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Kann ich Ansprüche bezüglich des Hauses meines Mannes bei Scheidung stellen?

| 30.08.2018 09:06 |
Preis: 30,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


Zusammenfassung: Durch anteilige Zahlungen auf ein Immobiliendarlehen erwirbt man keine Rechte an der Immobilie selbst, jedenfalls sofern allein der Ehegatte Eigentümer ist.

Im Februar 2010 habe ich meine eigene Wohnung aufgegeben und bin in das Haus meines Mannes gezogen. wir haben im April 2011 geheiratet. Das Haus hat mein Mann mit seiner ersten Frau gekauft, nach der Scheidung hat er es behalten. Ich wurde nie ins Grundbuch eingetragen. Habe ich jetzt trotzdem Rechte am Haus? immerhin habe ich die Raten dafür 8 Jahre lang zur hälfte mit gezahlt.
30.08.2018 | 11:17

Antwort

von


(199)
Bosestraße 9
08056 Zwickau
Tel: 0375/35313120
Web: http://www.ra-lars-winkler.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,


Lassen Sie mich Ihre Anfrage wie folgt beantworten:


Hier muss man zunächst zwischen Rechten am Haus selber und eventuellen finanziellen Ansprüchen unterscheiden:

Rechte am Haus selbst haben Sie nicht erworben. Insbesondere werden Sie nicht dadurch Eigentümer, dass Sie sich an der Finanzierung der Immobilie beteiligen. Dies könnte nur so ablaufen, dass Ihrem Mann Ihnen einen Miteigentumsanteil am Haus überträgt. Dazu muss er natürlich zustimmen.

Finanzielle Ansprüche wären insbesondere im Scheidungsfall denkbar: sofern Sie im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft verheiratet wären gäbe es bei Scheidung (ansonsten auch im Todesfall und bei Wechsel des Güterstandes) einen Zugewinnausgleichsanspruch. In diesem fließt auch die Tilgung des Darlehens ein. Mit jedem Euro, der getilgt wird, erwirbt Ihrem Mann Vermögen in gleicher Höhe. Dieses Vermögen stellt Zugewinn dar. Beim Zugewinnausgleich im Scheidungsfall wird dann der Zugewinn beider Ehegatten verglichen und ausgeglichen.

Ansonsten gäbe es finanzielle Ansprüche für Sie insbesondere dann, wenn es entsprechende Abmachungen zwischen Ihnen und Ihrem Mann gäbe. Da Sie davon nichts schreiben gehe ich davon aus dass dem nicht so ist bzw. die anteiligen Zahlungen auf das Darlehen mit bei den allgemeinen Lebenshaltungskosten einfließen sollen, die die Ehegatten gemeinsam tragen. Wenn ausgemacht ist, dass diese Zahlungen als Teil der Lebenshaltung der Eheleute gelten sollen, dann gäbe es während der Ehe auch keine Ansprüche. Der Zugewinnausgleich bliebe davon unberührt.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Lars Winkler

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