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KVDR im Anschluss an freiwillige gesetzliche Krankenversicherung möglich?

21.09.2017 18:55 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Lehrerin, geb. 1972, angestellt bis 2017, dann verbeamtet. Bisher GKV, geplant freiwillige GKV (u.a. wegen Teilzeit, erwarteter Beitragssteigerung, Vorerkrankung). D.h. mit Eintritt ins Rentenalter besteht Anspruch einerseits auf gesetzliche Rente, andererseits auf Pension. Die Beihilfe wird im Erwerbsleben nicht in Anspruch genommen, da keine Mitgliedschaft in einer PKV bestehen wird.

Auskunft der IKK classic zur Frage, ob KVDR im Rentenalter möglich ist (Voraussetzung der 9/10 Mitgliedschaft in der 2. Hälfte des Erwerbslebens in der GKV ist erfüllt): nein, Begründung mit Verweis auf Beihilfeanspruch.

Frage:
1. Besteht unter den dargestellten Bedingungen die Möglichkeit, in die KVDR aufgenommen zu werden, d.h. ist die Antwort der IKK classic korrekt?

2. Besteht Anspruch auf Beihilfe im Rentenalter in der KVDR bzw. (wenn das nicht möglich ist) als weiterhin freiwillig gesetzlich Versicherter, d.h. ist der gesamte GKV-Beitrag selbst zu tragen?

Sehr geehrte Ratsuchende,

die Auskunft der IKK dürfte nach Ihrer Darstellung nicht zutreffend sein.

Sofern Sie gesetzlich oder auch freiwillig versichert sind, haben Sie im Grunde keinen Beihilfeanspruch, denn im Rahmen der bestehenden Krankenversicherung liegt eine Vollversicherung vor.

Aus diesem Grund haben Sie auch bisher die Beihilfe gar nicht in Anspruch nehmen können und dieses wird auch weiterhin so Bestand haben.


Beihilfe werden Sie dann auch als Rentnerin nicht geltend machen können, da Sie eben die Vollversicherung haben im Rahmen entweder der KVDR oder der freiwilligen Versicherung.

Wenn Sie allerdings mit dem Begriff "Beilhilfe" eine Bezuschussung zur den Beiträgen meinen, ist die KVDR ohnehin für die gesetzliche Rente geringer. Auf Versorgungsbezüge ist allerdings der volle Beitrag zu zahlen.

Im Falle der freiwilligen Versicherung kann ein Zuschuss beantragt werden, der sich dann nach Ihrer Situation richtet.

Diese Auskunft basiert natürlich auf der derzeitigen Rechtslage. Diese kann sich natürlich ändern, wenn Sie tatsächlich das Rentenalter erreicht haben.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

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