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Kaninchenstall im Garten

| 01.10.2020 15:46 |
Preis: 70,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

In Hamburg sind eingeschossige Gebäude ohne Aufenthaltsräume bis 30 m³ umbauten Raum je zugehörigem Hauptgebäude, außer im Außenbereich, verfahrensfrei und bedürfen keiner Baugenehmigung. Das betrifft auch Kleintierställe.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir planen einen Kaninchenstall in Hamburg Billstedt zu bauen. Die Grundfläche beträgt ca. 18m² (ca. 6m breit, 3m tief) und soll an der Stirnseite ca. 2,15m hoch und an der Rückseite 2,00m hoch sein. Drei Seiten sind dabei bis auf 1m Höhe geschlossen, der Rest und die Stirnseite sollen mit Draht geschlossen werden. Der Stall soll auf Randsteinen stehen, mit Ankern im Boden befestigt und innen ist eine dünne Betonplatte gegossen (5cm). Das Dach soll aus OSB Platten mit Dachpappe bestehen. Alles in allem also sehr massiv.
Im Garten existiert bereits ein Gartenhaus (Höhe ca. 2,20m) mit ca. 30m³. Sowohl die Lange Seite des Gartenhauses, als auch die lange Seite des Stalles grenzen an das gleiche Nachbargrundstück (unter 3m Abstand). Die jeweils kurzen Seiten grenzen an jeweils andere Nachbargrundstücke (rechts und links, auch unter 3m). Das Grundstück ist Teil einer WEG, die Nutzung ist aber gemäß Teilungserklärung dem Eigentümer uneingeschränkt vorbehalten. Der Bebauungsplan sieht ebenfalls keine abweichenden Einschränkungen zum Baurecht vor.

Unsere Frage nun: Dürfen wir den Stall ohne Baugenehmigung bauen? Wenn nicht, welche Änderungen müssten wir vornehmen, damit wir den Stall dennoch bauen dürfen (ohne Genehmigung). z.B. niedriger bauen ( sodass der Stall evtl. überhaupt nicht mehr als Gebäude gilt bzw. genehmigungspflichtig ist).

Vielen herzlichen Dank

LG
Dominic

01.10.2020 | 17:54

Antwort

von


(922)
Bertha-von-Suttner-Straße 9
37085 Göttingen
Tel: 0551 707280
Web: http://rkm-goettingen.de/gero-geisslreiter-verwaltungsrecht
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Den Kaninchenstall wird man wohl nicht als Anlage, die der Gartennutzung dient, ansehen können (vgl. Nr. 9.5 der Anlage 2 zur Hamburgischen Bauordnung - HBauO).

Nach Nr. 1.1 der Anlage 2 ist ein eingeschossiges Gebäude ohne Aufenthaltsräume wie der Kaninchenstall bis 30 m³ umbauten Raum je zugehörigem Hauptgebäude verfahrensfrei. Ihr Vorhaben hat rund 36 m³. Gebäude sind selbstständig benutzbare, überdeckte bauliche Anlagen, die von Menschen betreten werden können und geeignet oder bestimmt sind, dem Schutz von Menschen, Tieren oder Sachen zu dienen (§ 2 Abs. 2 HBauO). Diese Privilegierung haben Sie bereits mit dem Gartenhaus ausgenutzt. Das bedeutet, dass eine Baugenehmigung erforderlich ist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben, und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Gero Geißlreiter
Fachanwalt für Verwaltungsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 01.10.2020 | 18:13

Sehr geehrter Herr Geißlreiter,

vielen herzlichen Dank für Ihre ausführliche und verständliche Antwort.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, besteht nicht die Möglichkeit, den Stall anders zu bauen (Bauweise oder Maße) um doch noch ohne Genehmigung bauen zu können.

Vielen herzlichen Dank.

Mit freundlichem Gruß

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.10.2020 | 10:16

Sehr geehrter Fragesteller,

nein, das sehe ich leider nicht. Die Bauaufsichtsbehörde soll nach dem Gesetz das Vorhaben prüfen, wenn bereits ein vergleichbares Gebäude auf dem Baugrundstück steht. Ein Gebäude dieser Art hat der Bauherr also sozusagen frei, alle weiteren werden behördlich geprüft.

Die Gesetzesbegründung sagt zu Nr. 1.1 der Anlage 2:

Es wird der 30 m³ Kubaturwert aus Abschnitt I Nummer 6 der Anlage zur BauFreiVO übernommen, um keine Verschärfung gegenüber der bisherigen Regelung zu erhalten. Die Verfahrensfreiheit gilt nicht, wenn mehr als eines dieser Gebäude je Hauptgebäude errichtet werden soll.

Auf das Bauvolumen kommt es dann nicht an.

(Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg, Drs. 18/2549 vom 05.07.2005, S. 73)

Beste Grüße von Gero Geißlreiter, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 02.10.2020 | 10:26

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