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Kann die Schwester das Geschäft fortsetzen,ohne die andere finanziell zu entschädigen?

| 11.03.2011 21:07 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin


Zwei Schwestern sind Alleinerben.Die Mutter hat ein
Geschäft mit Immobilienverwaltung betrieben,Jahres-
einkommen lt Steuererklärung ca.40000,00€.Eine Schwester arbeitete schon einige Jahre als 400,00€-
Kraft mit der Mutter in dem Geschäft.Im Testament steht,daß das Geschäft abgemeldet werden soll.Die eine Schwester will das Geschäft aber unter eigenem Namen weiterführen,natürlich mit dem kompletten Kundenstamm.Sie sagt,daß sie ja für das o.g.Einkommen auch die entsprechende Arbeitsleitung erbringt.Sie möchte nicht,daß die andere Schwester in dem Geschäft mitarbeitet.Das strebt die andere Schwester auch nicht unbedingt an,aber wie ist die Weiterführung des Geschäftes in bezug auf die Erbschaft zu bewerten.Kann die Schwester das Geschäft fortsetzen,ohne die andere finanziell zu entschädigen?

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in)

die von Ihnen gestellten Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

Es bestehen hier verschiedene Möglichkeiten, mit dem Erbe zu verfahren.

Beide Schwestern treten aufgrund der Erbfolge in die Rechtestellung der Verstorbenen an dem Geschäft ein.

Auf dem Papier sind also erstmal die beiden Schwestern Betreiber des Geschäfts.

Wenn man den Hinweis in dem Testament als Auflage verstehen würde, müsste das Geschäft aber wie von der Mutter gewollt, aufgegeben werden.

Ob es sich wirklich um eine Auflage nach §§ 2192 BGB handelt, kann hier nicht abschließend beurteilt werden.

Sofern dies nicht gesondert erwähnt und vor allem mit einer Konsequenz versehen ist, wird es sich nicht um eine Auflage handeln.

Im Grunde genommen, kann dann das Geschäft von der einen Schwester weitergeführt werden.

Als Alternative kann das Geschäft auch formal aufgegeben werden und dann von der einen Schwester neu gegründet fortbetrieben werden.

Aber egal für welche Variante man sich entscheidet, steht der anderen Schwester als Miterbin die Hälfte an dem Vermögen zu.

Grundsätzlich hat die andere Schwester einen Anspruch in Geld an dem Erbe.

Daher sollte versucht werden, eine Einigung zu erzielen. Die andere Schwester könnte mit einer Einmalzahlung aber auch mit im Rahmen einer monatlichen Beteiligung befriedigt werden.

Nachfrage vom Fragesteller 11.03.2011 | 21:44

Sehr geehrter Herr Schwerin,
vielen Dank für Ihre schnelle Einschätzung und rechtl.Beratung.
Die Schwester hat das Geschäft mit eigenem Namen bereits weitergeführt.Es ist noch nicht abgemeldet,das Erbe wurde noch nicht angetreten.Wie würde eine Einmalzahlung berechnet,woran orientiert sich eine solche Zahlung?Was ist mit dem Geschäftskonto?
Welches Vermögen ist hier zu teilen?Wie bemisst sich der Anspruch in Geld an dem Erbe?
Danke für Ihre Bemühungen
MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.03.2011 | 09:17

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Für die Auszahlung der Schwester müsste das Geschäft in Geld bemessen werden.

Dazu sind alle Aktiva und Passiva zu ermitteln und gegenüber zu stellen.

Ggf. muss ein Steuerberater oder sonstiger Wirtschaftsgutachter / Buchhalter bei der Ermittlung der Zahlen behilflich sein.

Soweit der positive Wert des Geschäfts ermittelt ist, hat die Schwester einen Anspruch auf 50 % des Wertes.

Dieser Betrag ist dann einmalig oder monatlich auszuzahlen - dies ist zwischen den Schwestern Verhandlungssache.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Steffan Schwerin
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 12.03.2011 | 10:10

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