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17.05.2007 17:32 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Sehr geehrte Anwältin/Anwalt für Strafsachen,

meine Frage bezieht sich auf das „richtige“ Verhalten gegenüber meinem verteidigenden Anwalt.

Wenn man angezeigt wurde (wg Beleidigung/Bedrohung einer Person und weil man jemand anderen „unsanft“ aufgefordert hat einen Platz freizumachen und die Zeugensituation ist dergestalt, dass nie mehr als eine Person mit dem Angeklagten zusammen war, aber die Zeugen voraussichtlich ähnliche und abgestimmte Aussagen machen werden und dummerweise sich auch naheste Verwandte des Angeklagten unter den Gegnern befinden werden) und nun mit dem eigenen Anwalt spricht, stellt sich mir folgende Frage:

Schildert man den Fall 100% korrekt, wieweit darf er einem empfehlen, den Vorfall abzustreiten mit der Gefahr letztendlich einen Meineid zu schwören, oder ist er aus „anwaltrechtlicher Pflicht“ quasi gezwungen, dann anders zu agieren, als wenn man Ihm es nicht gesagt hätte. Ich erwarte von Ihnen jetzt nicht eine Empfehlung dem Anwalt wissentlich nicht die volle Wahrheit zu sagen, falls dies besser für mich wäre, was Sie jetzt möglicherweise aus standesrechtlichen Dingen nicht dürften, sondern einfach eine wahrheitsgemäße Aussage, was welches Verhalten von mir gegenüber dem Anwalt, was impliziert.

Besten Dank

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Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),
aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.
Zunächst sind zwei Dinge klarzustellen.
1.Alles was im Rahmen des Mandates besprochen wird unterliegt der anwaltlichen Schweigepflicht.
2.Ein Beschuldigter bzw. Angeklagter ist nicht verpflichtet sich selbst zu belasten. D.h. diese Person darf sozusagen lügen. Seine Grenze findet diese Freiheit da, wo etwa falsche Verdächtigung etc. Im Spiel sind. Es ist nicht strafbar eine Tat gänzlich abzustreiten, auch wenn diese begangen wurde. Strafbar wäre es z.B. wider besseres Wissen zu behaupten, dass eine bestimmte andere Person der Täter gewesen sein soll.
Machen Sie sich also keine Gedanken. Grundsätzlich sollten Sie Ihrem Anwalt nach Möglichketi die ganze Geschichte erzählen, dann kann er die richtige Verteidigungsstrategie mit Ihnen festlegen und im Rahmen einer etwaigen Hauptverhandlung entsprechen agieren.Der Anwalt selbst unterliegt wie gesagt der Schweigepflicht. Ein guter verteidiger wird nicht nachteilig für den Mandanten handeln, nur weil er Kenntnis von der Tat hat.
Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.
Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 17.05.2007 | 17:55

Vielen Dank für Ihre rasche Antwort.

Interpretiere ich Sie dahingehend richtig, dass ein "guter" Anwalt in letzter Konsequenz mir nicht abraten müsste eine unwahre Aussage zu machen bzw. in allerletzter Konsequenz einen Meineid zu leisten, falls er dies in dem konkreten Fall auch für die beste Lösung hielte?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.05.2007 | 20:59

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

nein da haben Sie leider etwas falsch verstanden. Kein Anwalt darf und wird Sie darauf hin beraten, etwas gesetzwidriges zu tun!

Nochmals: Ein Angeklagter/Beschuldiger ist nicht verpflichtet sich selbst zu belasten. Er muss nichts sagen, darf auch die Tat abstreiten. Ein Anwalt hingegen darf nicht zum Lügen ermutigen, darf aber durchaus auf die entsprechende Rechtslage hinweisen.

Für einen Angeklagten/Beschuldigten gibt es keine Falschaussage!

Im Hinblick hierauf wird natürlich die Aussage eines Angeklagten / Beschuldigten stets kritisch auf den Wahrheitsgehalt zu untersuchen sein.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas M. Boukai
Rechtsanwalt

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