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Kann eine - wiederverheiratete - Mutter verpflichtet werden, für ein älteres Kind ebenfalls für den


14.11.2007 19:40 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille



Der Bar-Kindesunterhalt steigt, abhängig vom Alter des Kindes.
Der Betreuungsaufwand der Mütter sinkt, je nach Alter des Kindes - dies wird bestätigt durch die Pflicht der Mütter bei Ehegattenunterhaltsschuld, je nach steigendem Alter des Kindes eine Teilzeitarbeit aufzunehmen, halbtags oder sogar ganztags zu arbeiten.
Demnach liegt keine Gleichbehandlung von Vätern und Müttern vor. Die Betreuung z.B. einer 17 jährigen Tochter kann nicht zeitlich aufwendiger sein, als die einer 3 jährigen - der Vater hätte aber nahezu doppelt so viel zu bezahlen für den Unterhalt.
Frage: Kann eine - wiederverheiratete - Mutter verpflichtet werden, für ein älteres Kind ebenfalls für den Unterhalt finanziell beizutragen ? Da in meinem Falle die Mutter wieder verheiratet ist, verfügt sie ja über ein "indirektes" Einkommen.
Könnte sich ein Anwalt vorstellen, dies bis zum BGH (bei genügend Vätern, die sich beteiligen sollten) zu bringen ?

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Sehr geehrter Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die wir wie folgt beantworten:

1) Zunächst weisen wir darauf hin, daß vor dem Bundesgerichtshof (BGH) nur speziell bei diesem Gericht zugelassene Rechtsanwälte auftreten dürfen. Diese Rechtsanwälte können Sie aber nicht vor dem Amts- und Oberlandesgericht vertreten. Dies ist gesetzlich so geregelt. Das heißt: ein Rechtsanwalt, der Sie vor dem Amtsgericht (als erste Instanz) und vor dem Oberlandesgericht (als zweite Instanz in Familiensachen) vertritt, kann per Gesetz nicht für Sie vor dem Bundesgerichtshof auftreten. Vielmehr muß dann zwingend ein neuer Rechtsanwalt eingeschaltet werden.

2) Nach derzeitiger Rechtslage und auch nach dem Unterhaltsrecht wird der Unterhalt für minderjährige Kinder an denjenigen gezahlt werden, der das Kind betreut. Hiervon gibt gibt es nur die Ausnahme, daß das Kind eigenes Einkommen hat und nicht mehr unterhaltsbedürftig ist.

Bei volljährigen Kindern gilt folgendes:
Ist das volljährige Kind unverheiratet, maximal 21 Jahre alt und geht es noch zur Schule, lebt es im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils, so richtet sich der Unterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle, nach der 4. Altersklasse (ab 18. Lebensjahr). Ein volljähriges Kind hat nur noch Anspruch auf den sog. Barunterhalt, d.h. also Geld. Gegenüber volljährigen Kindern sind beide Eltern barunterhaltspflichtig, und zwar auch derjenige Elternteil, bei dem das Kind lebt. Es wird dann abhängig von dem jeweiligen Einkommen des jeweiligen Elternteils eine Quote errechnet.

Auch eine wiederverheiratet Mutter muß natürlich für das volljährige Kind Unterhalt zahlen. WEnn die Mutter aber ein minderjähriges Kind betreut, dann muß sie keinen Unterhalt zahlen.

Wenn nur ein Elternteil leistungsfähig ist, ist auch nur er barunterhaltsverpflichtet. Was bedeutet dies? Die hat zur zur Folge hat, daß der Unterhalt sich in diesem Fall nur nach dem Einkommen des leistungsfähigen Elternteils richtet. Etwas anderes kann aber u.U. gelten, wenn der andere Elternteil seine Erwerbsobliegenheit gegenüber dem Kind verletzt.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt
www.anwalt-wille.de


Hinweis
Die vorstehende Beantwortung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Die von mir gegebene Antwort ist eine überblicksartige Beantwortung. Außerdem ist die Beantwortung der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars und kann - insbesondere in den Fällen, in denen die notwendigen Unterlagen (z.B. Verträge, Versicherungsbedingungen, Gerichtsurteile, Schreiben von Dritten) nicht vorlagen - eine Beratung durch einen Rechtsanwalt nicht ersetzen.


Nachfrage vom Fragesteller 15.11.2007 | 18:33

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Ich empfinde es aber als nicht gerecht ( Ungleiche Bewertung von Barunterhalt zu Betreuungsunterhalt ) dass der Barunterhalt mit Alter des Kindes steigt, der Betreuungsunterhalt sinkt. Die Dü-Ta ist kein Gesetz - wird aber als solches verwendet.

Wie- wenn überhaupt - könnte ich dieses Gesetz ( Dü-Ta ) außer Kraft setzen, wenn mein Kind, für das ich unterhaltspflichtig bin, noch minderjährig ist ?

Gesetze sind nicht immer gerecht - siehe DDR oder ´33 -´45 - sollten es aber sein. Ich bin überzeugt, nicht der einzige zu sein: Vater zahlt und Mutter macht sich ein schönes Leben.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.03.2008 | 15:32

Ich möchte Sie daraufhinweisen, daß die neue Düsseldorfer Tabelle ab dem 01.01.2008 gilt.

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