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Kann Rente meines Mannes gepfändet werden

02.07.2019 11:33 |
Preis: 52,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Durch einen Ausgleichsvertrag im Erbfall verlangt der Bruder meines Ehemannes von ihm einen Betrag in Höhe von 50.000 €.( Bislang aber nur mündlich)
Mein Ehemann hat kein Eigentum und kein Barvermögen, ebenso keine Wertgegenstände. Er bezieht eine Rente in Höhe von monatlich ca. 1200 € netto. Ich bin noch berufstätig, besitze ein Einfamilienhaus, welches von uns gemeinsam bewohnt wird und einen Verkehrswert von ca. 200.000 € besitzt, ein Barvermögen in Höhe von ca. 10.000 € sowie einen 11 Jahre alten PKW, den ich beruflich nutze. Mein Nettoverdienst liegt bei ca. 2.500 €, ich bediene eine Hypothek in Höhe von ca. 75.000 € auf meine Immobilie.
Kann der Bruder meines Mannes die Rente meines Mannes pfänden (lassen), und wenn ja, in welcher Höhe?

Sehr geehrte Fragestellerin,

die Rente Ihres Mannes kann gepfändet werden, wenn sie über der Pfändungsfreigrenze von z.Zt. 1.179,99 liegt.

Bei einer Nettorente von 1.200,00 € können monatlich 14,99 € gepfändet werden. Da Ihr Mann kein Vermögen besitzt kann dieses auch nicht gepfändet werden.

Bevor die Rente allerdings gepfändet werden kann, benötigt der Gläubiger einen Titel. D.h. ein Urteil oder Ähnliches. Ohne Titel kann nicht gepfändet werden.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, einen ersten rechtlichen Überblick verschafft zu haben.

Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

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Nachfrage vom Fragesteller 02.07.2019 | 12:49

Herr Bordasch,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Eine kleine Frage bleibt mir allerdings als Nachfrage:

Sie nennen für meinen Mann die Pfändungsgrenze von 1180 €. Spielt mein Einkommen in Höhe von ca.2500 € dahingehend eine Rolle, dass möglicherweise ich ihm gegenüber unterhaltsverpflichtet sein könnte und dadurch eine niedrigere Pfändungsgrenze festgesetzt wird?

Viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.07.2019 | 13:47

Sehr geehrter Fragesteller,

dass Sie ggf. unterhaltspflichtig gegenüber Ihrem Ehemann sein könnten ändert nichts am Pfändungsfreibetrag. Dadurch kann sich nur der pfändbare Betrag erhöhen.

Ob Sie überhaupt unterhaltspflichtig sind, bedarf einer eingehenden Prüfung.

Im Grundsatz gilt: Ehegatten sind untereinander unterhaltspflichtig. Allerdings kann der Ehegattenunterhalt in der intakten Ehe durch Arbeit oder Einkommen erbracht werden. D.h. derjenige der beispielsweise den Haushalt führt, leistet auch etwas zum Familienunterhalt bei, mit der Folge das dadurch Mehreinkommen des Anderen ausgeglichen werden können.

Da Ihr Mann Rentner ist und Sie berufstätig sind, gehe ich davon aus, dass Ihr Mann den Haushalt überwiegend alleine führt. Da Ihre Einkommen auch nicht stark voneinander abweichen, gehe ich bei einer überschlägigen Prüfung davon aus, dass Sie nicht unterhaltspflichtig sind.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

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