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Kabel-TV - Sondereigentum - Gemeinschaftseigentum - wer bezahlt defekt?

08.04.2020 11:48 |
Preis: 35,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


13:26
Wir haben eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus.

Im Rahmen der Renovierung haben wir die einzig vorhandene Kabel-TV Anschlussdose in ein weiteres Zimmer erweitert und haben nun zwei Zimmer mit Kabel-TV. Hierzu war ein sehr langes Kabel notwendig und jetzt ist im gesamten System zu viel Widerstand auf der Leitung und der letzte Empfänger (Wohnung) im Erdgeschoss (Alle Wohnungen über und untereinander sind an einem Versorgungsstrang) hat nun keinen Kabelempfang mehr, da der Kabelwiderstand zu hoch geworden ist.

Der Bewohner ganz unten hat sich fürchterlich aufgeregt. Wir haben somit dem Hausmeister eine Sofortlösung angeboten und sind mit einer Elektrofirma hingefahren um sofort einen Verstärker in den Keller einzubauen um das Problem kurzfristig zu lösen. Die Hausverwaltung war telefonisch nicht erreichen. Der Hausmeister hat uns nicht in den Keller gelassen um diese Sofortlösung einzubauen. Somit haben wir den Verstärker in unserer Wohnung eingebaut um eine temporäre Lösung zu haben damit sich niemand mehr aufregt.

Nun ruft die Hausverwaltung an, ich solle auf meine Kosten über eine Firma die mich kontaktieren wird einen Verstärker einbauen lassen, dies wäre hiermit genehmigt. Ich habe abgelehnt, sie sollen das nun selbst bezahlen, da ich meinen Elektriker bereits bezahlt habe und uns der Zugang für einen temporären Einbau verweigert wurde. Diese temporäre Lösung hätte man auch für immer übernehmen können.

Nun werde ich den Verstärker in meiner Wohnung die nächsten Wochen wieder abbauen da er stört.

Wer muss nun den Verstärker inkl. Einbau bezahlen? Ich bin Verursacher des Problems. Allerdings kann ich nichts für eine schlechte Ausgangssituation der Gesamtleitung. Ab meiner Dose ist es Sondereigentum, die Leitungen sind Gemeinschaftseigentum.

Frage 1:
Muss ich den Verstärker inkl. Einbau in das Gemeinschaftseigentum bezahlen, obwohl ich nur Änderungen im Sondereigentum vorgenommen habe?

Frage 2:
Muss ich es tatsächlich bezahlen, obwohl ich es als Kurzfristlösung bereits angeboten hatte und mir der Zugang verwehrt wurde?


08.04.2020 | 12:50

Antwort

von


(96)
Königsweg 30-32
13507 Berlin
Tel: 03080571275
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie waren nach § 21 Absatz 5 Nr. 6 WEG zwar berechtigt, das Kabel zu verlegen. Die anderen Eigentümer müssen dies dulden. Sie müssen nach § 21 Absatz 6 WEG jedoch den Schaden ersetzen, der den anderen Eigentümern dadurch entstanden ist. Also müssen Sie den Einbau des Verstärkers bezahlen, der erforderlich ist, damit wieder alle Fernseh- und Radioempfang in der bisherigen Qualität haben.

Allerdings reicht es für den Schadenersatz aus, dass Sie den Verstärker in Ihrer Wohnung eingebaut haben, wenn dadurch sichergestellt ist, dass jeder Empfang mit guter Bild und Tonqualität hat.

Einen 2. Verstärker im Keller müssen Sie dann nicht bezahlen, wenn Sie den Verstärker in Ihrer Wohnung behalten wollen.
Sie schreiben jedoch, dass Sie den Verstärker in Ihrer Wohnung wieder abbauen wollen, weil dieser Sie stört. Dann müssen Sie den Verstärker im Keller einschließlich Einbau bezahlen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Bernhard Müller

Nachfrage vom Fragesteller 08.04.2020 | 13:21

Lieber Herr Müller,

danke für die Antwort.

Bitte noch die Frage 2 beantworten. Ich war mit Verstärker und Elektrofirma vor Ort und wollte es einbauen, da ich das Problem unkompliziert lösen wollte. Hausmeister hat mir den Zugang zum Keller inkl. Einbau im Keller verweigert. Den Elektriker musste ich dennoch bezahlen. Die Hausverwaltung war zu diesem Zeitpunkt nicht erreichbar. Tage später auch nicht wegen Corona. Warum noch nochmal einen Elektriker bezahlen, mir wurde schließlich der Zugang verweigert und die Hausverwaltung war nicht erreichbar um das Verbot des Hausmeisters zu besprechen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.04.2020 | 13:26

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie hätten den Zugang zum Keller klären müssen, bevor Sie den Elektriker beauftragen. Da Sie dies nicht getan haben, müssen Sie entweder den Verstärker in Ihrer Wohnung behalten oder die Verlegung in den Keller bezahlen.

Mit freundlichen Grüßen

ANTWORT VON

(96)

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