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Kann der Vermieter die Stellung eines Nachmieters verlangen?


30.08.2005 08:30 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

Unser Problem lautet wie folgt:
Wir möchten zum 01. Oktober aus unserer jetzigen Wohnung ausziehen und haben dies mündlich unserem Vermieter mitgeteilt. Er erklärte uns, wir sollen einen Nachmieter bringen und dann wäre dies in Ordnung. Wir haben daraufhin schriftlich gekündigt (fristgerecht 3-Monatsfrist eingehalten).

In unserem Mietvertrag steht:

§ 2 Mietzeit und ordentliche Kündigung

1.
c) Das Mietverhältnis ist auf Verlangen des Mieters auf bestimmte Zeit abgeschlossen, (dann folgt ein "wegen", welches der Vermieter durchgext hat.

Es beginnt am 01.11.2003 und endet am 31.10.2006, wenn es nicht verlängert wird.

Wir möchten jetzt gerne wissen, ob wir überhaupt einen Nachmieter bringen müssen?

Der Vermieter hat keinen Grund für die Befristung angegeben und somit handelt es sich doch um einen unbefristeten Mietvertrag und wir müssen nur die 3-Monats-Kündigungsfrist einhalten oder liegen wir da falsch?

Außerdem würden wir noch gerne wissen, wie es mit der Endrenovierung aussieht.

In unserem Vertrag steht unter § 23 Weitere Vereinbarungen:

Bei Auszug sind die Tapeten von den Wänden zu entfernen, vorhandene Löcher fachgerecht zu verfüllen, sowie alle Teppichböden zu entfernen und die Wohnung in einwandfreiem Zustand zu übergeben.

Ist dies zulässig, weil wir ja noch keine zwei Jahre in dieser Wohnung wohnen?
Bei unserem Einzug war die Wohnung im unrenovierten Zustand, wir haben Tapeten und Teppichböden selbst angebracht.


Für Ihre Bemühungen bedanken wir uns im Voraus

und verbleiben mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrter Ratsuchender,

da kein Befristungsgrund vorliegt, dürften Sie hier richtig liegen; die dreimonatige Kündigungsfrist wird nach der Rechtsprechung reichen.

Bezüglich der Renovierung gilt zunächst die vertragliche Abrede. Da hier nicht bekannt ist, inwieweit neben der Endrenovierung auch Schönheitsreparaturen verlangt wurden, muss zunächst von der Wirksamkeit der Klausel ausgegangen werden. Nur wenn die Schönheitsreparaturen von Ihnen geschuldet wären und bei der Endrenovierung dann keine Berücksichtigung finden, könnte auch die Unwirksamkeit der gesamten Klausel abgeleitet werden. Ob die Wohnung bei Einzug unrenoviert war, spielt dabei keine Rolle; der Teppichboden wird zu entfernen sein.

Hierzu ist es aber notwendig, den Vertrag in seiner Gesamtheit INDIVIDUELL zu prüfen, was dieses Forum nicht leisten kann (siehe Button "Hilfe"). Deshalb würde ich Ihnen raten, unverzüglich einen Kollegen vor Ort aufzusuchen und mit der genauen Prüfung zu beauftragen; dieses als erste Orientierung.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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