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Kann ich Verkäufer abmahnen und damit Geld verdienen?

| 21.05.2011 21:33 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Hallo ich habe eine Frage und bitte um eine Antwort.

Ich bin bei Ebay als privater Käufer und Verkäufer angemeldet und muss mich den AGB anpassen.

Es gibt einige Verkäufer die bieten die Paysafecard, mit der man bargeldlos und anonym im Internet bezahlen kann zu einem Wert von 10 Euro an und verkaufen diese für 17 euro, oder 50 euro für 74 euro und 100 euro für 119 euro.

Siehe angebote bei ebay :
190534012243
190534050580
und so weiter. Paysafe verbietet den Weiterverkauf der Karten zu kommerziellen Zwecken auf diesen ausdrücklich, ebenfalls auf den AGB. Ich habe nun einige Verkäufer angeschrieben, dass, wenn sie dieses Angebot binnen 12 Stunden nicht rausnehmen, ich Strafanzeige erstatten werde, und Sie abmahnen werde wegen Verstoß gegen das Wettberwerbsrecht. Ich würde ja auch gerne eine solche Karte zum höheren Preis verkaufen darf es aber nicht.

Nun meine Frage : Kann ich den Verkäufer, sei er privat oder gewerblich, auffordern, dass Angebot rauszunehmen, und wenn er sich weigert, Ihn durch einen Rechtsanwalt abmahnen lassen? Und hier ist der springende Punkt? Verdiene ich bereits was bei der Abmahnung also eine Art Schadenersatz oder erst nur der Anwalt und ich erst bei einem erneuten Verstoß. Oder muss ich eine Summe ankündigen, wo ich Ihn auffordere Ihn aufzunehmen, die mir zusteht, wenn er nicht reagiert? Wenn ja wie hoch wäre eine solche gesetzliche Summe, die mir als Schadenersatz zusteht.

Meine Frage deutet eigentlich hinauf, ob nur der Anwalt etwas bei einer Abmahnung verdienen kann oder auch ich? Und um Auskunft wird gebeten, ob ein fester Vertrag mit einem Anwalt monatlich für Abmahnungen im großen Stiel geschlossen werden kann. Bitte vielleicht noch ein Urteil und Paragraph nennen und ob dieses auch auf andere Artikel umzumünzen geht die teurer verkauft werden als der wert ist oder es verboten ist.
21.05.2011 | 22:05

Antwort

von


(106)
Anwandener Straße 43
90431 Nürnberg
Tel: 0911 25395207
Web: http://www.Gabriele-Koch.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Wettbewerbsrechtliche Abmahnungen sind gem §§ 8 III, 2 I Ziffer 3 UWG nur im geschäftlichen Verkehr möglich, Sie als private Verkäuferin können also gar nicht abmahnen.

Völlig unabhängig davon kann auch ein gewerblicher Händler nicht einfach jeden abmahnen, sondern nur einen Wettbewerber, also jemanden, der dieselben Waren oder Dienstleistungen anbietet. Außerdem dient eine Abmahnung nicht dazu, Gewinn zu erzielen, sondern dazu, einen wettbewerbsrechtlichen Verstoß abzustellen. Mit der Abmahnung selbst "verdient" der Abmahnende zunächst gar nichts, er riskiert eher noch, auf den angefallenen Anwaltskosten sitzen zu bleiben, wenn der Abgemahnte sich weigert, die gewünschte Unterlassungserklärung abzugeben.

Nur dann, wenn der Abgemahnte eine Unterlassungserklärung mit Vereinbarung einer Vertragsstrafe für den Fall der erneuten Zuwiderhandlung abgegeben hat und danach dasselbe trotzdem noch einmal macht, "verdient" man etwas an der Abmahnung, weil der Abgemahnte dann die Vertragsstrafe bezahlen muss. Das ist aber eher unwahrscheinlich und kommt auch nur sehr selten vor.

Ich bedaure, Ihnen keine positivere Antwort geben zu können, hoffe aber, Ihnen einen Überblick über die Rechtslage gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Gabriele Koch
Rechtsanwältin

Bei Bedarf nutzten Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bitte beachten Sie, dass diese Antwort nur eine erste Einschätzung ist, die ausschließlich auf den von Ihnen gegebenen Informationen beruht und eine umfassende juristische Beratung nicht ersetzten kann. Jede noch so kleine Änderung des Sachverhalts kann zu einer vollkommen anderen rechtlichen Beurteilung führen.


Bewertung des Fragestellers 06.06.2011 | 09:44

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"Ich hätte mich über eine ausgiebigere Antwort auch zu meinem Gunsten gefreut, die sich damit beschäftigt, wie dies funktioniert. Schließlich gibt es auch Firmen, die tatgtäglich Tausende von Nutzer abmahnen und hiermit Geld verdienen können."
Stellungnahme vom Anwalt:
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 06.06.2011
3,8/5,0

Ich hätte mich über eine ausgiebigere Antwort auch zu meinem Gunsten gefreut, die sich damit beschäftigt, wie dies funktioniert. Schließlich gibt es auch Firmen, die tatgtäglich Tausende von Nutzer abmahnen und hiermit Geld verdienen können.


ANTWORT VON

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