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KV-Beitrag Nebenjob/Hauptberuf

| 17.10.2019 14:24 |
Preis: 60,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von


Ich bin seit einem Jahr voll selbständig und zahle einen Krankenkassenbeitrag von ca. 400 EUR monatlich. Dieser ist nicht auf meinen (geringen) Umsatz bezogen, sondern in dieser Höhe festgesetzt worden, weil mein Mann privat krankenversichert ist und über der BBG verdient. Ich unterliege der Kleinunternehmerregelung. Meine derzeitige selbständige Tätigkeit habe ich zuvor 3 Jahre lang nebenberuflich ausgeführt, bis ich aus meiner alten Firma im Rahmen eines Sozialplans ausgeschieden bin. In meiner alten Firma war ich freiwillig gesetzlich krankenversichert, mein Gehalt lag über der BBG.

Ich suche z. Z. eine Teilzeitbeschäftigung mit geringer Stundenzahl, damit ich wieder sozialversicherungspflichtig beschäftigt bin und mein neuer Arbeitgeber die KV-Beiträge (zur Hälfte) übernimmt von meinem künftigen Brutto-Netto-Gehalt.

So viel mir bekannt ist, muss jedoch für die Ermittlung des neuen KV-Beitrages ersichtlich sein, dass es sich bei der neuen Beschäftigung um den "Hauptjob" handelt und bei der Selbständigkeit um "den Nebenjob, die nebenberufliche Tätigkeit".

Welche Aspekte werden hier berücksichtigt bzw. welche "Entgelte" werden miteinander verglichen für den Haupt- und für den Nebenjob?

Ich vermute, dass das Entgelt im künftigen Hauptjob höher sein muss und möglichst auch die Stundenzahl, aber welches "Entgelt" bzw. welche "Entgelte"?

Um klarzustellen, was ich meine, hier ein fiktives Beispiel (auf den Monat bezogen):

Umsatz in der Selbständigkeit: 1.200 EUR BRUTTO WIE NETTO / Einnahmen
abzüglich Betriebskosten 100 EUR
= "Gewinn" 1.100 EUR

./. Krankenversicherungsbeitrag 400 EUR
./. Rentenversicherung 0 EUR (keine RV-Pflicht)
./. Steuern 100 EUR (Steuerklasse V)

= "Unternehmerlohn" 600 EUR

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Gehalt Teilzeitbeschäftigung 1.200 EUR BRUTTO
./. SV-Beiträge (AN-Anteile) 250 EUR
./. Steuern 150 EUR

= "Gehalt netto" 800 EUR

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


Wird der "Gewinn" oder der "Unternehmerlohn" mit dem "Brutto"- oder mit dem "Netto-Gehalt" in der Teilzeittätigkeit verglichen? Wenn es so wäre, dass der "Unternehmerlohn" mit dem "Netto-Gehalt" verglichen wird, wäre m. E. dieser Teilzeitjob als Hauptjob zu bezeichnen. Ausgehen könnte man von 15 Std. im Hauptjob die Woche und 8 Std. im Nebenjob in der Woche.

Ich möchte unbedingt vermeiden, dass beide Einkunftsarten von der Krankenversicherung zusammengerechnet werden und ich dann - soweit ich weiß - wieder den vollen KV-Beitrag von 400 EUR bezahlen muss und der neue AG bezahlt 0 EUR an KV. Es geht mir nur um eine Vorab-Auskunft, natürlich werde ich das Thema mit meiner Krankenversicherung besprechen. Mir ist auch bewusst, dass sich zum Jahresende schwankende Einkünfte jeweils ergeben können und die Krankenversicherung sich dann den finalen Steuerbescheid vorlegen lässt und es zu einer Nachzahlung oder zu eine Forderung von Beiträgen kommen kann.
17.10.2019 | 18:14

Antwort

von


(39)
Grünberger Str. 54
10245 Berlin
Tel: 0302939920
Web: http://www.rechtsanwalt-braun.berlin
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund der übermittelten Informationen beantworte ich Ihre Fragen wie folgt.

Die von Ihnen geplante Vorgehensweise ist dann erfolgreich, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen.

Der Zeitaufwand der selbsständigen Nebentätigkeit muss geringer sein, als der der Haupttätigkeit. Da die Krankenkasse dies nicht so genau nachprüfen kann, sollte das Einkommen der Nebentätigkeit geringer sein, als das der Haupttätigkeit. Weiterhin dürfen Sie keine sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigen. Wenn Sie geringfügigbeschäftige Arbeitnehmer beschäftigen, dürfen die zusammengerechneten Entgelte der Arbeitnehmer nicht über 450 € liegen.

Ich hoffe, dass ich Ihre Frage beantwortet habe, für eventuelle Nachfragen können Sie gerne die kostenlose Nachfrageoption benutzen.

Beachten Sie bitte, dass auch kleine Sachverhaltsänderungen zu einer gänzlich anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 17.10.2019 | 18:28

Sehr geehrter Herr Braun,

leider ist meine Frage nicht beantwortet.

Der Zeitaufwand in der Selbständigkeit wäre geringer als im künftigen Hauptjob (s. meine Beschreibung). Auch betreibe ich mein Kleinunternehmen ohne Angestellte alleine.

Mir ist klar, dass das "Einkommen" im "Hauptjob" höher sein muss, das hatte ich auch alles bereits geschrieben. Aber was ist das "Einkommen"? Dazu habe ich auch konkret 2 Beispiele aufgeführt, auf die Sie leider gar nicht eingegangen sind.

Siehe auch der letzte Absatz in meiner Frage: Was wird "verglichen" - Gewinn - Unternehmerlohn - Netto-Gehalt - Brutto-Gehalt??

Hier nochmals ein paar Sätze aus meiner Fragestellung:
Wird der "Gewinn" oder der "Unternehmerlohn" mit dem "Brutto"- oder mit dem "Netto-Gehalt" in der Teilzeittätigkeit verglichen? Wenn es so wäre, dass der "Unternehmerlohn" mit dem "Netto-Gehalt" verglichen wird, wäre m. E. dieser Teilzeitjob als Hauptjob zu bezeichnen - der Teilzeitjob aus den Beispielen.

Ich hatte ausdrücklich danach gefragt, welche Entgelte "verglichen" werden von der Krankenversicherung, da gibt es ja einige Möglichkeiten, die ich oben beschrieben habe. Dazu benötige ich eine Info. Die Infos, die Sie gegeben haben, sind mir bekannt und ich hatte sie bereits auch entsprechend aufgeführt.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.10.2019 | 18:57

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihren Hinweis, dieser Teil meiner Antwort fehlt tatsächlich.

Berechnungsgrundlage für den Beitrag bei einer selbstständigen Tätigkeit ist der Gewinn bzw. der Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben, d.h. das was nach Abzug der Kosten übrig bleibt.

Berechnungsgrundlage für den Beitrag einer unselbsständigen Tätigkeit ist das Bruttoeinkommen.

Diese Zahlen müssen Sie vergleichen, an Brutto als Angestellter und den Gewinn/Überschuss als Selbsständiger.

Beachten Sie weiterhin, dass Sie in Nebentätigkeit nicht mehr als 15 Stunden pro Woche arbeiten dürfen.

Ich bedauere, dass dieser Teil der Antwort fehlte.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 19.10.2019 | 14:04

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