Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kamera kommt defekt beim Käufer an, Rückabwicklung problematisch


| 15.01.2007 12:53 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Hallo,

ich habe im November 2006 in der privaten ebay- Auktion 110051221397 eine Digitalkamera mit weiterem Zubehör verkauft. Der Käufer teilte mir mit, dass die Ware zwar der Artikelbeschreibung entsprach, jedoch die Kamera eine Fehlermeldung zeige. Leider ist mir in der Artikelbeschreibung, wie ich später erfahren mußte, ein folgenschwerer Fehler unterlaufen: Ich habe "Garantie" mit "Gewährleistung" verwechselt. Statt einer Garantie bestand auf alle Artikel die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistung. Inzwischen sind mir die Unterschiede durch eigene Recherchen klar geworden, so dass
ich dazu keine Erklärung mehr benötige. Ich erwähne dies nur, weil es der Grund für die spätere Rückabwicklung sein wird.
Der Käufer verlangte wegen der defekten Kamera (nicht wegen Gewährleistung statt der zugesicherten Garantie) die Rückabwicklung des Vertrages. Da ich Rücknahme und Umtausch ausgeschlossen hatte, lehnte ich dies ab. Der Käufer verlangte jetzt den schriftlichen Nachweis über die Garantie, woraufhin ich ihm die AGB des Anbieters schickte, von dem ich die Kamera ursprünglich erworben hatte. Dort war von "Gewährleistung" die Rede. Da der Käufer, wie er selbst zugab, den genauen Unterschied zwischen "Garantie" und "Gewährleistung" auch nicht wußte (habe ich schriftlich vorliegen), wollte er die genaue Auslegung seinem Anwalt überlassen. Dieser forderte anschließend von mir die volle Übernahme der Reparaturkosten. Daraufhin bot ich die Rücknahme wegen des Mangels in der Artikelbeschreibung oder alternativ eine Preisminderung an. Da ich eine funktionstüchtige Kamera versendet hatte, verlangte ich jedoch vom Käufer die Beseitigung des Mangels. Die Gegenseite reagierte jetzt mit Prozessandrohung und forderte mich mit Fristsetzung auf, den Kaufpreis auf das Kanzleikonto zu überweisen. Danach sollte mir die Kamera unfrei zugesandt werden. Da ich das Prozessrisisiko nicht eingehen wollte, bot ich an, die Kamera auch mit dem Defekt, zurückzunehmen. Der Käufer sollte mir die Kamera zurückschicken und hätte anschließend sein Geld + Portokosten von mir erstattet bekommen. Im darauf folgenden, betont freundlich gehaltenen Anwaltsschreiben wurde von mir erneut die Überweisung des Kaufpreises gefordert, bevor die Kamera zurückgeschickt wird. Einziger Unterschied war, dass der Anwalt, wie auch aus anderen Fällen hinlänglich bekannt, als "Treuhänder" fungieren sollte. Dies lehnte ich ab und forderte die Gegenseite erneut zum Zurücksenden der Kamera mit Fristsetzung auf. Daraufhin wurde mir letzte Woche Folgendes mitgeteilt: "Die Rückabwicklung des Vertrages hat dort stattzufinden, wo sich der Vertragsgegenstand zum Zeitpunkt des Rücktritts befand." (Zitat Ende) Es folgte nochmals die schon hinlänglich bekannte Zahlungsaufforderung mit der "treuhänderischen Verwaltung".
Daraus ergibt sich jetzt meine Frage: Muß ich mir diese Vorgehensweise von der Gegenseite aufzwingen lassen? Eine Prüfung des Inhaltes wäre mir so vor der Überweisung des Kaufbetrages nicht möglich. Bin ich überhaupt verpflichtet, die jetzt defekte Kamera zum vollen Kaufpreis zurückzunehmen? Die von mir gesetzte Fist läuft jetzt ab.
Nach weiteren Recherchen in diesem Forum ist mir klar geworden, dass ich das Transportrisiko (Versendungssgeschäft) ab der Übergabe an DHL nicht zu tragen habe. Für eine Beantwortung wäre ich dankbar.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,


aufgrund Ihrer Äußerung, dass Sie die Kamera zurücknehmen und dann den Kaufpreis plus Versandkosten erstatten, sind Sie in der Tat nun verpflichtet, die Kamera gegen Kaufpreiserstattung zurückzunehmen.

Hier sollten Sie es daher nicht auf einen teueren Prozess ankommen lassen, da eben Ihre im Nachhinein gemachte Zusage hier die Rechtslage zu Ihren Ungunsten verändert hat.

Weiter würde ich neben dem Kaufpreis auch gleich die Kosten für einen VERSICHERTEN Versand übernehmen und dem Kollegen zuschicken. Denn dieser hat insoweit Recht, als dass Sie hier nun vorleistungspflichtig geworden sind.


Wenn Sie aber auf den versicherten versand bestehen und dieses auch im Vorfeld bezahlen, muss Ihnen die Kamera dann auch versichert zurückgeschickt werden.

Hier wäre es ratsam gewesen, gleich nach der ersten Reklamation (und ohne eigene Aussage, die nun zu Ihren Lasten gehen wird) Rechtsrat einzuholen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Ich bedanke mich für die Auskunft und habe die ausgesprochene Empfehlung bereits umgesetzt. "
FRAGESTELLER 4/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER