Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Käufer zahlt nicht und bewertet negativ!


30.03.2006 20:37 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen



Sehr geehrte Damen und Herren Rechtsanwälte,

wir betreiben gewerblich einen Ebay sowie Online-Shop. Im Januar gewann ein Kunde bei uns eine Auktion zum Höchstpreis (39,45 EUR), den gleichen Artikel hatten wir bei uns im Ebay Shop für 24,95 EUR. Nach Auktionsende erhielten wir dann eine Email von ihm, in der er uns mitteilte, er sei nicht bereit den Kaufpreis zu bezahlen, denn schliesslich hätten wir den gleichen Artikel auch für 24,95 EUR per Sofort-Kauf im Angebot.
Wir haben ihm daraufhin die üblichen Dinge mitgeteilt, dass ein Gebot bindend ist und er vor Auktionsende sich in Ruhe hätte alles angucken können etc... wir leider aber nicht nach der Auktion über einen Preis verhandeln.
Darufhin wurde der Käufer ziemlich unverschämt und drohte mit einer negativen Bewertung.
Wir sind daraufhin nicht weiter auf diese Diskussion eingegangen.

Wie zu erwarten, hat der Käufer die Summe nicht bezahlt und erhielt von uns eine Zahlungserinnerung. Die Diskussion ging dann wieder von vorne los. Zuletzt erhielt er dann die Mahnung von Ebay, bzw die Unstimmigkeit wegen eines unbezahlten Artikels.

Auch daraufhin kamen dann wieder die Antworten, er wäre ja bereit gewesen, aber wir sind ja selbst schuld, da man mit uns nicht verhandeln kann.....

Wir haben die Gutschrift über die Verkaufsprovision von Ebay erhalten und dachten, die Sache wäre jetzt erledigt.

Einige Woche später erhielten wir eine negative Bewertung von diesem Käufer mit folgendem Text: "Kein mm Entgegenkommen, typisch deutscher Kleingeist aus der Provinz"

Wir haben Ihn daraufhin aufgefordert die Bewertung zurück zu nehmen, da er noch nicht mal gezahlt habe und wir auf seinem erpresserischen Niveau nicht verhandeln.

Die Frist zur Rücknahme der Bewertung hat er fruchtlos verstreichen lassen.

Da Ebay die Bewertung nicht zurück nimmt, würden wir gerne ein richterliches Urteil erwirken, denn nur darauf reagiert Ebay und löscht dann diese Bewertung.

Unseren Fragen sind nun:
- Wie hoch sind die Kosten die entstehen?
- Welche Partei trägt die Kosten, wenn wir nachweislich bezeugen können, dass die Schuld definitv nicht an uns liegt und wir auch an einer aussergerichtlichen Einigung interessiert waren (Email m. Fristsetzung)

Wir sind wirklich keine streitsuchenden Menschen, und sind immer an einer friedlichen Lösung interessiert, aber es kann ja nicht angehen, dass ein Käufer mit einer Bewertungserpressen versucht den Preis zu "drücken" und damit auch noch durch kommt.

Wir danken Ihnen für die Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

N. E.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Die Bewertung des Käufers stellt aus meiner Sicht zumindest eine Beleidigung, wenn nicht sogar eine Verleumdung dar, so dass Sie gegen den Käufer einen Schadenersatzanspruch, gerichtet insbesondere auf Beseitigung der negativen Bewertung, haben dürften. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass die Gerichte bei der Bejahung derartiger Ansprüche im Zusammenhang mit eBay-Bewertungen vorsichtig sind. Die Gerichte verweisen gern auf die Möglichkeit desjenigen, der von der negativen Bewertung betroffen ist, diese durch eine Gegenäußerung richtig zu stellen. In Ihrem Fall wird sich die in der Bewertung enthaltene Meinungsäußerung aber wohl kaum in wenigen Worten richtigstellen lassen. Schon daher dürften Sie vor Gericht gute Chancen haben.

Das LG Düsseldorf hat in einem Ihrer Konstellation vergleichbaren Fall (Urteil vom 18.02.2004, Az.: 12 0 6/04) den Streitwert auf 10.000,00 EUR festgesetzt. Dies wird angesichts der Bedeutung der Sache für gewerbliche Verkäufer gemeinhin auch als angemessen angesehen. Hieraus resultieren für eine gerichtliche Auseinandersetzung folgende Kosten:

1. Klageverfahren
- Gerichtsgebühren: 588,00 EUR
- Rechtsanwaltskosten pro Partei: rund 1.500,00 EUR inkl. Umsatzsteuer

2. Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung (Eilverfahren)
- Gerichtsgebühren: 294,00 EUR
- Rechtsanwaltskosten pro Partei: knapp 800,00 EUR inkl. Umsatzsteuer

Diese Kosten sind von demjenigen zu tragen, der im Rechtsstreit unterliegt. Da Sie angesichts Ihrer Schilderung wie gesagt gute Karten haben, wird also mit großer Wahrscheinlichkeit der Käufer die Kosten tragen müssen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für eine Nachfrage wie auch für die weitere Vertretung in dieser Angelegenheit stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER