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Kann die Hausverwaltung Maklerprovision von mir verlangen?

15.05.2012 17:08 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Guten Tag,

ich wohne derzeit zur Miete in einer Eigentumswohnung in einer größeren Wohnanlage. Die Hausverwaltung der gesamten Anlage erfolgt durch den Hausverwalter S.

Nun möchte ich eben diese Wohnung kaufen.

Laut Aussage vom Hausverwalter S. wird dieser auch die Abwicklung im Falle eines Kaufs übernehmen, da der jetztige Eigentümer nicht vor Ort ist.

Hierzu folgende Fragen:

1.) Kann die Hausverwaltung Maklerprovision von mir verlangen?
2.) Muss ich vor Vertragsabschluss darauf hingewiesen werden, dass eine Maklerprovision anfällt.

3.) Falls die Provision nicht verlangt werden darf:
Wie gehe ich in diesem Fall am Besten vor. Ich befürchte, dass wenn ich die Zahlung der Provision ablehen, ich den Zuschlag für den Kauf nicht erhalte. Kann ich zunächst sagen, dass ich bezahlen werde und diese Zusage später wiederrufen?

Ich danke für Ihre Hilfe.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworten darf.

Bitte beachten Sie vorab, dass meine nachstehenden Ausführungen nur eine erste rechtliche Einschätzung auf der Grundlage Ihrer Angaben darstellen können.

Wenn der Verwalter auch für die Verwaltung der einzelnen Wohnungen zuständig ist, darf er für die Vermittlung des Verkaufs keine Provision verlangen. Das ergibt sich aus § 2 Wohnungsvermittlungsgesetz.

Handelt es sich aber nur um den WEG-Verwalter, also den Verwalter des Gemeinschaftseigentums, steht diese Vorschrift dem Provisionsanspruch nicht entgegen.

Lesen Sie dazu bitte auch:
http://www.immobilienscout24.de/de/umzug/ratgeber/miete-nebenkosten/urteile-maklerprovision/provision-fuer-verwalter.jsp

Sie sollten dann aber vor der Vermittlung auf die anfallende Provision hingewiesen werden, da Sie sonst davon ausgehen könnten, dass der Verkäufer die Provision zahlt.

Darf jedoch keine Provision verlangt werden, weil der Wohnungsverwalter den Verkauf vermittelt, können Sie zum Schein auf die Forderung eingehen - die Provision darf dann wegen § 2 Wohnungsvermittlungsgesetz gleichwohl nicht von Ihnen verlangt werden.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Für eine weitergehende Beratung und Vertretung Ihrer Interessen stehe ich gerne zur Verfügung.

Bitte kontaktieren Sie mich dazu über die unten genannte Rufnummer bzw. E-Mail-Adresse.



Mit freundlichen Grüßen

Andreas Schwartmann
Rechtsanwalt

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