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Kann die Kosten nicht übernehmen


20.12.2005 17:50 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,

in meinem Fall geht es um eine Internet-Domain einer sehr bekannten Marke. Der Streitwert ist auf 100.000,- EUR angesetzt. Nun ist mir bereits klar, daß ich die Domain nicht nutzen und auch das Logo von der Firma einsetzen durfte. Nun der Punkt ist, daß ich diese 1,3 Geschäftsgebühr von ca 1800 EUR zahlen muß, was ich leider nicht kann. Bin in der Ausbildung und habe einfach das Geld nicht, bin ständig im Minus. Das trifft mich nun sehr hart. Wohne auch noch bei meinen Eltern und weiß nicht was ich machen soll. Ich habe auch kein Auto was ich verkaufen könnte. Ich habe auch sonst nichts was ich verkaufen könnte um das Geld einzubringen.

Ich habe bereits alles nötige getan dh die Domain aufgegeben und ein Schreiben an sie geschickt, daß ich mich nicht am Wirtschaftsgut deren bereichern wollte, sondern nur eine reine Fanseite machen wollte.

Nun sagt der Anwalt, daß wenn sie das Geld bis zum 23.12 nicht auf dem Konto verzeichnen können, sie ihrer Mandantin empfehlen werden gerichtliche Schritte einzuleiten.

Was kann mir drohen wenn ich vor Gericht treten muß? Hohe Gerichtskosten und Pfändung all dessen was ich besitze, möglicherweise Knastaufenthalt?
20.12.2005 | 18:08

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund der mitgeteilten Tatsachen wiefolgt beantworten möchte:

1.Eine Haftstrafe droht nach Ihrer Schilderung nicht.

2.Sie sollten zunächst einmal durch einen Anwalt prüfen lassen, ob die Gegenansprüche gerechtfertigt sind. Sie können auch vorab an die Gegenseite schreiben und einen Aufschub der Zahlung erbitten und erläutern, dass Sie in der Ausbildung sind und den geforderten Betrag keinesfalls auf einmal aufbringen können. Bitten Sie um einen Vorschlag zur Bereinigung der Angelegenheit, gegebenenfalls durch Ratenzahlung o.ä.

3.Bei einem Rechtsstreit kommen bei dem von Ihnen genannten Streitwert – der dann gerichtlich auch auf seine Rechtmäßigkeit in der Höhe geprüft wird- Kosten von ca. 11.500 Euro in Betracht.

4.Eine Ratenvereinbarung ist aber sicherlich möglich, insbesondere wenn die Gegenseite davon ausgehen muß, dass bei Ihnen diese Summe „nicht zu holen“ ist.

5.Eine Erstberatung bei einem Rechtsanwalt beträgt max. Euro 190,00. Das sollten Sie wirklich investieren, um die Rechtslage anhand der Dokumente und Sachlage prüfen zu lassen.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem Rechtsproblem weiter geholfen.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

info@anwaeltin-heussen.de
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Nachfrage vom Fragesteller 20.12.2005 | 18:25

Die Erstberatung hatte ich bereits die mir nichts weiter eingebracht hat als weitere 150 EUR die ich zu zahlen habe. Gegenansrpüche sind dementsprechend gerechtfertigt.

In klaren Worten heißt es nun für mich entweder 1.800,- oder 11.500,- EUR zahlen, hab ich das richtig verstanden und was ist wenn der Anwalt nicht auf eine Ratenzahlung eingeht?

Ich bezweifel ich stark, daß mir eine Bank die Summe gibt, da ich gar keine Sicherheiten habe und im Sommer wohl mit der Ausbildung fertig bin und erstmal Arbeitslosbin. Das wird keine Bank machen denke ich.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.12.2005 | 20:05

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich kann natürlich nicht sagen, was der Gegner machen wird. Allerdings bringt es auch nichts, Sie zu verklagen in dem Wissen, dass eine Pfändung erfolglos bleibt, weil weder Lohn noch sonstiges Vermögen vorhanden ist, das gepfändet werden kann. In diesem Fall ist eine Ratenvereinbarung auch sinnvoll, denn so bekommt der Gegner wenigsten sein Geld, wenn er auch länger darauf warten muß.

Wenn Sie den Anspruch vorher schon anerkannt haben und trotzdem geklagt wird, bleibt der Gegner auch auf seinen Kosten sitzen, weshalb er das nicht machen wird bzw. sollte.

Sie sollten ganz klar machen, dass bei Ihnen nichts zu holen ist und nur im Wege der Ratenzahlung die Sache aus der Welt geschafft werden kann und Sie hierzu bereit sind. Geben Sie einen Betrag an, den Sie aufbringen können.

Mit freundlichen Grüssen
Nina Heussen
Rechtsanwältin

ANTWORT VON

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