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KFZ-Werkstatt verkauft eingelagerte Sommerräder und will verrechnen????

| 27.07.2015 21:12 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


16:27

Grundlagen:
1. KFZ-Werkstatt im Dorf lagert(e) (wie immer) unsere Sommerräder im Herbst 2013 ein. (keinen Beleg dafür)

2. Wir hatten im Herbst 2014 einen Schaden(demolierter Kotflügel) an unserem PKW. Habe Werkstatt dazu angerufen, um neuen Kotfflügel nebst Lackierung in Auftrag zu geben, mit der Bitte aber noch so lange zu warten, bis man evtl. noch etwas mit der Versicherungen regeln könne. (kein schriftlicher Auftrag o.ä.)

3. generell freundschaftliches Verhältnis zum Werkstattbesitzer.

Seit Herbst 2014 waren wir noch 2-3 mal wegen diverser Kleinigkeiten in der Werkstatt und da hieß es unter anderem bzgl. des Kotflügels, der nun doch schon lackiert in der Werkstatt da lag, dass "wir uns Zeit lassen sollen" und "es ja nicht eile".

Da wir im Sommer 2014 unsere Sommerräder wegen geringer Fahrleistung nicht brauchten, fragte ich erst im Mai/Juni 2015 nach unseren Sommerädern.

Im Endeffekt kommt raus, dass die Werkstatt die Sommerräder (VW-Alu+Bereifung, Wert gebraucht ca. 300,-EUR) verkauft hat mit der Begründung, dass man dadurch das Geld für den Kotflügel wieder "rein hätte"! (Kosten Kotflügel: 50.- + 100,- Lackierung)

Der Verkauf wird auch (dreist) zugegeben und ich könne ja den Kotflügel mitnehmen, was ich auch tue.

Inwieweit und mit welchen Erfolgsaussichten macht es Sinn die Sache weiterzuverfolgen? ...weil mir nach nun 2 Monaten immernoch "der Kamm schwillt" ;-)

27.07.2015 | 22:24

Antwort

von


(81)
Beethovenstraße 2
60325 Frankfurt
Tel: 069-348742380
Web: https://kanzlei-franz.com
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich wie folgt beantworten:


Zivilrechtlich hat der Inhaber der Werkstatt zweifellos eine Pflichtverletzung begangen. Die eingelagerten Sommerräder durfte die Werkstatt keinesfalls ohne Ihre Einwilligung verkaufen.

Als Folge dieser Pflichtverletzung haben Sie einen Anspruch auf Schadensersatz. Der Schaden beträgt mindestens die Höhe des objektiven Verkehrswertes, in Ihrem Fall also etwa 300 EUR. Ein höherer Schadensersatz ist möglich, falls Sie einen entsprechenden Schaden nachweisen können. Zu denken ist etwa an einen entgangenen Gewinn, wenn Sie die Reifen für mehr als 300 EUR hätten verkaufen können.

Neben der zivilrechtlichen Seite ist für Sie wohl aber insbesondere auch ein strafrechtliches Vorgehen interessant. Der unberechtigte Verkauf der Reifen begründet den Verdacht einer veruntreuenden Unterschlagung. Bestraft wird diese Tat mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren oder mit Geldstrafe (§ 246 Abs. 2 StGB ). Sie sollten eine Strafanzeige daher ernsthaft in Erwägung ziehen.

Zu den Erfolgsaussichten möchte ich folgendes sagen: Der zivilrechtliche Schadensersatzanspruch steht Ihnen fraglos zu. Ob es daneben auch zu strafrechtlichen Konsequenzen kommen wird, ist schwer vorherzusagen. Bei kleineren Delikten neigt die Staatsanwaltschaft oftmals dazu, das Verfahren wegen Geringfügigkeit oder gegen eine Geldauflage einzustellen. Nicht zuletzt kommt es hier vor allem darauf an, ob der Werkstattinhaber bereits einschlägig vorbestraft ist.


Ich hoffe sehr, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben. Bei Unklarheiten stehe ich für eine Nachfrage gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen
Christian D. Franz, Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 28.07.2015 | 12:05

Sehr geehrter Herr RA Franz,

Danke für Ihre Antwort.

Meine Nachfrage bezieht sich auf den fehlenden (schriftlichen) Nachweis, dass die Räder eingelagert waren. Außer mir, meiner Frau und der Werkstattbesitzer (1-Mann-Betrieb) kann das sonst niemand bezeugen und er, der Werkstattbesitzer könnte ja "schön auf doof" behaupten, dass es die Räder nie gegeben hätte bzw. er diese nicht eingelagert hätte.

Macht das die Sache der Weiterverfolgung eher kompliziert oder ist dies unerheblich?

Danke im Voraus für Ihre Antwort!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 28.07.2015 | 16:27

Sehr geehrter Fragesteller,

das Fehlen eines schriftlichen Vertrages sollte keine allzu großen Sorgen bereiten. In einem Strafverfahren wären sowohl Sie als auch Ihre Ehefrau Zeugen. Hinsichtlich Ihrer zivilrechtlichen Ansprüche können Sie ebenfalls Ihre Frau als Zeugin anführen.


Mit freundlichen Grüßen
Christian D. Franz, Rechtsanwalt.

Bewertung des Fragestellers 28.07.2015 | 12:07

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