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Kälte durch Trockenkeller-Fenster


17.10.2006 17:50 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Frau X hat sich dieses Jahr eine Eigentumswohnung gekauft. Diese befindet sich im Erdgeschoss.

Unter Ihrem Schlafzimmer liegt der Trockenkeller, bzw. Waschkeller mit der Münz-Waschmaschine und dem Münz-Trockner und ca. 6m gespanntem Seil zum aufhängen der Wäsche.

Andere Bewohner öffnen die Außenfenster um so mittels erhoffter Luftzirkulation die aufgehangene Wäsche schneller trocknen zu lassen. Im so genannten Trockenkeller gibt es keine Heizung oder durchlaufende Heizungsrohre. Dieser Trocken/Waschkeller ist also kalt.

Jetzt naht der erste Winter in der neu bezogenen Wohnung, und Frau X fürchtet, dass durch die ständig offenen Fenster im Trockenkeller unter ihr, ihr Schlafzimmer kälter sein wird, und sie mehr heizen muss (eigene Gas-Therme für die Wohnung), als es mit geschlossenen Fenstern im Trockenkeller wäre. Sie also wegen der Benutzung durch die anderen Nachbarn drauf zahlen muss.

Frage: Ist das so von Frau X hinzunehmen, oder kann sie z.B. verlangen, dass die Fenster bei bestimmten Außen-Temperaturen nicht geöffnet werden sollen/dürfen? Also abschließen z.B.

Falls es eine Rolle spielt: Das Haus ist BJ 1960, einschalig gemauert, ungedämmt und das Bundesland ist Hamburg

Sehr geehrter Ratsuchender,

ein Anspruch darauf, den Trocken- bzw. Waschkeller in der kalten Jahreszeit nicht zu belüften, besteht nicht. Vielmehr sind gerade die Kellerräume, die regelmäßig zum Trocknen und Waschen benutzt werden, ausreichend zu lüften, um Feuchtigkeits- und Schimmelschäden an der Bausubstanz vorzubeugen.

Das sich die angemietete Wohnung direkt über den betreffenden Kellerräumen befindet und dadurch erhöhte Heizkosten entstehen können, hätte bereits vor Mietvertragsschluß einkalkuliert werden müssen. Im Zweifel hätte der Mietvertrag nicht unterschrieben werden dürfen. Ähnliche Probleme stellen sich auch bei Wohnungen mit vielen Außenwänden.

Um den betreffenden Mieter nicht unangemessen mit den zusätzlich entstehenden Heizkosten zu belasten, ist der Vermieter jedoch verpflichtet, bei der Abrechnung der Wärmekosten nicht allein nach Verbrauch abzurechnen, sondern in Höhe von bis zu 50% nach Wohnfläche. Damit werden auch die restlichen Mieter mit den höheren baulich bedingten Heizkosten belastet.

Mit freundlichem Gruß


Wundke
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 17.10.2006 | 18:18

Hallo Herr Wundke, danke für Ihre schnelle Antwort. Hier mein Nachfrage:


Frau X ist ja keine Mieterin, sondern Eigentümerin. Kann man vielleicht verlangen, dass das monatliche Hausgeld dementsprechend angepasst wird, und wieviel Prozent wären dass in diesem Fall bei Eigentum?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.10.2006 | 18:51

Vielen Dank für Ihre Nachfrage. Bitte entschuldigen Sie, dass ich das Wohnungseigentum nicht beachtet habe.

Es gilt in dem von Ihnen geschilderten Fall jedoch ähnliches. Auch in der Eigentümergemeinschaft wird über die Wärmekosten entsprechend der Heizkostenverordnung abgerechnet und diese unter den Miteigentümern verteilt. Das Hausgeld übernimmt hier die Funktion der Betriebskostenvorauszahlungen im Mietrecht, über welches einmal im Jahr abzurechnen ist.

Wie die Kosten und Lasten unter den Miteigentümern verteilt werden, richtet sich zudem nach dem zugrundeliegenden Verteilungsschlüssel. Dieser kann durch Beschluss der Eigentümergemeinschaft festgelegt und verändert werden. Ist etwa ein Miteigentümer durch die Lage seiner Wohnung über dem Trocken-/Wäschekeller unangemessen benachteiligt, kann dieser beanspruchen, dass der Verteilungsschlüssel zu seinen Gunsten geändert wird.

Welchem Umfang diese Änderung in dem von Ihnen geschilderten Fall ausmacht, kann ich von hier leider nicht prüfen. Das hängt grundsätzlich von der Höhe der zusätzlichen Heizkosten ab. Im Zweifel müsste ein Sachverständigengutachten eingeholt werden.

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