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KFZ verkauft von Privat an Privat

10.03.2014 17:02 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Hallo, ich habe vor ca 5 Wochen mein Auto bei eBay verkauft. Das Fahrzeug hatte 182000km auf der Uhr und ist Bj.98. Er war Händler aber hat es als Privat Person gekauft. Jetzt hat sich der Käufer gemeldet, weil das Auto einen Motorschaden hat und auch ein Blechteil auf der rechten Seite ersetzt wurde (er sagt es sei ein Unfallwagen). Das ist mir nicht aufgefallen und ich habe den Wagen auch als Unfall frei gekauft(Kaufvertrag von privat), den habe ich auch noch. In meiner Anzeige bei ebay hatte ich die Gewährleistung, Haftung und Rückgabe NICHT ausgeschlossen, ich habe leider nichts hingeschrieben. Nun behauptet Käufer, der Motor wäre schon beim Kauf defekt gewesen weil die Zündspule gebrochen war. Jetzt soll ich einen neuen Motor kaufen. Außerdem soll das Fahrwerk Geräusche machen, aber seit dem letzten TÜV (ohne Mängel) wurden nur ca 700km gefahren, das soll ich auch beheben. Ich habe das KFZ für 6000€ verkauft. Er würde sich noch mal melden und droht mit Anwalt! Muss ich für den Schaden haften? Für was muss ich alles haften? Er kann ja von jedem Teil behaupten, dass es defekt war und ich muss alle Kosten tragen.. Außerdem bin ich Schüler und beziehe Bafög, das Geld war dazu gedacht Schulden zurück zu zahlen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Lage ist misslich, weil Sie zum einen die Sachmangelhaftung nicht ausgeschlossen haben und zum anderen Unfallfreiheit zugesichert haben.

1.
Der Käufer kann sich auf die zugesicherte Eigenschaft berufen, es liegt ein Sachmangel vor, weil das Fahrzeug nicht die vereinbarte Beschaffenheit aufweist (§ 434 Abs. 1 S. 1 BGB).

Für den Unfallschaden haben Sie einzustehen. Der Käufer könnte vom Vertrag zurücktreten oder den Kaufpreis mindern.

2.
Sollte bei der Übergabe des Fahrzeugs tatsächlich die Zündspule gebrochen gewesen sein - was der Käufer zu beweisen hat -, kommt es darauf an, ob Sie den Defekt kannten.

Kannten Sie den Defekt, was auch der Käufer zu beweisen hat, hätten Sie diesen offenbaren müssen und haften wegen arglistiger Täuschung.

Kannten Sie den Defekt nicht, kommt es darauf an, ob dieser Defekt ein Mangel oder lediglich Verschleiß ist. Das ist ebenfalls durch ein Sachverständigengutachten zu klaren.

Für Verschleiß haften Sie nicht.

3.
Beim Fahrwerk wird es sich - wegen des Alters und der Laufleistung - wohl um Verschleiß handeln.
Einen Mangel muss der Käufer beweisen.

4.
Für die Nichtunfallfreiheit müssen Sie einstehen, da Sie diese zusicherten.

Wegen des Motors kommt es darauf an. Der Käufer muss hier alles beweisen. Das ist kostspielig und ohne Rechtsschutzversicherung nicht realistisch machbar bzw. unwirtschaftlich.

Sie könnten dem Käufer entgegenkommen und wegen der nicht vorhandenen Unfallfreiheit eine teilweise Kaufpreiserstattung anbieten.

Wegen des Motors und Fahrwerks können Sie den Käufer kommen lassen.

Im Zweifel nehmen Sie sich einen Rechtsanwalt vor Ort. Dazu können Sie als Schüler möglicherweise Beratungshilfe beantragen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

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