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Kann der Makler von mir Geld verlangen, weil angeblich mündlicher Vertrag ?

| 20.11.2015 13:10 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Saeger


Sehr geehrte Anwälte,

Kann ein Makler einfach so von einem mündlichen Auftrag sprechen oder muss er das beweisen?

Wenn der Makler von "Textform " redet also das man das auf seiner Webseite frei aufrufen kann, wäre das ausreichend oder muss man mir - auch mit Nachweis das ich das erhalten habe- einen Vertrag in Textform zusenden, um überhaupt von einem Vertrag auszugehen ?
Versteht man die Textform daher nicht als Vertrag sondern mehr als Erklärung, die mir zugeben muss und könnte ich dieser widersprechen oder muss ich ihr zustimmen ?
Oder sind an der neu eingeführten Textform gemäß § 126b BGB § 2 WoVermittG keine größeren Hürden erforderlich ?

Kann der Makler also einfach einen mündlichen Handschlag erfinden oder fehlt es dann noch an der Textformerfordernus ?

Sehr geehrte Fragenstellerin,

die Darstellung auf einer Webseite erfüllt nicht das Kriterium der Dauerhaftigkeit gemäß § 126 b BGB - vgl. BGH, Urteil v. 29.04.2010, I ZR 66/08.

Die Schriftform muss bei Vertragschluss vorliegen.

Denn laut § 2 Wohnungsvermittlungsgesetz muss der Vertrag selber schriftlich in Textform zustande kommen. Mündliche Abreden haben keine Bedeutung.

Fazit: ohne ihre Unterschrift ist zumindest im Bereich der Maklertätigkeit hinsichtlich der Anmietung von Wohnraum kein wirksamer Vertrag geschlossen.

Zudem sei auf § 2 Abs. 1 a WoVermittG verwiesen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Saeger
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 20.11.2015 | 14:23

Danke
Ich war hier etwas unsicher, weil teilweise vertreten wird, dass die Textform noch unter der "Schriftform "
Also das es Abstufungen gibt.

Wäre es zB möglich, dass mir ein Makler einfach eine Erklärung zusendet und dann behauptet ich hätte mich mit ihm mündlich geeinigt

Kurzum: gibt es doch eine Lücke, dass der Makler keine Unterschrift bzw in Verbindung mit dem Betrag braucht ?
Oder wäre mündlicher möglich oder muss das immer schriftlich sein

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.11.2015 | 14:48

Sehr geehrte Fragenstellerin,

der Begriff Schriftform war hier im Sinne der Textform nach § 126 b BGB benutzt. Eine Unterschrift ist aber dennoch regelmäßig notwendig, da gerade im Bereich der Maklerverträge anders kaum Beweis geführt werden kann. Denn viele Makler genießen bei etlichen Richtern keine sonderliche Glaubwürdigkeit.

Zu den weiteren Fragen:

a) solange es um Wohnraummiete geht, ist diese Behauptung möglich, aber sinnlos. Denn der Vertrag ist nur in Textform wirksam. Eine mündliche Vereinbarung ist rechtlich wertlos. Sie ist kein "dauerhafter Datenträger".

b) es gibt keine Lücke. Die Textform ist unumgänglich.


Mit freundlichen Grüßen
Daniel Saeger
- Rechtsanwalt -

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"Leider habe ich die Antwort so nicht ganz verstanden, ich bitte um Rahmen des Portals nochmal darauf einzugehen, falls ich falsch liege
Ich gehe also davon aus, dass es eben theoretisch rechtlich auch nicht möglich ist ohne Unterschrift einen Vertrag hier zu schließen.

Ich dachte, dass die "Schriftform " eine Unterschrift erfordert, die Textform aber nur eine feste Niederlegung des Vertragsinhaltes.
Daher war die Frage, ob es theoretisch rechtlich geht, wenn eben ein Vertrag ohne Unterschrift in Textform mir per Mail oder Post etc zugesandt wird und dann der Makler behauptet das der Rest also die " Unterschrift " bzw das besiegeln des Vertrages mündlich erfolgte ..
Ich gehe von obigen also aus, sollte ich falsch liegen bitte ich um Ergänzung "
Stellungnahme vom Anwalt: