nicht mehr die monatliche Summe zahlen kann. Dies hat mich in eine sehr schwere Situation gebracht, da ich das Arbeitsverhältnis nicht gekündigt hätte ohne Ihre Zusage.

Das gekündigte Arbeitsverhältnis konnte ich dann leider auch nicht mehr rückgängig machen und ich konnte dann auch nicht studieren, da ich mir dann erst wieder einen Job suchen musste.

Ich würde jetzt gerne wissen, ob ich auf Grund dieser mündliche Vereinbarung bestehen kann und ob ich eine rechtliche Grundlage habe. Gibt es eventuell eine Verjährungsfrist?

mfg

Sehr geehrter Ratsuchender, sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihre Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Ein Darlehensvertrag kann grundsätzlich auch mündlich geschlossen werden.

Ein Schriftformerfordernis besteht nicht.

Gleichwohl ist der zwischen Ihnen und Ihrer Bekannten geschlossene mündliche Darlehensvertrag wirksam, (§ 488 BGB ) so dass Sie im Grunde auch auf die Auszahlung des Darlehens bestehen können. Anspruchsgrundlage für die Zurverfügungstellung des Darlehens ist § 488 BGB .

Die Mündlichkeit der Abrede könnte Sie jedoch in Beweisnöte bringen. Da Sie im Streitfall bei der Geltendmachung eines Auszahlungsanspruches die Beweislast für den Bestand des Darlehens obliegt, müssten Sie darlegen und beweisen, dass ein Darlehensvertrag tatsächlich zustande kam. Ohne Urkunden oder Zeugen stünde ggf. Aussage gegen Aussage mit dem Risiko, dass Sie auf Grund des sog. non liquet im Gerichtsverfahren unterliegen könnten, da Sie Ihre Beweislast nicht erfüllen können.

Soweit Sie aber z. B. Zeugen für den Vertragschluss bereithalten können oder bereits regelmäßig Darlehensraten von Ihrer Bekannten gezahlt erhielten, könnte der Beweis des Bestands eines Darlehensvertrages auch leichter gelingen.


Die Verjährung von Darlehensansprüchen unterliegt der 3 jährigen Verjährungsfrist.
Die 3-jährige Verjährungsfrist beginnt erst dann zu laufen, wenn das Darlehen durch Kündigung oder Zeitablauf bei einem zeitigen Darlehen (z. B. zeitlich befristet für die Zeit Ihres Studiums), fällig gestellt worden ist. (s. auch § 199 Abs. 1 BGB )

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort im Rahmen der Erstberatung eine erste Hilfestellung gegeben zu haben, und weise darauf hin, dass es sich vorstehend nur um eine erste Einschätzung aufgrund Ihrer Sachverhaltsangaben zu Ihrer Orientierung handelt, die eine umfassende anwaltliche Beratung nicht ersetzen kann.

Bitte benutzen Sie bei Verständnisfragen die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen
Stein-Mayer
Rechtsanwältin


Rechtsanwaltskanzlei
Stein-Mayer
Laurentiusstraße 4
06108 Halle (Saale)

T: 0345 68924091
@: kanzlei.stein-mayer@web.de

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