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KFZ Werkvertrag erfüllt?

| 12.01.2018 23:51 |
Preis: 49,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Dietrich


Bei meinem Auto ließ sich kein Gang mehr einlegen. In Vertragswerkstatt A stellte man mir die Diagnose "Mechatronik defekt" und machte ein (telefonisches) Angebot von 2000€ für einen Tausch der Mechatronik.
Eine kurze Recherche ergab, dass es sich bei dem Defekt um ein bekanntes Problem des Herstellers handelt. Trotzdem weigerte sich Vertragswerkstatt A beim Hersteller Kulanz anzufragen.

Bei Vertragswerkstatt B wurde bereitwillig Kulanz beim Hersteller angefragt und ein Angebot über 140€ gemacht.

In Vertragswerkstatt B wurde dann festgestellt, dass der Schaden wesentlich höher war als vermutet (Kupplung zerstört, Getriebe-Totalschaden)

Die Diagnose "Mechatronik Defekt" von  Vertragswerkstatt A ist also vermutlich nicht komplett falsch (mag sein, dass ein Mechatronik Problem Ursache war für den Schaden), die vorgeschlagene Reparatur wäre aber technisch unzureichend und die Kosten unnötig hoch gewesen.

In seiner Rechnung fordert Vertragswerkstatt A nun eine Diagnose Pauschale von 90€.

Meine Frage :
Muss ich die völlig unzureichenden Diagnose Maßnahmen bezahlen?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Ich sehe hier keine guten Chancen um die Zahlungspflicht herumzukommen. Die überwiegende Rechtsprechung stuft einen Auftrag zur Diagnose eines Fahrzeuges als Dienstvertrag im Sinne von § 611 BGB und nicht als Werkvertrag ein. Im Dienstvertragsrecht gibt es keine Gewährleistung, sodass Sie nicht ein mangelhaftes Gutachten geltend machen können. Auch hat die Werkstatt die Hauptleistungspflicht erfüllt, selbst wenn diese nicht ganz richtig war, sodass die Vergütung verlangt werden kann. Die Weigerung zur Kulanzanfrage ist davon unabhängig.

Nur wenn die Dienstleistung völlig unbrauchbar ist, steht ein Schadensersatzanspruch der Forderung entgegen (OLG Düsseldorf; Urteil vom 31.05.2011 − 24 U 58/­11). Eine völlig unbrauchbare Diagnose sehe ich hier aber nicht, weil die Grundproblematik erkannt wurde.

Ich würde die Werkstatt dennoch mit dem Ergebnis der anderen Werkstatt konfrontieren. Eventuell lässt sie sich dann davon überzeugen von ihrer Forderung abzusehen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Dietrich
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 17.01.2018 | 11:56

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