Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
482.051
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

KFZ Werkvertrag erfüllt?


12.01.2018 23:51 |
Preis: 49,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Bei meinem Auto ließ sich kein Gang mehr einlegen. In Vertragswerkstatt A stellte man mir die Diagnose "Mechatronik defekt" und machte ein (telefonisches) Angebot von 2000€ für einen Tausch der Mechatronik.
Eine kurze Recherche ergab, dass es sich bei dem Defekt um ein bekanntes Problem des Herstellers handelt. Trotzdem weigerte sich Vertragswerkstatt A beim Hersteller Kulanz anzufragen.

Bei Vertragswerkstatt B wurde bereitwillig Kulanz beim Hersteller angefragt und ein Angebot über 140€ gemacht.

In Vertragswerkstatt B wurde dann festgestellt, dass der Schaden wesentlich höher war als vermutet (Kupplung zerstört, Getriebe-Totalschaden)

Die Diagnose "Mechatronik Defekt" von  Vertragswerkstatt A ist also vermutlich nicht komplett falsch (mag sein, dass ein Mechatronik Problem Ursache war für den Schaden), die vorgeschlagene Reparatur wäre aber technisch unzureichend und die Kosten unnötig hoch gewesen.

In seiner Rechnung fordert Vertragswerkstatt A nun eine Diagnose Pauschale von 90€.

Meine Frage :
Muss ich die völlig unzureichenden Diagnose Maßnahmen bezahlen?
13.01.2018 | 00:25

Antwort

von


40 Bewertungen
Kapitelshof 36
53229 Bonn
Tel: 0228 / 90 888 32
Web: www.dietrich-legal.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Ich sehe hier keine guten Chancen um die Zahlungspflicht herumzukommen. Die überwiegende Rechtsprechung stuft einen Auftrag zur Diagnose eines Fahrzeuges als Dienstvertrag im Sinne von § 611 BGB und nicht als Werkvertrag ein. Im Dienstvertragsrecht gibt es keine Gewährleistung, sodass Sie nicht ein mangelhaftes Gutachten geltend machen können. Auch hat die Werkstatt die Hauptleistungspflicht erfüllt, selbst wenn diese nicht ganz richtig war, sodass die Vergütung verlangt werden kann. Die Weigerung zur Kulanzanfrage ist davon unabhängig.

Nur wenn die Dienstleistung völlig unbrauchbar ist, steht ein Schadensersatzanspruch der Forderung entgegen (OLG Düsseldorf; Urteil vom 31.05.2011 − 24 U 58/­11). Eine völlig unbrauchbare Diagnose sehe ich hier aber nicht, weil die Grundproblematik erkannt wurde.

Ich würde die Werkstatt dennoch mit dem Ergebnis der anderen Werkstatt konfrontieren. Eventuell lässt sie sich dann davon überzeugen von ihrer Forderung abzusehen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Dietrich
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

40 Bewertungen

Kapitelshof 36
53229 Bonn
Tel: 0228 / 90 888 32
Web: www.dietrich-legal.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Miet und Pachtrecht, Vertragsrecht, Steuerrecht, Internet und Computerrecht, Strafrecht, Gewerblicher Rechtsschutz
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60519 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
3,6/5,0
Ich bezweifle die Richtigkeit resp. Vollständigkeit der Antwort. Konkrete Verweise auf Steuergesetze fehlen. Damit werde ich kaum weiter kommen beim Finanzamt. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Der Rechtsanwalt konnte deutlich mehr Klarheit in einen rechtlich fuer mich schwer einzuschaetzenden Sachverhalt bringen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Obwohl das Ergebnis für den Betroffenen(den ich berate) niederschmetternd ist, hat mich der Anwalt schnell und gut beraten. MFG ...
FRAGESTELLER