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Kann ich Aufwendungen wie Fahrkosten von Erbmasse abziehen?


| 05.12.2007 10:27 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

Mein Vater hat 3 Jahre im Pflegeheim gelebt ca. 300 km von mir
entfernt, jetzt ist er verstorben. Testament nicht vorhanden.
In einem Vorsorgevertrag war ich als Betreuer eingesetzt.
(nicht vom Amt) Bei der Bank hatte ich eine Kontovollmacht.
Er besaß ein Haus mit Grundstück.
Mündlich war vereinbart, daß ich mich um Haus-und Grundstückspflege
kümmere,sowie ihm monatlich 350 Euro Taschengeld gebe, zu
besonderen Anlässen auch mehr.
Jeden Monat bin ich 3-4 Tage hingefahren um Haus-und Grundstück
in Ornung zu halten und mich um einen Vater zu kümmern.
(Er wollte wieder zurück nach Hause)
Mein Bruder und Schwester haben sich um nichts gekümmert.
In meinem Besitz ist noch Bargeld von meinem Vater zur Aufbewahrung, es sollte für meine Aufwendungen wie Instand-
setzungsmaßnahmen usw. verwendet werden. Vom Besitz des Geldes
wissen meine Geschwister. Sein Taschengeld habe ich von seinem
Konto abgeholt.
Meine Frage ist, Kann ich meine Aufwendungen Fahrkosten sowie
Grundstückspflege und Instandsetzungsarbeiten von der Erbmasse
abziehen? Rechnungen liegen nicht vor da alles in Eigenleistung
erbracht wurde.
Muß ich das Taschengeld was vom Konto fehlt nachweisen,
ich habe keine Bestätigung vom Vater verlangt fand es selbstverständlich, war ja sein Geld?

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrte(r) Fragesteller(in)

Ihre Frage möchte ich Ihnen auf Basis der Sachverhaltsschilderung gerne wie folgt beantworten:

1.
Die Vereinbarung zwischen Ihnen und Ihrem verstorbenen Vater ist leider nicht schriftlich dokumentiert worden, etwa in einem Vertrag oder gar per Testament. Sollten Ihre Geschwister nicht freiwillig dazu bereit sein, Ihren Anspruch auf das gesamte verbliebene Bargeld anzuerkennen, wird es schwierig. Der Nachweis für die Existenz einer solchen Vereinbarung müsste nämlich von Ihnen erbracht werden.

2.
Ein Abzug Ihrer tatsächlichen Auslagen und Ersatz von Aufwendungen käme als Nachlassverbindlichkeit in Betracht.
Ein Anspruch auf Ersatz Ihrer Aufwendungen dürfte nach den Vorschriften der §§ 670, 683 BGB gegeben sein. Die Höhe der Aufwendungen muss allerdings nachvollziehbar beziffert werden. Das Sie keine Belege haben, müsste der zeitliche und finanzielle Aufwand anhand von objektiven Durchschnittsätzen (Kilometerpauschale, Durchschnmittslöhne etc.) ermittelt werden.
Im Ergebnis sehe ich hier jedenfalls sehr wohl abzugsfähige Kosten zu Ihren Gunsten.

3.
Im Hinblick auf das Taschengeld sind Sie grundsätzlich nicht verpflichtet, den Erhalt und die konkrete Verwendung durch Ihren Vater nachzuweisen. Sie müssen insbesondere keine Empfangsbestätigungen vorlegen. Insofern haben die Miterben davon ausgehen, dass Ihr Vater seine Bankkonten selbst kontrolliert hat. Etwas anderes würde nur dann gelten, wenn völlig ausgeschlossen wäre, dass er hierzu noch in der Lage und darüber hinaus nicht imstande war, noch Geld auszugeben.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Beantwortung weitergeholfen zu haben und verweise noch auf die kostenlose Nachfrageoption. Natürlich bin ich Ihnen auch darüber hinaus in dieser Angelegenheit gerne behilflich und stehe als Ansprechpartner per e-mail, Telefon oder persönlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen aus Berlin

Torsten Stumm-Hagendorn
Rechtsanwalt

tsh@anwaltskanzlei-rose.de

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