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Käufer will ein gebraucht Drucker nach 2 Monaten umtauschen

12.08.2013 18:07 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Sehr geehrte Damen und Herren

Ich verkaufe seit ca 3 Jahren Gewerblich Büromaschinen. Hauptsächlich über Ebay.

Jetzt hat ein Herr bei mir anfang Juni einen Drucker erworben und diesen gleich bemängelt.
Ich habe den mir genannten Mangel beim Kunden Vor Ort behoben, und es wurden in beisein
meiner Mitarbeiterin Testkopien gemacht und diese wurden auch als Ok befunden, so das der Kauf OK war und das Gerät einwandfrei dem Kunden zur verfügung stand.

Nach zwei Monaten fing der Kunde wieder an zu bemängeln und diesmal ging es um einen Fehler in meiner Artikelbeschreibung.

Die Artikelbeschreibung bestand dadrin Überschrift(Welches Gerät)

Technische Daten des Gerätes.
Verbrauchsstände und Zählerstand des Gerätes
Ebay Artikelkatalog ebenfalls über das Gerät


Nun machte mich der Käufer aufmerksam uns teilte mir mit das er mit dem Gerät nur 100 Gramm und nicht 150 Gram, wie von mir beschrieben,gedruckt werden kann.
Das geht auch nur mit dem Nachfolge Modell.

Ich hatte dies aber in meiner Technischen Beschreibung drin stehen.

Ich habe aber 5x in der gesamten Artikelbeschreibung stehen das es sich um das Model handelt das kein 150 Gram bedrucken kann.

Er bezieht sich nun aber auf die Technische Daten die ich von der Herstellerseite geholt habe, wo ich halt übersehen habe das es sich um ein Nachfolger Modell handelt.

Der Käufer hat mir nun eine Frist gesetzt und hat aber gleichzeitig einen Drucker bei mir über Ebay gekauft den ich per 1-Euroaktion eingestellt hatte.

Natürlich das Nachfolge Modell was die funktion 150 Gram drucken beinhaltet.

Diesen hat er für 75% des Preises erstanden, was er für das andere Modell was er vor 2 Monaten gekauft hat.

Nun Verlangt er das ich ihn Gerät zwei liefere und die Differenz ihm zurück zahle.

Bevor er das Gerät erstanden hat, habe ich ihm Angeboten sein Gerät zu tauschen damit er diese Funktion hat.

Dieses willigte der Käufer ab.

Desweiteren Fragte ich den Kunden ob er mir die Statusseiten zu senden kann, da ich davon ausgehe das er das Gerät bis zum verbrauch der Verschleissteile benutzt hat und den Zählerstand so erhöht hat das dass Gerät kein Geld mehr wert ist.

Dieses will er nicht nach kommen seine Antwort war, er könnte das Gerät bis zum defekt gedruckt haben, ich müsste es aufgrund des Artikelbeschreibungsfehlers so oder so zurück nehmen.

Ich denke er will mich betrügen, er hat mit dem Drucker Geld verdient und nun ist es Defekt und jetzt bezieht er sich auf den fehler in der Artikelbeschreibung und tauscht es um.


Ist dies richtig so?
Auch wenn er die Verschleissteile kaputt gedruckt hat?
Steht mir pro Druck ein Preis für den Wertverlust zu?

Kann der Käufer verlangen das ich ihm Gerät zwei liefer und die Differenz zurückzahle?

Muss der Käufer mir das Gerät liefern oder muss ich für den Rücktransport sorgen?
Ich gebe ausdrücklich eine Bring-IN-Gewährleistung

Es sein noch Gesagt das der Käufer das Gerät gewerblich in seiner Druckerei nutzt um zumbeispiel Einladungskarten druck.




Vielen Dank




Einsatz editiert am 12.08.2013 18:18:16

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Da er das zweite Gerät ersteigert hat, müssen Sie ihm das Gerät gegen Zahlung des Kaufpreises liefern.

Allerdings liegt kein Grund für gewährleistungsrechtliche Ansprüche vor. Wenn fünfmal geschrieben steht, dass bis zu 100 Gramm gedruckt werden können und nur im Detail stehen irgendwo 150 Gramm drin, ist klar, dass es ein Versehen ist. Wenn der Käufer es für ein Druckgewerbe nutzt, verfügt er über Fachwissen, so dass er keinen Grund hat, sich auf eine Fehlangabe verlassen zu dürfen.

Daher hat er außer der Lieferung des zweiten Gerätes gegen Zahlung des Kaufpreises für das zweite Gerät keine Ansprüche gegen Sie.

Sie müssen das erste Gerät nicht zurücknehmen und ihm auch keine Differenz zurückzahlen.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.

Nachfrage vom Fragesteller 12.08.2013 | 18:43

Ok ich hab es falsch beschrieben bzw würden sie jetzt die gleiche Antwort geben.

Beispielweisse ich verkaufe einen HP 100 der 100 Gram Drucken kann und schreibe in den Technischen Details rein das ich sich es hier aber über einen HP 100 T2 handelt der dann 150 Gram druck.

Das heisst um genau zu sein.

Überschrift steht das Model HP 100 (was jeder auch in der Suchfunktion sehen kann.)

Detaillierte Informationen zum Artikel was mir auch von ebay vorgeschrieben wird steht ebfalls HP 100

In meiner Artikelbeschreibung in der Überschrift steht ebenfalls

HP 100

Bis hier hin wurde auch noch nicht von einer verarbeitung des Papiergewichts geredet


Technische Daten in meiner Artikelbeschreibung

HP 100 T2 maximale Papierkapazität bis zu 1.880 Blatt und Papiergewichte bis zu 150 g/m²


Ich hoffe ich konnte es nun Detailierter beschreiben.

Was mich an meisten an der Angelegenheit belastet ist, das wir bereits bei dem Kunden vor Ort waren um ein Defekt zu beheben.
Wir haben vor Ort Testausdrucke gemacht und es war alles gut.

Nach zwei Monaten im Gebrauch in einer Druckerei ist ihm auf einmal der fehler aufgefallen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.08.2013 | 22:40

Sehr geehrter Ratsuchender,

danke für die Klarstellung.

Sie schulden dem Käufer aus dem ersten Kaufvertrag einen HP 100 mit maximalen Papiergewichten bis zu 150 Gramm/m2. Den gibt es aber nach meinem Verständnis Ihrer Angaben nicht, so dass eine Neulieferung unmöglich ist.

Daher können Sie die Neulieferung verweigern. Dem Kunden bleibt dann nur die Wahl zwischen Kaufpreisminderung und Rücktritt vom Kaufvertrag.

Die Höhe der Minderung entspricht dem aufgrund der geringeren Papiergewichtskapazität entstandenen Minderwert.

Wenn der Kunde den Rücktritt wählt, müssen Sie zwar den Kaufpreis zurückerstatten, können aber die Nutzungsentschädigung gemäß BGH (Az:VIII ZR 243/08) abziehen. Die Höhe der Nutzungsentschädigung entspricht dem aufgrund der Nutzung verminderten Wert des Gerätes.

Der zweite Kaufvertrag ist völlig unabhängig von dem ersten Kaufvertrag, d.h. der Kunde muß das zweite Gerät abnehmen und den Kaufvertrag dafür bezahlen, egal was mit dem Gerät aus dem ersten Vertrag passiert.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

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